{"id":1630,"date":"2015-06-14T20:33:56","date_gmt":"2015-06-14T20:33:56","guid":{"rendered":"http:\/\/cyclotourers.de\/?p=1630"},"modified":"2020-03-09T22:01:38","modified_gmt":"2020-03-09T22:01:38","slug":"rund-um-koeln-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cyclotourer.de\/?p=1630","title":{"rendered":"Rund um K\u00f6ln 2015"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201cRund um K\u00f6ln\u201c&nbsp;&nbsp; &#8211; 69 km Durststrecke &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem der 1.Mai wegen eines mutma\u00dflichen Terroristen abgesagt werden musste, sollte nun das Radrennen \u201cRund um K\u00f6ln\u201c mein erstes \u201crichtiges\u201c Rennradrennen werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63312607_lowres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2205 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63312607_lowres-300x199.jpg\" alt=\"sportograf-63312607_lowres\" width=\"300\" height=\"199\"><\/a>Eigentlich mein Zweites, aber die Velotour Eschborn\/Frankfurt, das legend\u00e4re Frankfurter Stra\u00dfenrennen, absolvierte ich im Jahr 2014 ja mit meinem Cyclocross. LINK<\/p>\n<p>Nun hoffte ich mit meinem Rennrad, einem Focus Cayo 1.0, auf eine Steigerung meiner Gesamtzeit. Aufgrund der unterschiedlichen Strecken war es zwar kein direkter Vergleich, aber ich hatte eine Zeitnahme auf einer fast genauso langen Strecke vom Vorjahr. Diese konnte ich, trotz einigen H\u00f6henmetern unterschied, als grobe Richtlinie nehmen.<\/p>\n<p>Ein Arbeitskollege, Thomas und ich wollten eigentlich ein Tag fr\u00fcher nach K\u00f6ln reisen. Aus organisatorischen und zeitlichen Gr\u00fcnden sollte es einfach nicht sein. So reisten wir morgens in die Karnevalshochburg.<\/p>\n<p>Thomas und ich trafen uns rund 2 km vom Ort des Geschehens entfernt. So hatten wir aber noch eine kurze Strecke um die Technik der Bikes zu testen. Wir machten uns zusammen auf, um unsere Startpakete an der Ausgabe abzuholen. Obwohl schon einiges los war, bekamen wir unseren Transponder und den Starterbeutel schnell ausgeh\u00e4ndigt. Dazu waren einige Firmen rund um den Radsport mit am Start. Sie stellten in ihren Pavillons die Neuheiten aus. Skoda, der Hauptsponsor dieses Events sorgte zus\u00e4tzlich f\u00fcr Stimmung. Rund um verbreitete sich das n\u00f6tige Rennflair und wir konnten den Start kaum erwarten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7134.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2211 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7134-300x225.jpg\" alt=\"IMG_7134\" width=\"300\" height=\"225\"><\/a><\/p>\n<p>Wir trafen uns noch mit einem Freund von Thomas. Nachdem meine Partnerin die 2km Strecke vom Auto zum Start\/Zielbereich zu Fu\u00df zur\u00fcckgelegt hatte, mussten wir schon wieder in Richtung Autos aufbrechen. Wir brachten die Startnummer an, ein letzter Check von den Bikes und wir gingen in die Aufw\u00e4rmrunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7129.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2209\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7129-300x225.jpg\" alt=\"IMG_7129\" width=\"300\" height=\"225\"><\/a>&nbsp; &nbsp; &nbsp;<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7131.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2210\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7131-300x225.jpg\" alt=\"IMG_7131\" width=\"300\" height=\"225\"><\/a><\/p>\n<p>Die Zeit verflog f\u00f6rmlich. Da wir alle aus unterschiedlichen Startbl\u00f6cken starteten, trennten sich nun unsere Wege. Es war schon abzusehen, dass wir uns fr\u00fchestens im Zielbereich wieder sehen w\u00fcrden. Thomas fand ich erfreulicher Weise direkt gegen\u00fcber wieder. So konnten wir uns noch gegenseitig mit flotten Spr\u00fcchen aufheizen. Dazu leistete mir meine Partnerin hinter der Absperrung Gesellschaft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63281379_lowres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2193 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63281379_lowres-300x200.jpg\" alt=\"sportograf-63281379_lowres\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a><\/p>\n<p>Der Startschuss fiel! Wie in den letzten Minuten vor dem Startschuss redete ich mir kontinuierlich ein, auf den ersten Kilometern nicht zu viel zu geben. \u201eKr\u00e4fte sparen! Gruppe suchen und Windschatten nutzen! In der Gruppe auf die \u201cWilden\u201c aufpassen\u2026\u201c<\/p>\n<p>Ich kam ganz gut am Start weg. Wenige Meter nach dem Start f\u00fchrte die Strecke in einen Tunnel. Es wurde immer wieder gewarnt, doch so sehr verengte er sich gar nicht. Man musste nicht so h\u00f6llisch aufpassen wie vorhergesagt. Da es leicht absch\u00fcssig war, bekam man hier schon gutes Tempo drauf.<\/p>\n<p>Schnell fand ich eine kleine Gruppe, an die ich mich zun\u00e4chst dran h\u00e4ngen wollte. Die wurde mir aber nach kurzer Zeit zu langsam. Ohne M\u00fche konnte ich mich in der Gruppe halten. Ich schob mich weiter nach vorne und setzte mich bald ab. Nat\u00fcrlich zog ich weitere Kontrahenten mit, die meinen Windschatten zu ihrem Vorteil nutzten.<\/p>\n<p>Kurz darauf konnte ich die n\u00e4chste Gruppe erreichen. Schob mich erneut weiter nach vorne und setzte mich wieder ab. Schon wurde der Pulk hinter mir wieder gr\u00f6\u00dfer. Gruppenf\u00fchrer wollte ich nat\u00fcrlich nicht wieder machen. Wer den Bericht vom 1.Mai 2014 kennt, wei\u00df was ich damit meine.<\/p>\n<p>Ich nahm ein wenig Tempo raus. Ich merkte, dass es auf den ersten Kilometern doch schon ganz sch\u00f6n flott voran ging. Mit dem Blick auf die weiteren 60km warnte ich mich immer wieder selbst, das Tempo entsprechend anpassen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nach etwa 5 km wurde die Stra\u00dfe holprig. Meine Pedale klemmte kurz.&nbsp; Jedoch konnte ich den Fehler &nbsp;nicht gleich feststellen. Da ich mitten in einer Gruppe war, h\u00e4tte ein pr\u00fcfender Blick nach unten schnell zum Verh\u00e4ngnis werden k\u00f6nnen. Der Grund sollte aber mit einem Schlag klar werden. Hinter mir schrie ein Mitstreiter laut: \u201eFlasche\u2026!!!\u201c.<\/p>\n<p>Eine meiner Trinkflaschen hatte sich verabschiedet! Nun hatte ich nur noch eine Trinkflasche mit Isotonischem Treibstoff. Mir war klar, dass ich mir meinem letzten Kohlenhydrat-Speicher auf den restlichen 65km entsprechend einteilen musste.<\/p>\n<p>Nun verlief es erst mal unspektakul\u00e4r. Einmal kamen einzelne Fahrer hechelnd an uns vorbei, dann \u00fcberholten wir wieder welche. Manche h\u00e4ngten sich mit an unsere Gruppe, manche traten schnaufend in ihren Pedalen und blieben in ihrem Trott.<\/p>\n<p>Es wunderte mich ein wenig, warum einige jetzt schon so sehr am schnaufen waren. Wir waren schlie\u00dflich erst wenige Minuten nach dem Startschuss auf der Strecke.<\/p>\n<p>Es kam eine andere Gruppe an uns vorbei gerauscht. Da ich noch gen\u00fcgend Luft hatte und sich meine Beine dem Rennen entsprechend aufgew\u00e4rmt hatten, l\u00f6ste ich mich aus der Gruppe und h\u00e4ngte mich an den schnelleren Zug. Ich profitierte aus dem Windschatten und konnte ohne gr\u00f6\u00dfere M\u00fche mithalten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kam der Ehrgeiz in mir auf! Ich schmiedete mit jedem weiterem Kilometer einen Plan, wie ich weitere Pl\u00e4tze gut machen k\u00f6nnte. Das einzige was mich ins straucheln bringen konnte, war die f\u00fcr mich unbekannte Streckenf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Nach etwa zehn Kilometer h\u00f6rte ich wieder jemanden hinter mir schreien: \u201eFlasche\u2026!!!\u201c.<\/p>\n<p>Ich brauchte gar nicht nach unten sehen. Wenige Sekunden zuvor sp\u00fcrte ich, dass etwas an meinem Schienbein vorbei geflogen war.<\/p>\n<p>In Sachen Kraft nachtanken war nun gar nichts mehr drin. Genau so wenig wie ich \u00fcber den Streckenverlauf wusste, wusste ich ob es unterwegs Versorgungsstationen geben w\u00fcrde. Das sollte wohl ein trockenes Rennen geben! Die gl\u00fchende Sonne am Himmel und die immer hei\u00dfer werdenden Temperaturen versprachen mir das gleiche\u2026<\/p>\n<p>Trotz alledem konnte ich mich in der Gruppe halten. Ich schaute immer, dass ich nicht mitten im Pulk fahren musste. Manche Fahrer verga\u00dfen offensichtlich, dass es bei den \u201cJedermann-Rennen\u201c kein Pott zu holen gibt. Mit ihrem Gedr\u00e4nge und den internen Hetzjagen in der Menge, werden mehr St\u00fcrze riskiert als die es die ganze Sache eigentlich Wert ist. Und was macht es schon\u2026, ob man nun am Ende den achtzigsten, oder dann doch nur den dreiundachtzigsten Platz belegt? Dazu belegt man den Platz erst an der Ziellinie und nicht nach zwanzig Kilometern, noch ziemlich am Anfang des Rennens. Wer trotzdem der Meinung ist, der sollte doch besser die Gruppe anf\u00fchren. Wobei ich denke, dass dann doch bei den Meisten der Schmalz im Schenkel fehlt.<\/p>\n<p>Die Erfahrung, dass es doch auf der Strecke verdammt eng werden kann, musste ich etwa zehn Kilometer vor dem Ziel machen. Es endete mit massivem K\u00f6rperkontakt, dazu noch dicht an einem Bordstein.<\/p>\n<p>Mit etwa 45 km\/h meinte ein \u00e4lterer Fahrer mich \u00fcberholen zu m\u00fcssen. Er wollte mich entweder seitlich weg dr\u00e4ngen, oder zumindest so schneiden, dass ich wesentlich an Tempo verliere. \u00dcberholen w\u00e4re eigentlich &nbsp;gar nicht m\u00f6glich gewesen, da unser Vordermann nicht &nbsp;mal ein Meter vor uns war. Ist das Fairplay? Oder einfach nur Wahnsinn?<\/p>\n<p>So langsam nahmen die Steigungen zu. Dem Raunen meiner Nebenm\u00e4nner konnte man entnehmen, dass es langsam auf die Bergwertungen zuging. Auf den n\u00e4chsten zehn Kilometer kamen die meisten H\u00f6henmeter. Mal mit einer steileren Rampe, mal wieder etwas flacher. Man musste nun schon fester in die Pedalen treten, um seine Position zu halten. Hier trennte sich das erste Mal die Spreu vom Weizen. Die Gruppe zog sich auseinander. Mancher keuchte mehr als zuvor, Andere profitierten aus ihrer Fitness oder gar vom geringeren K\u00f6rpergewicht und zogen ihr Tempo an. Mein Defizit, mit etwa 95kg liegt meine Schw\u00e4che gerade an den Bergwertungen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63306711_lowres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2202 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63306711_lowres-300x200.jpg\" alt=\"sportograf-63306711_lowres\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a><\/p>\n<p>Aber das sollte ja nicht alles sein! Am Ende der zehn Kilometer kam eine weitere Herausforderung. Der steilste Anstieg mit etwa 20% Steigung. Dazu Kraftzerrendes ruppiges Kopfsteinpflaster!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63289617_lowres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2200\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63289617_lowres-300x200.jpg\" alt=\"sportograf-63289617_lowres\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a>&nbsp; &nbsp;&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63294468_lowres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2201\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63294468_lowres-200x300.jpg\" alt=\"sportograf-63294468_lowres\" width=\"200\" height=\"300\"><\/a><\/p>\n<p>Trotz der Durststrecke konnte ich hier einiges rausholen! Ich \u00fcberholte einige Mitstreiter meiner Gruppe.&nbsp; Zum Ende der kraftraubenden, etwa f\u00fcnfzig Meter langen Rampe, konnte ich mich sogar wieder an die Spitze K\u00e4mpfen. Gepuscht von den zahlreichen Zuschauern, ihrem Anfeuerungen und dem lautem Trubel verga\u00df ich sogar die Durststrecke und der Ehrgeiz presste die Kraft aus den Schenkeln, \u00fcber die Sohle in die Pedale.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63309972_lowres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2204 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63309972_lowres-300x200.jpg\" alt=\"sportograf-63309972_lowres\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a><\/p>\n<p>Es folgte nun eine l\u00e4ngere Abfahrt. Jetzt profitierte ich aus meinem Gewicht. Die Kilos dr\u00fcckten mich zus\u00e4tzlich den Berg hinunter. Mit \u00fcber 75 km\/h konnte ich mich von der Gruppe l\u00f6sen. Mit der n\u00e4chsten Gruppe im Blick, k\u00e4mpfte ich mich immer weiter. Zweihundert, vielleicht zweihundertf\u00fcnfzig Meter waren aufzuholen um an die n\u00e4chste Gruppe zu gelangen! Wenn ich mich ihr h\u00e4tte anschlie\u00dfen k\u00f6nnen, dann h\u00e4tte ich wieder Kr\u00e4fte sparen und mich f\u00fcr die n\u00e4chsten Kilometer im Windschatten ausruhen k\u00f6nnen! \u201eGeb alles\u2026!\u201c Schrie ich mir innerlich zu!<\/p>\n<p>Doch der kommende langgezogener Anstieg und die nun seit \u00fcber 35km anstehende Durstrecke machten sich bemerkbar. Als Einzelfahrer hatte ich nicht die Kraft gegen den Fahrtwind anzuk\u00e4mpfen. Ich n\u00e4herte mich zwar der Gruppe, doch ich kam nicht bis in den rettenden Windschatten.<\/p>\n<p>Ich schaute mehrmals zur\u00fcck. War die Strecke flacher oder ging es etwas abw\u00e4rts, konnte ich die Distanz zu meinen Verfolgern halten, zog die Strecke wieder an, verringerte sich der Abstand zusehends. An die n\u00e4chste Gruppe kam ich einfach nicht dran. Langsam verklebte mein Mund, meine Zunge schliff schon fast auf dem Asphalt\u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63286082_lowres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2195 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63286082_lowres-300x200.jpg\" alt=\"sportograf-63286082_lowres\" width=\"300\" height=\"200\"><\/a><\/p>\n<p>Durst, jetzt machte sich die Durststrecke bemerkbar. Die Kraft lies sp\u00fcrbar nach! Ich musste den Gedanken, die n\u00e4chste Gruppe noch erreichen zu k\u00f6nnen, aufgeben. Die schnurrenden Freilaufnaben meiner Verfolger wurden immer lauter. Meine Verfolger hatten mich wieder eingeholt.<\/p>\n<p>Aus dem Windschatten konnte ich jedoch gleich wieder profitieren. Ich konnte mich im vorderen Drittel der Gruppe halten. Ich fragte ein Mitstreiter nach einem Schluck Wasser. Es war wirklich nur Wasser\u2026 Aber es feuchtete wenigstens den Mundraum an. Ein Tropfen auf dem hei\u00dfem Stein, f\u00fcr den Moment jedoch besser als gar nichts!<\/p>\n<p>Die Beine wurden trotzdem tr\u00e4ge. Sie wollten eigentlich nur noch in der br\u00fctenden Sonne liegen, anstatt weiter zu treten. Aber ich wollte nicht aufgeben!<\/p>\n<p>Langsam f\u00fchrte uns die Strecke schlie\u00dflich Stadteinw\u00e4rts. Laut Tacho sollten es auch nur noch wenige Kilometer sein. Nun wurde es unruhiger in der k\u00e4mpfenden Meute. Einzelk\u00e4mpfe gingen im dichten Gedr\u00e4nge los. Ich l\u00f6ste mich seitlich aus der Gruppe, mir war das Sturzrisiko einfach zu hoch!<\/p>\n<p>Trotz alledem hielt ich meine Position. Jetzt kamen die letzten H\u00f6henmeter \u00fcber die \u201cDeutzer Br\u00fccke\u201c. Eigentlich ein nicht nennenswerter Anstieg von wenigen Metern. Wer zu fr\u00fch in den immer schneller werdenden Endspurt gegangen war, dem fehlten jetzt bei kr\u00e4ftigem Gegenwind auf der Br\u00fccke die letzten K\u00f6rner. Die Gruppe zog sich mit jedem Meter weiter auseinander. Zum Gl\u00fcck! Sonst w\u00e4re vielleicht die letzte Kurve, von der Br\u00fccke auf die Zielgeraden, f\u00fcr einige zum Verh\u00e4ngnis geworden. Vielleicht auch f\u00fcr mich? Wer wei\u00df das schon!?<\/p>\n<p>Die Kontrahenten gingen teils schon in den Wiegetritt. Ich hielt mich noch zur\u00fcck, das war mir einfach noch zu fr\u00fch\u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63312864_lowres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2206 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/sportograf-63312864_lowres-300x199.jpg\" alt=\"sportograf-63312864_lowres\" width=\"300\" height=\"199\"><\/a><\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe f\u00fchrte etwas ansteigend unter der Br\u00fccke durch. Jetzt war es flach und wir hatten vielleicht noch 500 Meter bis zum Ziel\u2026 Wiegetritt, tief auf dem Rad, gro\u00dfer Gang! Gepuscht von hunderten Zuschauern\u2026 Und mein letzter Plan ging auf. Ich konnte einige Rivalen auf den letzten Metern \u00fcberholen. Als Einer der Ersten von der Gruppe flog ich f\u00f6rmlich \u00fcber die Ziellinie!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7141.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2212 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_7141-225x300.jpg\" alt=\"IMG_7141\" width=\"225\" height=\"300\"><\/a><\/p>\n<p>Was ein Tag, 60km Durststrecke waren geschafft!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cRund um K\u00f6ln\u201c&nbsp;&nbsp; &#8211; 69 km Durststrecke &#8211; Nachdem der 1.Mai wegen eines mutma\u00dflichen Terroristen abgesagt werden musste, sollte nun das Radrennen \u201cRund um K\u00f6ln\u201c [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1631,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[119],"tags":[73],"class_list":["post-1630","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rennen","tag-rund-um-koeln"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1630"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1630\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2834,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1630\/revisions\/2834"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1631"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}