{"id":831,"date":"2015-08-25T19:11:50","date_gmt":"2015-08-25T19:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/cyclotourers.de\/?p=831"},"modified":"2020-03-09T22:01:12","modified_gmt":"2020-03-09T22:01:12","slug":"20-cyclassics-hamburg-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cyclotourer.de\/?p=831","title":{"rendered":"20. Cyclassics Hamburg 2015"},"content":{"rendered":"<p>Ein gro\u00dfes Rennwochenende stand an, die Hamburg Cyclassics.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-984 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/transalp_shuttle_logodesign_horizontal_by_zalanvoros_130509-2-300x69.png\" alt=\"transalp_shuttle_logodesign_horizontal_by_zalanvoros_130509-2\" width=\"300\" height=\"69\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/transalp_shuttle_logodesign_horizontal_by_zalanvoros_130509-2-300x69.png 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/transalp_shuttle_logodesign_horizontal_by_zalanvoros_130509-2-768x177.png 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/transalp_shuttle_logodesign_horizontal_by_zalanvoros_130509-2-1024x236.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Dank der Firma SIM aus Laubach war die Frage Transport und Logistik schnell gekl\u00e4rt. So konnten wir die Bikes und das n\u00f6tige Gep\u00e4ck f\u00fcr das Wochenende sicher transportieren. Leider ist der dritte Fahrer kurzfristig ausgefallen. So hatten wir zwar noch ein bisschen mehr Platz im Bus, aber \u00e4rgerlich war es f\u00fcr die Person trotzdem.<\/p>\n<p>Zwei Fahrradst\u00e4nder waren dank Kabelbinder schnell moniert und die Carbon-R\u00e4der mit einem Gummiband fixiert. Einem sicheren Start stand also nix mehr im Wege.<\/p>\n<p>Da wir bereits freitags nach Hamburg reisten, standen uns der Abend, sowie der komplette Samstag zur freien Verf\u00fcgung. Der erste Weg f\u00fchrte in die Stadt um die Startunterlagen abzuholen. Wie zub erwarten, war die Startnummernausgabe voll durchorganisiert. Da wir an den verschiedenen Stationen nur kurze Wartezeiten hatten, waren wir nach wenigen Minuten durch.<\/p>\n<p>Die Startbereiche und die Zieleinfahrt wollten wir uns am Samstag anschauen.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns ins sieben Kilometer entfernte Hotel eingecheckt hatten, sollte es mit der Bahn eigentlich in den Schellfischposten gehen. Bekannt durch Ina M\u00fcller\u00b4s \u201cInas Nacht\u201c war uns schnell klar, dass wir dort auf ein oder \u2026 Bierchen einlaufen sollten. &nbsp;Leider war der Schellfischposten aufgrund einer Aufzeichnung am Samstagabend geschlossen. Kurzentschlossen wollten wir in die Nachbarkneipe \u201cHaifischbar\u201c. Aber? Geschlossene Gesellschaft!<\/p>\n<p>Vor der Bar bekamen wir noch Gunter Gabriel vors Gesicht. Da jedoch in der Ecke Kneipenm\u00e4\u00dfig nicht mehr viel ist, machten wir uns in Richtung Reeperbahn. Auf der gro\u00dfen Freiheit bekamen wir so unser k\u00fchles Astra. Nach einem Besuch in der wohlbekannten \u201cRitze\u201c machten wir uns auch schon zur\u00fcck ins Hotel. Schlie\u00dflich hatten wir ja auch noch den kompletten Samstag zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Samstags schauten wir uns die verschiedenen Bereiche f\u00fcr das Rennen an, und verschafften uns einen \u00dcberblick, wer am Renntag wann und wo zu sein hat. Auch hier sprach die Organisation des f\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrigen Radklassikers f\u00fcr sich. Nach der zugeh\u00f6rigen Messe, ging es in Richtung Landungsbr\u00fccken. Ich wei\u00df nicht wie viele Kilometer wir bis zum Abend zusammen hatten, aber es waren einige.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Hotel, \u00fcberlegten wir noch, ob wir am n\u00e4chsten Morgen mit der Bahn oder mit dem Bus in die Stadt fahren sollten. Man musste die M\u00f6glichkeiten wie Parkplatzsituation in der Stadt, \u00fcberf\u00fcllte Bahnen, Versp\u00e4tungen der Bahnen abw\u00e4gen.<\/p>\n<p>Wir hatten zwar eine Parkm\u00f6glichkeit in der Speicherstadt gesehen, nur wer sollte jetzt schon wissen ob man \u00fcberhaupt noch dort hinkam. Keiner konnte genau sagen ab wann die Stra\u00dfen gesperrt werden.<\/p>\n<p>Ich entschied abends noch, dass wir unser Gl\u00fcck mit unserem Bus versuchen werden. Wenn rund 17.500 Teilnehmer im Ziel ankommen w\u00fcrden, wollen bestimmt einige auch mit der Bahn zur\u00fcck. Auf ein tumultartiges Geschiebe und Gedr\u00e4nge in der Bahn hatte ich schlie\u00dflich auch keine Lust.<\/p>\n<p>Und die Entscheidung war genau richtig! An einer, auf dem Navi nicht eindeutigen Abzweigung, bog ich falsch ab. Wir kamen am Hauptbahnhof raus. Und da waren kostenfreie Parkpl\u00e4tze. Nicht nur einer, gleich ganz viele! So konnten wir uns den Platz nehmen den wir brauchten. So fing der Tag nat\u00fcrlich schon mal super an, mit dem Parkplatz direkt am Geschehen!<\/p>\n<p>Mein Kollege Thomas und ich hatten uns zwar schon lange im Vorfeld angemeldet, doch konnten &nbsp;wir leider nicht aus demselben Startblock starten. Mit den Verschiedenen Startzeiten, die aufgrund der verschiedenen Bl\u00f6cke fast eine Stunde betrugen, konnten unsere M\u00e4dels uns nacheinander zum Rennen verabschieden. Die Wartezeit in den Bl\u00f6cken war dank der Unterhaltung schnell verstrichen.<\/p>\n<p>Ich konnte es kaum erwarten bis der Startschuss viel! Langsam setzte sich die Meute in Bewegung. Trotz der gro\u00dfen Gruppe nahmen die Teilnehmer aufeinander R\u00fccksicht und gerade die enge Startphase kam mir relativ sicher vor. Die Strecke f\u00fchrte recht kurvenreich runter in die Speicherstadt.<\/p>\n<p>Langsam zog sich die die Gruppe auseinander, und man konnte immer mehr an Geschwindigkeit gewinnen. Lange im Vorfeld wurde auf die Bahntrassen, die einige Male die Stra\u00dfe in der Speicherstadt und dem anh\u00e4ngendem Industriegebiet kreuzten, hingewiesen. Doch die Veranstalter f\u00fcllten jede Querung so plan, das kaum eine Gefahr beim \u00dcberqueren der Gleisanlagen bestand.<\/p>\n<p>Da eine Aufw\u00e4rmrunde bei so einer langen Wartezeit im Startblock fast sinnlos scheint, verzichteten wir im Vorfeld drauf. Bei einer hundert Kilometer langen Strecke konnte man gut und gerne die ersten f\u00fcnf Kilometer etwas langsamer machen um die Muskeln in Schwung zu bringen.<\/p>\n<p>Doch mein Tacho zeigte schon Geschwindigkeiten um die vierzig Stundenkilometer an. Immer auf den Puls achtend, \u00fcberholte ich kleinere Gruppen und h\u00e4ngte mich wieder an die n\u00e4chsten um wieder etwas Kraft zu sparen.<\/p>\n<p>Nach kurzem Verschnaufen, nahm ich die n\u00e4chste Gruppe in Angriff. Ich f\u00fchlte mich gut mit dieser Technik und war jetzt schon \u00fcberzeugt, dass ich diese Taktik bis zum Ende beibehalten wollte.<\/p>\n<p>Nun kam die K\u00f6hlbrandbr\u00fccke ins Blickfeld. Die Vorfreude lie\u00df sogar die die ewig lange Gerade vor der Br\u00fccke wie im Flug vergehen. Die Stra\u00dfe zog an, an den Dehnungsfugen erkannte man, dass man sich auf der Br\u00fccke befand. Ich hielt mich auf der linken Stra\u00dfenseite und \u00fcberholte Einen nach dem Anderen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hatte ich Bedenken das ich zu viele K\u00f6rner an der langgezogenen Steigung verschie\u00dfen k\u00f6nnte, doch es lief verdammt gut. Auf der Br\u00fccke standen einige Kameras die wild vor sich hin blitzten. Die Spitze war er Anstiege reicht und es ging wieder bergab.<\/p>\n<p>Ich profitierte aus meinem Gewicht und ich konnte wieder zahlreiche Teilnehmer hinter mir lassen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hatte ich schon eine kleine Gruppe hinter mir, die aus meinem Windschatten profitieren wollte. Ab und an \u00fcberholten mich einige von ihnen. Mancher zog auch davon. Aber mit dem Blick auf dem Tacho war es mir zu fr\u00fch mehr Druck auf die Pedale zu geben. Ich rechnete noch mit einigen Steigungen und musste noch etwas Kraft sparen.<\/p>\n<p>Bereits auf der Autobahn achteten wir auf die Steigungen Richtung Buchholz. Nat\u00fcrlich war das Profil der Autobahn nicht mit der Landstra\u00dfe zu vergleichen, doch wir stellten uns bereits hier auf langgezogene Anstiege ein. Es war mit Sicherheit kein Fehler.<\/p>\n<p>Wirklich in jedem Ort durch den wir kamen, standen die Menschen an den Stra\u00dfen um uns anzufeuern. Als Fahrer bei so einem gro\u00dfem Event dabei zu sein, war schon ein geiles Gef\u00fchl. Nat\u00fcrlich puschte das ganze Flair umso mehr und ich trat immer weiter in die Pedale.<\/p>\n<p>Meine Taktik von Gruppe zu Gruppe zu sprinten und mich in deren Windschatten wieder ein wenig langsamer zu machen behielt ich bei. Der Plan funktionierte auch ganz gut.<\/p>\n<p>Mittlerweile fand ich noch Mitstreiter die etwa mein Tempo fuhren. Eine Gruppe hatte ich ja ohnehin im Schlepptau, aber mit dieser sollte sie noch etwas gr\u00f6\u00dfer werden. Der Anf\u00fchrer war ein Guide der Veranstalter. Er fuhr ein flottes Tempo und ich wollte zumindest in seiner N\u00e4he bleiben. Ich legte noch etwas an Tempo zu und konnte mit ihm mithalten.<\/p>\n<p>Kilometer f\u00fcr Kilometer machte sich immer mehr bemerkbar, dass wir uns super erg\u00e4nzten. Wenn es bergab ging, legte ich kr\u00e4ftig an Tempo zu und bot ihm mein Windschatten. Zog das Gel\u00e4nde wieder an, setzte ich mich entweder hinter ihn, oder lies noch den Einen oder Anderen mit vorbei ziehen.<\/p>\n<p>Immer wieder legten wir kleine Sprints ein um an die n\u00e4chsten Gruppen zu gelangen. Manchmal \u00fcberholten wir zwanzig, vielleicht drei\u00dfig Fahrer die einfach in einer Reihe fuhren.<\/p>\n<p>Die Strecke f\u00fchrte \u00fcber Buchholz, machte hinter Marsen kehrt, und f\u00fchrte \u00fcber Marxen und Harmsdorf wieder zur\u00fcck in Richtung Hamburg.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/events.lagardere-unlimited.de\/cyclassics\/maps\/map.php?strecke=100\">Zur Streckenkarte&nbsp; &nbsp;<\/a><\/p>\n<p>Die Aufholjagd ging immer weiter. Ich war begeistert von mir selber! Zeitweise schaute ich auf mein tacho und war immer wieder verwundert wie die Kilometer nur so runter rasselten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hatte ich manchmal sorgen das ich mich zu sehr verausgabe. Nach hundert Kilometer sollte erst die Ziellinie auf mich warten, kostete die Aufholjagd vielleicht doch zu viel K\u00f6rner und ich w\u00fcrde lange vorm Ende einbrechen?<\/p>\n<p>Ich nahm regelm\u00e4\u00dfig kr\u00e4ftige Schlucke aus meinen Trinkflaschen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu K\u00f6ln verlor ich bei diesem Rennen keine Trinkflaschen. Mit zwei originalen Flaschenhaltern von Focus war ich dieses Mal auf der sicheren Seite. Hin und wieder nahm ich Energie \u00fcber Fruchtgummis von PowerBar auf.<\/p>\n<p>Bei diesem Rennen war ich entweder optimal vorbereitet oder es lief einfach alles nahezu perfekt.<\/p>\n<p>Wir passierten das Ortsschild von Harburg. Hier standen wieder ganze Menschenmassen an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern. Sie Trommelten, riefen einen aufmunternde Worte zu. Manche grillten am Stra\u00dfenrand und nutzten den Anlass, kleine Stra\u00dfenfeste zu veranstalten.<\/p>\n<p>Immer weiter gepuscht, trat ich mit meinem Begleiter, dem Guide sowie der Gruppe im Schlepptau kr\u00e4ftig in die Pedale.<\/p>\n<p>\u00dcber die Moorburger Stra\u00dfe und dem Moorburger Bogen verlie\u00dfen wir wieder Harburg. Hier profitierten wir noch von einer Brise R\u00fcckenwind.<\/p>\n<p>Die Strecke f\u00fchrte wieder auf die Stra\u00dfe wo wir her gekommen waren. Nun ging es entgegengesetzt in Richtung K\u00f6hlbrandbr\u00fccke. Ich \u00fcberlegte kurz ob ich etwas Tempo raus nehme um mir die Kraft f\u00fcr die Steigung auf die Br\u00fccke zu sparen.<\/p>\n<p>Es bleibe aber auch nur bei einem kurzen Gedanken. Mit dem Guide fuhr ich Wortlos nebenher, aber ich bin \u00fcberzeugt, er dachte das gleiche wie ich. Es war schon lange \u00fcberf\u00e4llig das mal ein paar Leute aus der Gruppe die F\u00fchrung \u00fcbernahmen das wir etwas erholen konnten. Kurz vor der Br\u00fccke gaben wir wie schon \u00f6fter mal ein Zeichen, dass ein anderer die Spitze mal \u00fcbernehmen sollte. Doch es kam zun\u00e4chst keiner!<\/p>\n<p>Erst an der Steigung \u00fcberholten uns einige Mitstreiter. Doch sie boten uns kein Windschatten, sondern dr\u00e4ngten uns aus Dank noch ab. Schnitten und kesselten uns zwei ein, wohl damit wir auf den letzten Kilometern keine Gefahr mehr darstellen sollten.<\/p>\n<p>Sie provozierten regelrecht St\u00fcrze. St\u00fcrze, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, hatten wir doch genug auf der Strecke gesehen!<\/p>\n<p>Der Guide und ich waren uns auch hier wieder ohne Worte einig und versuchten aus der Gruppe rauszukommen. Trotz eindeutigen Zeichen wurde ich immer weiter bedr\u00e4ngt und eingekesselt. Der Geduldsfaden riss und ich br\u00fcllte den, mittlerweile Kontrahenten, laut an, ob er nicht sehen w\u00fcrde das ich fast auf dem Bordstein h\u00e4ngen w\u00fcrde. Er fragte saubl\u00f6d ob ich das Rennen gewinnen wolle.<\/p>\n<p>Nein, ich wollte es nicht gewinnen, ich wollte heil ins Ziel kommen!<\/p>\n<p>Da das dr\u00e4ngeln nicht aufh\u00f6rte, schrie ich ich nochmals an und drohte ihm, das ich ihn von der Br\u00fccke trete wenn er mich jetzt nicht aus der Gruppe lassen w\u00fcrde. Das muss zumindest soviel Eindruck gemacht haben, das er endlich Platz machte.<\/p>\n<p>Ich fluchte mit dem Guide noch etwas vor mich hin und merkte erst jetzt, was f\u00fcr einen derben Gegenwind wir nun hatten. Wir hatten uns aus der Gruppe gel\u00f6st, und f\u00fchrten sie jetzt an. Wir legten uns tief aufs Rad und wechselten regelm\u00e4\u00dfig die Position damit wir uns zumindest untereinander etwas Windschatten geben sollten.<\/p>\n<p>Die letzten Kilometer bis zur Elbbr\u00fccke zogen sich schier ins unendliche. Der Wind verlangte alles von einem ab und kostete wertvolle K\u00f6rner.<\/p>\n<p>K\u00f6rner die auf den letzten Kilometer fehlen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Kilometer 95 war erreicht! Nun wollte ich langsam in den Zielsprint gehen. Immer \u00f6fter versuchten die \u201cWindschattenfahrer\u201c an uns vorbei zu kommen. Manche schafften es, mancher war schwer am k\u00e4mpfen und schaffte es doch nicht.<\/p>\n<p>Rasant kurbelten wir durch die Speicherstadt. Nun zog die Strecke wieder an. Nach den absolvierten Kilometern tat die Steigung in Richtung Hauptbahnhof weh und zog immer mehr die Kraft aus den Oberschenkeln. Jetzt will man nat\u00fcrlich keine Pl\u00e4tze mehr verlieren und gibt alles um seine Position zu halten.<\/p>\n<p>Doch nicht wie erwarten bog die Stra\u00dfe vor dem Bahnhof in die M\u00f6nckebergstra\u00dfe, sondern f\u00fchrte geradeaus weiter. Es konnte laut Tacho ja nur noch ein Kilometer sein, dachte ich zumindest\u2026<\/p>\n<p>Doch die Strecke f\u00fchrte noch \u00fcber den Ballindamm an der Binnenalster entlang. Nun kam ein Bogen mit einer Zeitmessung. Ich sprintete noch einmal los und konnte einige Kontrahenten stehen lassen. Ich \u00fcberfuhr die Zeitmessung und stellte mich auf das Ausrollen ein\u2026<\/p>\n<p>Aber? Es ging ja immer noch weiter. Von einigen wieder \u00fcberholt versuchte ich noch einmal die letzten Kr\u00e4fte zu mobilisieren.<\/p>\n<p>Die Strecke f\u00fchrte noch weiter \u00fcber den Jungfernstieg und dem G\u00e4nsemarkt. Weiter \u00fcber die Kaiuser-Wilhelm-Stra\u00dfe und Gro\u00dfe Johannisstra\u00dfe von der entgegengesetzten Seite in die M\u00f6nckebergstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Ich hatte mit allem gerechnet, nur nicht, das ich am Ende des Rennens tats\u00e4chlich 106 Kilometer auf meinem Tacho stehen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Mit allerletzter Kraft rollte ich \u00fcber die endg\u00fcltige Ziellinie. F\u00fcnf Kilometer im Zielsprint, durch diesen Irrtum noch weitere sechs Kilometer, mehr oder weniger im Sprintmodus\u2026, das hat an den letzten Kr\u00e4ften gezerrt!<\/p>\n<p>Trotz allem bin ich \u00fcbergl\u00fccklich im Ziel angekommen und genoss die letzten Meter in der Ausrollphase.<\/p>\n<p>Das Highlight vom Jahr 2015 war geschafft! Ich h\u00e4tte schreien k\u00f6nnen vor Gl\u00fcck!<\/p>\n<p>Au\u00dfer das nicht f\u00fcr jeden Finisher eine Teilnehmer-Medaille bereit lag (mehr Teilnehmer als wohl erwartet) waren auch die Transponder-R\u00fcckgabe und die Verpflegung ganz gut durchorganisiert.<\/p>\n<p>Unserer M\u00e4dels waren schnell gefunden. Dank der Cyclassics-App, die wirklich auf die Sekunde genau funktionierte, konnten Sie meine Zieleinfahrt live mitverfolgen.<\/p>\n<p>Es dauerte nur wenige Minuten, dann konnte ich meine ersten Zeiten und die erreichte Platzierung auf der App einsehen. Ich traute meinen Augen kaum!<\/p>\n<p><strong>100km in 2:45:56h! Ein Durchschnitt von 38,33 km\/h <\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte mit allem gerechnet, nur nicht mit einer Zeit unter drei Stunden!<\/p>\n<p>An essen war erst Mal nicht zu denken. So p\u00e4ppelte ich mich mit k\u00fchlem Weizenbier wieder auf.<\/p>\n<p>Thomas lie\u00df auch nicht lange auf sich warten. Seine Bef\u00fcrchtung hat sich nat\u00fcrlich nicht bewahrheitet und er ist weit vor dem Besenwagen ins Ziel gerollt! Voller Stolz zischten wir unser weizenbier und es war jetzt schon klar: 2016 sind wir wieder mit am Start, wenn der Startschuss f\u00e4llt, zur 21. Ccyclassics in Hamburg!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider war die Heimfahrt sehr Staulastig und wir brauchten \u00fcber als drei Stunden l\u00e4nger als auf der Hinfahrt\u2026 aber die folgenden Bilder machen jede Minute auf der Autobahn wieder wett\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielen Dank an die Firma Sim f\u00fcr den Transport!<\/p>\n<p>Vielen Dank an Stefanie und Bernd von <a href=\"http:\/\/www.transalp-shuttle.com\">www.transalp-shuttle.com<\/a>, die von euch geplante Transalp war das n\u00f6tige Training f\u00fcr diesen pers\u00f6nlichen Erfolg!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gro\u00dfes Rennwochenende stand an, die Hamburg Cyclassics. Dank der Firma SIM aus Laubach war die Frage Transport und Logistik schnell gekl\u00e4rt. 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