{"id":1616,"date":"2011-09-20T20:04:53","date_gmt":"2011-09-20T20:04:53","guid":{"rendered":"http:\/\/cyclotourers.de\/?p=1616"},"modified":"2017-11-24T19:18:21","modified_gmt":"2017-11-24T19:18:21","slug":"flensburg-zuerich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cyclotourer.de\/?p=1616","title":{"rendered":"Flensburg &#8211; Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"<h1>Flensburg &gt; Z\u00fcrich<\/h1>\n<h4>1500km H\u00f6hen und Tiefen<\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1954 size-large\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/1-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"869\" height=\"652\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/1-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/1-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 869px) 100vw, 869px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #454545; font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 20px;\">Wie alles begann (Im Moment plane ich meinen (Sommer-)Urlaub 2011)<\/span><\/p>\n<p>Mein Vorhaben ist ganz kurz beschrieben, eine kleine Fahrradtour von Flensburg nach Z\u00fcrich. Rund 1100km. \u00dcbernachtet wird in Jugendherbergen oder Pensionen. Die Anreise erfolgt mit dem Zug, Ticket wurde mind. 4 Wochen im Voraus gebucht und kann sich mit 34,00\u20ac (incl. Bike) wohl sehen lassen.<\/p>\n<p>Auf der Strecke sollte auf jeden Fall Hamburg liegen, was ja nicht ein Problem darstellen, aber einen Umweg in Kauf nehmen sollte.<\/p>\n<p>Also habe ich mich hingesetzt und meine Tourenplanung begonnen. Nach langem Hin und Her und langem Suchen nach geeigneten Radwegen die Planung abschlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der im Vorfeld bedachte Ochsenweg von Flensburg nach Hamburg sollte als erste Etappe ein reiner Radweg sein, w\u00fcrde im nach Hinein jedoch mit knapp 250km (90km Umweg) den Rahmen sprengen. Also hab ich mich entschieden, diese Strecke auf Landstra\u00dfen und Nebenstrecken hinter mich zu bringen. Der Abschnitt mit ca. 160 km und wenigen H\u00f6henmetern sollte an einem Tag zu schaffen und ein sch\u00f6ner Einstieg sein.<\/p>\n<p>Danach geht es weiter nach Bremen, mit rund 115km, eine etwas k\u00fcrzere Tagesetappe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1955 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2-300x243.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2-300x243.png 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wenn Bremen geschafft ist, geht es auf den Weserradweg wieder Richtung S\u00fcden, dieser soll dann in Rinteln nach ca. 120km enden, und der Weg weiter \u00fcber Land- und Nebenstra\u00dfen zur 135km entfernten Edertalsperre f\u00fchren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1956 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.png\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"244\" \/><\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes Ziel war eigentlich Mainz geplant, da jedoch vorerst kein passender Radweg gefunden wurde, war die Strecke ebenfalls auf Nebenstra\u00dfen \u00fcber Winterberg angedacht. Durch Zufall war ich dann auf den Radweg R8 (Vom Edertal zur Bergstra\u00dfe) gesto\u00dfen. Da mir dieser nach einem kleinen Bericht zusagte, sollte dieser in die Planung aufgenommen werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1957 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4-209x300.png\" alt=\"\" width=\"209\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4-209x300.png 209w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><\/p>\n<p>Also werde ich diesen auch bis zu irgendeiner Abbiegung zum Rhein oder aber bis Heppenheim durchradeln wollen, wo direkt der Rheintal-Weg anschlie\u00dfen wird. In Schaffhausen ist dann eine \u00dcbernachtung eingeplant. Von hier soll es dann \u00fcber die Grenze in Richtung Z\u00fcrich gehen, wo ich hoffentlich zwei bekannte Gesichter begegnen werde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1958 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/5-219x300.png\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/5-219x300.png 219w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/5.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/p>\n<p>Ich hoffe im Vorfeld, dass ich keinen Kettenriss und Speichenbruch erlebe und freue mich auf ein neues und noch v\u00f6llig unbekanntes Abendteuer.<\/p>\n<p>Geradelt wird mit Rucksack und eventuell einem Gep\u00e4cktr\u00e4ger, der an die Sattelstange geklemmt wird. Angeboten bekam ich ein GPS f\u00fcrs Fahrrad, m\u00f6chte aber gerne darauf verzichten und werde diese oben aufgef\u00fchrten Karten als Orientierung nutzen. Als einziges technisches Highlight wird nur mein Mobiltelefon am Mann sein, wenn es gar nicht weitergehen sollte, kann mir das integrierte GPS weiter helfen, vorausgesetzt der Akku gibt nicht gerade in diesem Moment auf.<\/p>\n<p>Mitgenommen soll also nur das N\u00f6tigste, was man so zum Radeln braucht. Aus dem Internet habe ich eine ganz passable Auflistung gezogen, wo ich mich orientieren wollte, habe mich aber f\u00fcr die folgenden Gegenst\u00e4nde entschieden:<\/p>\n<p>Zum Radeln:<br \/>\n&#8211; 2x Trikot<br \/>\n&#8211; 2x Funktionsunterhemden<br \/>\n&#8211; 2 Radhosen<br \/>\n&#8211; 1 lange Radhose<br \/>\n&#8211; 1 w\u00e4rmere Windjacke<br \/>\n&#8211; 1 Regenjacke<br \/>\n&#8211; Fahrradschuhe<br \/>\n&#8211; 2P Funktionssocken<br \/>\n&#8211; 1 Funktionsshirt<\/p>\n<p>F\u00fcr abends:<br \/>\n&#8211; 2 T-Shirts<br \/>\n&#8211; 1 Outdoor-Hose<br \/>\n&#8211; 2P Socken<br \/>\n&#8211; 3 U-Hosen<br \/>\n&#8211; 1 Langarmshirt<br \/>\n&#8211; 2 kl Handt\u00fccher<br \/>\n&#8211; Badelatschen<\/p>\n<p>Werkzeug:<br \/>\n&#8211; Multitool<br \/>\n&#8211; 2x Ersatzschlauch<br \/>\n&#8211; 2x Kettenschl\u00f6sser<br \/>\n&#8211; Panzertape<br \/>\n&#8211; Kabelbinder<br \/>\n&#8211; Kl. Schraubendreher<br \/>\n&#8211; 1 Dose Kettenspray<br \/>\n&#8211; Luftpumpe<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verpflegung:<br \/>\n&#8211; 8 P\u00e4ckchen Energygel<br \/>\n&#8211; 8 Riegel<\/p>\n<p>Erste Hilfe:<br \/>\n&#8211; Vaseline<br \/>\n&#8211; Bephantenhol<br \/>\n&#8211; Mobilat<br \/>\n&#8211; Probep\u00e4ckchen Duschgel (Gewichtseinsparung)<\/p>\n<p>Nach einer Probefahrt mit dem gepacktem Rucksack flogen als erstes die Schuhe f\u00fcr Abends raus. So kam ich auf ein Gewicht von 6-7kg.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1959 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/6-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/6-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/6-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/6.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich das Bike:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1960 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/7-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/7-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/7-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/7-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/7.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ein Focus Redskin der 29er-Serie, ausgestattet mit dem Reifen \u201cTourenPlus von Schwalbe\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4>The Day before\u2026 Zweifel?<\/h4>\n<p>Fahrrad gecheckt, Rucksack zum hundertsten Mal gepackt und den Inhalt auf\u00b4s Minimum reduziert \uf0e0 6kg (!). Das Wetter f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage vorhersagen lassen und alle Papiere und Routenpl\u00e4ne eingepackt. Gepr\u00fcft, dass in der Vorplanung nix vergessen ging. Und trotzdem fehlt das Wesentliche, die \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Was macht man? Gibt man sich den Stress und den Zeitdruck und bucht alle \u00dcbernachtungen besser vorher? Ich habe mich entschieden es nicht zu tun, um freier in der Entscheidung, und freier mit der Zeit zu sein. Zeitdruck, Leistungsdruck und Stress hat man doch den ganzen Tag oder besser das ganze Jahr im Berufsleben. Also habe ich mich entschieden, mir diese Pflicht zu nehmen und kann selber entscheiden, wenn es nicht mehr weitergehen soll, ich Pause machen mag, mir Sehensw\u00fcrdigkeiten geben oder einfach weiter und weiter fahren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Im Moment bin ich hundem\u00fcde, aber noch nicht bereit ins Bett zu gehen. Kann mir schon denken, dass ich um 5Uhr wieder wach sein werde.<\/p>\n<p>Es ist ein komisches Gef\u00fchl, hundert Fragen gehen durch den Kopf. Wird es ein kleines\/gro\u00dfes Abenteuer? Was wird auf mich zukommen oder mich erwarten? W\u00e4re es besser gewesen mit \/ in einer Gruppe zu fahren? \u2026<\/p>\n<p>Der Kopf versucht zu berechnen was alles schief gehen kann\u2026<\/p>\n<p>Es kann aber nichts schief gehen, da alles vorbereitet, und das Material in einem \u201cTop Zustand\u201c ist.<\/p>\n<p>Man versucht zumindest gegenzusteuern\u2026<\/p>\n<p>Aber hat man nicht bei jedem kleinen oder gr\u00f6\u00dferen Vorhaben immer mal Zweifel?<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen bin ich optimistisch und freue mich im tiefsten Inneren auf die Tour. Ich hoffe viele nette und neue Menschen kennenzulernen und hoffe hier und da auf Gleichgesinnte zu sto\u00dfen oder man sich zumindest Streckeweise einer Gruppe anschlie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Zwischendurch hab ich die eine oder andere Begegnung eingeplant, wo ich mich ebenfalls drauf freue.<\/p>\n<p>Also versuch ich bald mit positiven Gedanken ins Bett zu springen und die eigene und gewohnte Umgebung zu genie\u00dfen. Morgen ist die Unterkunft in einem Hostel gesichert, \u00fcbermorgen\u2026(?) ist die \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit noch offen, aber es wird sich schon etwas ergeben\u2026<\/p>\n<p>Ich freue mich schon auf die Tour, auf das was ich erleben werde, und auf das, was ich am \u201cDay after\u2026\u201c berichten kann.<\/p>\n<p>Also w\u00fcnscht mir (k)ein Kettenriss und Speichenbruch\u2026<\/p>\n<h4>Zugfahrt &gt; D\u00e4nemark &#8211; Die Reise beginnt<\/h4>\n<p>Bereits um 6:00Uhr klingelte der Wecker. Es sollte sich gem\u00fctlich fertig gemacht werden und noch mal ein letzter Blick aufs Gep\u00e4ck geworfen werden, dass auch nichts vergessen geht. Aber wie es immer so ist, wurde so lange getr\u00f6delt, dass es morgens fast in Stress ausgeartet w\u00e4re. Um 9:35 Uhr sollte der Zug in Gie\u00dfen abfahren, also kam Patrick eineinhalb Stunden zuvor, mich abzuholen. Lieber bisschen zu fr\u00fch, auch hier wieder das Sicherheitsdenken \u201ces k\u00f6nnte ja was dazwischen kommen\u201c.<\/p>\n<p>Wir waren 30 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof und ich hatte gen\u00fcgend Zeit noch einen Kaffee zu schl\u00fcrfen und eine Kleinigkeit zu essen.<\/p>\n<p>Der Zug kam und es ging p\u00fcnktlich los. Die Fahrt sollte f\u00fcr mich bei der ersten Umsteigestation Hannover enden. Da gen\u00fcgend Fahrradstellpl\u00e4tze vorhanden waren, gab es zumindest hier, schon mal keine Probleme. Ein Sitzplatz mit Blickn\u00e4he zum Bike war schnell gefunden und der Zug rollte z\u00fcgig an.<\/p>\n<p>Bis sich jeder einen Platz gesucht, und seine Sachen verstaut hatte, schaute ich mich mal nach Bikern die eventuell \u00c4hnliches vorhatten, um. \u201cSchwer bepackte Bikes\u201c waren schlie\u00dflich mit an Bord. Einer von ihnen sa\u00df direkt hinter mir, also suchte man den ersten Blickkontakt, um eventuell ein Gespr\u00e4ch beginnen zu k\u00f6nnen. Dieser Herr wich jedoch jedem Kontakt aus und signalisierte eine gewisse Ignoranz.<\/p>\n<p>Zwei Sitze weiter vorne sa\u00df ein junges M\u00e4del, wo ich erst auf eine Studentin tippte, die jedoch mit riesigen Kopfh\u00f6rern und einem MP3-Player besch\u00e4ftigt war. Vor dieser, eine Gruppe von 3 Herren mittleren Alters, ebenfalls mit bepackten Bike\u00b4s an Bord gestiegen.<\/p>\n<p>Also fuhr ich in Gedanken versunken mit der Bahn dahin, bis wir letztendlich in Hannover ankamen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dem Aussteigen, wo es dann doch nicht ganz ohne gegenseitige Hilfeleistung gehen sollte, kam ich mit der Dreiergruppe ins Gespr\u00e4ch. Sie waren von Wolfsburg angereist. Ihre Tour sollte mit rund 200km in 2 Tagen, von Hannover nach Wolfsburg, zur\u00fcckgehen. Sie waren erstaunt \u00fcber mein Vorhaben. W\u00fcnschten uns nach einem kurzem Gespr\u00e4ch eine gute und pannenfreie Fahrt, und gingen wieder auseinander.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1961 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/8-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/8-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/8-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/8-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/8.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Hannover war der Startbahnhof f\u00fcr den darauffolgenden Zug und stand bereits l\u00e4ngere Zeit am Gleis. Also wieder Fahrrad unterbringen, Sitzplatz suchen und den Rucksack verstauen.<\/p>\n<p>Wie ich feststellen konnte, war es der gleiche Zug, wie der, mit dem ich von Gie\u00dfen kam. Er wurde sogar dort stehen gelassen, wo wir ausgestiegen waren. Fiel mir jedoch erst sp\u00e4ter auf, da ich aufgrund der Wartezeit den Bahnhof kurzzeitig verlassen hatte.<\/p>\n<p>Bis auf das junge M\u00e4del mit den riesigen Kopfh\u00f6rern war kein bekanntes Gesicht mehr im Zug. Also setzte ich mich auf meinen alten Platz und hoffte, dass es bald weiter ginge.<\/p>\n<p>Hinter mich setzte sich eine \u00e4ltere Frau. Es dauerte nur kurze Zeit, da kamen wir ins Gespr\u00e4ch. Nachdem sie mich fragte, wo denn meine Reise hingehen sollte und ich ihr mein Vorhaben schilderte, erz\u00e4hlte sie mir, dass sie mit Ihrem Mann und ihren Kindern neben etlichen Touren im landesinneren, die komplette K\u00fcste D\u00e4nemarks per Fahrrad abgefahren w\u00e4re. Jetzt aber nur noch Urlaub auf Sylt machen w\u00fcrde, dies ganz ohne Fahrrad, weil sie zuhause in Hannover genug Fahrrad fahren w\u00fcrde. Der Wehmut war der Dame bei ihren Erinnerungen anzumerken, so versuchte ich das Gespr\u00e4ch auf andere und heitere Themen umzulenken.<\/p>\n<p>Kurz darauf f\u00fchrte das junge M\u00e4del ein aufgeregtes Gespr\u00e4ch am Telefon. Sie schilderte das ihr Fahrrad kaputt w\u00e4re und sich nicht mehr in die verschiedenen G\u00e4nge schalten lassen w\u00fcrde. Also bot ich meine Hilfe an, und zumindest mal die Sache anschauen k\u00f6nnte. Mein Vorhaben scheiterte an dem Alter des Models, da es noch mit ganz gew\u00f6hnlichen Schrauben und nicht wie die \u201cneueren Modelle\u201c mit Imbus-Schrauben ausgestattet war. Der Schaltzug war hinzu sowieso aufgesplissen, da w\u00e4re einen feste Verschraubung mit einen passendem Schl\u00fcssel kaum m\u00f6glich gewesen. Also erkl\u00e4rte ich ihr, dass ziemlich jeder Fahrradh\u00e4ndler dieses Problem schnell gel\u00f6st haben d\u00fcrfte. Im Gespr\u00e4ch kam heraus, das sie mit einer Freundin f\u00fcr eine Fahrradtour von Hamburg aus verabredet war.<\/p>\n<p>So ging die Zugfahrt schnell vor\u00fcber und mein letzter Umsteigebahnhof Hamburg war erreicht. Da ich hier nicht allzu lange Warte- bzw. Umsteigezeit hatte, musste ich sehen, dass ich z\u00fcgig an den richtigen Bahnsteig kam.<\/p>\n<p>Die letzte Zugfahrt war eher langweilig und die anstehenden zwei Stunden sollten sich wie eine Ewigkeit in die L\u00e4nge ziehen. Auch hier fiel wieder auf, wie viele Menschen einfach stur an jemanden vorbei gingen, v\u00f6lligst resigniert zu ihren Mitmenschen und zu ihrer Umwelt durch ihr Leben gehen. Aber diese Beobachtung sollte ich noch viele Male auf meiner Reise machen.<\/p>\n<p>Durch die Langeweile kamen wieder die ersten Selbstzweifel auf, und man machte sich Gedanken \u00fcber Dinge, die schief gehen k\u00f6nnten. Das komische Gef\u00fchl kam wieder auf und die hundert Fragen schossen erneut durch den Kopf. Also schaute man sich aus dem Zug die Landschaft an und versuchte zu berechnen wie schnell \/ lange der Zug f\u00fcr die Strecke Hamburg &gt; Flensburg ben\u00f6tigt werden und wie lange man das, wesentlich langsamer mit dem Fahrrad, brauchen w\u00fcrde. Was mich auf der Reise wirklich erwarten sollte, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt nat\u00fcrlich nicht vorstellen, wird sich aber im Verlauf der Geschichte zeigen.<\/p>\n<p>In Flensburg angekommen, fragte ich nach dem Weg zu dem bereits gebuchten Hostel. Die gesuchte Stra\u00dfe war fast um die Ecke und somit schnell erreicht. Da es noch relativ fr\u00fch am Abend war, machte ich mich noch mal mit dem Fahrrad los um Flensburg ein wenig zu erkunden. Vielleicht sollte ich auch mal an der \u201cBank\u201c vorbei kommen, wo sich mein Punktekonto befand. Hierbei kam mir in den Sinn, dass D\u00e4nemark in greifbarer N\u00e4he sei und ich ja mal zur Grenze hochfahren k\u00f6nnte. Also machte ich mich auf den Weg und spulte die ersten 10km meiner Reise an der Flensburger F\u00f6rde auf dem Fahrrad runter.<br \/>\nNach kurzer Zeit war ich an der Grenze zu D\u00e4nemark angekommen, radelte noch ein St\u00fcck Richtung Krusa und kehrte wieder nach Flensburg zur\u00fcck. Schlie\u00dflich hatte ich noch nichts im Magen und dieser begann sich mit lautem Grummeln zu beschweren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1962 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/9-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/9-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/9-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/9-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/9.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>So konnte auch keiner bem\u00e4ngeln, dass ich auf meiner \u201cNord \/ S\u00fcdtour\u201c 7 km nach D\u00e4nemark ausgelassen h\u00e4tte. Und dass keiner behauptet, ich h\u00e4tte die Bilder aus dem Internet gezogen, musste ich nat\u00fcrlich immer Bilder mit einem Beweisst\u00fcck machen.<\/p>\n<h4>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1963 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/10-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/10-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/10-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/10.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4>Tag 1 Flensburg &gt; Quickborn &#8211; Der erste Tag<\/h4>\n<p>Der erste Tag begann mit der Suche nach dem richtigen Ausgang aus Flensburg raus. Meine ausgedruckte Karte zeigte zwar die gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte, was ja auch eigentlich ausreichen sollte, aber die Beschilderungen in genau die gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte f\u00fchrten alle auf die Autobahn. Und da ich zumindest am ersten Tag noch nicht als Fahrradfahrer auf der Autobahn im Radio, und sp\u00e4ter auf der Polizeiwache enden wollte, fragte ich mich nach der richtigen Richtung durch. Diese war auch schnell gefunden und ich sollte z\u00fcgig aus Flensburg raus kommen.<\/p>\n<p>Da meine erste Etappe Richtung Hamburg auf Landstra\u00dfen geplant war, stellte ich erfreulicherweise fest, dass im hohen Norden alle Land- und Bundesstra\u00dfen parallel einen festen Fahrradweg mit eigener Beschilderung haben. So fand ich schnell mein Tempo und kam mit einer ganz passablen Geschwindigkeit voran.<\/p>\n<p>Nach den ersten Stunden und einigen Kilometern nervten, die zwar nicht direkt, an mir vorbei rauschenden LKW und PKW\u00b4s. Der Radweg war mit einem Gr\u00fcnstreifen von der Fahrbahn getrennt, aber der Verkehrsl\u00e4rm st\u00f6rte auf Dauer doch. Der L\u00e4rm sollte nicht lange anhalten, denn der geplante Weg f\u00fchrte weg von der B4 und verlief an der ruhigen L39 entlang. Teilweise waren Nebenstrecken dabei, wo keine separaten Fahrradwege von N\u00f6ten waren und man mitten auf der Landstra\u00dfe radeln konnte, ohne dass man irgendwelche Fahrzeuge behinderte.<\/p>\n<p>Hier machte sich das erste Mal ein bisschen das Gef\u00fchl von Freiheit in mir breit. Man schaute sich die Natur an, lauschte durch den Fahrtwind nach den Ger\u00e4uschen der Natur, und versuchte den Kopf abzuschalten. Dies sollte an dem ersten Tag nat\u00fcrlich noch nicht oder besser gesagt kaum gelingen, da immer wieder die Spannung und die hunderte von misstrauischen Fragen in einem aufsteigen sollten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1964 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/11-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/11-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/11-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/11.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Zugfahrt spottete ich noch \u00fcber das flache Land und teilte mit, dass man hier ja sehen k\u00f6nne, wer am \u00fcbern\u00e4chsten Tag einem die Kekse aus dem Schrank klauen m\u00f6chte. Jetzt sollte es sich aber mit nicht enden wollenden Steigungen um die 1% r\u00e4chen. Der (Gegen-)Wind wurde hier noch als normal eingestuft, trug aber auch seinen Teil bei, die Steigungen endlos erscheinen zu lassen.<\/p>\n<p>So lief es aus meiner Sicht ganz gut, so dass ich doch schneller als erwartet den Nord-Ostsee Kanal erreichte, den ich durch den Fu\u00dfg\u00e4ngertunnel unterquerte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1965 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/12-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/12-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/12-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/12-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/12.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ich teilte mir die Strecke, sowie die Pausen auf kleine Etappen von 40km bzw. einer Zeit von jeweils 2 Stunden ein, f\u00fcllte mir die Wasserflaschen auf, und verspeiste immer eine Kleinigkeit. So kam ich nach 6:26h und 155,57km in Quickborn an. Da ich ja wie bereits erw\u00e4hnt, keine Unterkunft geplant hatte, ich mich mit der ersten Tagesettape zufrieden geben wollte und eine Problematik mit der Unterkunft in Hamburg bef\u00fcrchtete, begann ich mir hier eine Unterkunft zu suchen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1966 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/13-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/13-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/13-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/13-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/13.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Da sich eine g\u00fcnstige Jugendherberge bzw. ein Hostel nicht in unmittelbarer N\u00e4he befand, entschloss ich mich in einem relativ g\u00fcnstigen Etap-Hotel einzuchecken. Da das Hotel \u00fcber keine sicheren Fahrradstellpl\u00e4tze verf\u00fcgte, gab mir der freundliche Rezeptionist kurzerhand ein behindertengerechtes Zimmer, um mein Bike mit im Zimmer unterstellen und es somit sichern konnte. Nicht das ich die Tour am n\u00e4chsten Tag zu Fu\u00df fortsetzen sollte. An dieser Stelle noch mal vielen Dank!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1967 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/14-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/14-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/14-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/14-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/14.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Hamburg in greifbarer N\u00e4he und zufrieden mit dem ersten Tag entschloss ich mich, mir an dem folgenden Tag mehr Zeit in Hamburg zu nehmen. Mit der Frage ob es weiterhin so gut laufen sollte, wie die Tour und der erste Tag begann, schlief ich schnell und fest ein.<\/p>\n<p><b><strong>Daten:<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>155,57 km<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>6:26;54 h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Geschw. 24,10 km\/h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>482HM<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Steig 1%<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>Max.-Steig 4%<\/strong><\/b><\/p>\n<h4>Tag 2 Quickborn &gt; Hamburg &gt; Borgfeld<\/h4>\n<p>Nachdem ich Nachts ein paar Mal wach wurde, stand ich gegen 6:00Uhr auf und packte meine Sachen und meinen Rucksack wieder zusammen. Viel war es ja zum Gl\u00fcck nicht.<\/p>\n<p>Trotzdem versp\u00fcrte ich im Oberk\u00f6rper einen leichten Muskelkater. Den lies ich auf das Gewicht, des ohnehin ungewohnten Rucksacks zur\u00fcckf\u00fchren. Aber so und so h\u00e4tte ich nichts daran \u00e4ndern k\u00f6nnen, ohne Rucksack, konnte ich die Tour wohl kaum fortf\u00fchren.<\/p>\n<p>Nach einem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck und voller Hoffnung, dass der Tag wieder so gut l\u00e4uft, machte ich mich gegen 7:30Uhr auf den Weg und f\u00fchrte meine Reise Richtung Hamburg fort.<\/p>\n<p>Da Hamburg knapp 20km entfernt lag, war die Stadt voller Vorfreude schnell erreicht. Ich machte einen kleinen Abstecher nach St.Pauli, befuhr die Reeperbahn und schoss ein paar Erinnerungsfotos.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1968 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/15-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/15-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/15-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/15-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/15.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>An der Davidswache sah ich, wie sich eine Mutter und ihre Tochter gegenseitig fotografierten. Da man ja in diesem Fall selten gemeinsam auf einem Foto kommt, bot ich Ihnen an, sie gemeinsam zu fotografieren. Im Gegenzug mussten sie nat\u00fcrlich ein Foto von mir machen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1969 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/16-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/16-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/16-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/16-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/16.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Als ich der Meinung war genug gesehen zu haben, fuhr ich weiter \u00fcber den Fischmarkt, vorbei an der bekannten Hafenkneipe Schellfischposten zu den Landungsbr\u00fccken. Da diese Gegend mir pers\u00f6nlich einen gewissen Urlaubsflair vermittelt, schlenderte ich langsam \u00fcber die Landungsbr\u00fccken, beobachtete die Urlauber und am\u00fcsierte mich \u00fcber die Versuche der Anbieter f\u00fcr Hafenrundfahrten die Boote mit Touristen zu f\u00fcllen. Setzte mich in die Sonne, trank gem\u00fctlich einen Kaffee, und lies schlie\u00dflich alles auf mich einwirken.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Ziel sollte Bremen sein. Da die direkte Entfernung um die 110km ist, wollte ich mich dann doch nicht zu lange aufhalten, und machte mich wieder weiter. So ging es in den Fahrstuhl des \u201calten Elbtunnels\u201c unter die Elbe durch auf die andere Seite in den Dockhafen \/ Steinwerder.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1970 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/17-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/17-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/17-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/17.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1971 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/18-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/18-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/18-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/18-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/18.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Hier trat das erste Mal das Problem mit der Beschilderung von Fahrradwegen auf. Direkt vor dem Tunnel war noch eine Baustelle und von dem angek\u00fcndigtem Hamburg-Bremen-Radweg war keine Spur zu sehen.<\/p>\n<p>Da gerade ein Radfahrer den Aufzug des Tunnels verlies, fragte ich Ihn, ob er den Weg kennen w\u00fcrde. Kennen w\u00fcrde er ihn auch nicht, aber er k\u00f6nnte sich nur vorstellen, dass er durch Harburg gehen w\u00fcrde, antwortete dieser freundlich. Da er eine Radtour machen wolle k\u00f6nne er mir den Weg durch das Hafengebiet bis Harburg zeigen. Ohne Ortskenntnisse w\u00e4re es nicht so einfach, da manche Br\u00fccken nicht immer passierbar w\u00e4ren, weil sie manchmal \u00fcber Stunden hochgezogen w\u00e4ren, damit die Schiffe durchfahren k\u00f6nnten. Er wollte zwar nicht unbedingt nach Harburg, \u201eaber wenn es sich jetzt so ergeben w\u00fcrde, w\u00e4re es nicht so schlimm, schlie\u00dflich sei er auch schon l\u00e4nger nicht dort gewesen\u201c erkl\u00e4rte er weiter.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Fahrt erz\u00e4hlte er mir von dem Hafengeschehen, und dass er in Hamburg Postbote w\u00e4re. Die Post w\u00fcrde er mit dem Fahrrad ausfahren.<\/p>\n<p>In Harburg angekommen, blieb er pl\u00f6tzlich stehen, sagte er m\u00f6chte jetzt was erledigen, w\u00fcnschte mir viel Gl\u00fcck und gute Fahrt, und war auch schon weg. Fand ich vorerst komisch, aber passt nun mal zur Hamburger Mentalit\u00e4t. Er f\u00fchrte mich, gewollt oder nicht, genau zu dem Schild, wo der Weg ausgewiesen war und so konnte ich die Weiterfahrt ohne lange Suchen zu m\u00fcssen in die richtige Richtung fortsetzen. Dies sollte jedoch nicht lange gut gehen, weil die Beschilderung in der Stadt schlecht und nicht zu folgen war. Entweder war es durch die Planer einfach schlecht ausgewiesen, oder es sind welche entfernt worden, durch wen auch immer.<\/p>\n<p>Also hielt ich mich an den Rat des Postboten und fuhr zun\u00e4chst auf die Harburger Berge und nach Gef\u00fchl und Stra\u00dfenbeschilderung Richtung Hollenstedt \/ Heidenau. Mein Gl\u00fcck sollte mich nicht verlassen und ich fand den Weg wieder. Ab jetzt war die Beschilderung besser und leichter zu folgen. Der ausgewiesene Radweg ging wider erwarten nicht direkt nach Bremen, sondern schl\u00e4ngelte sich von Ortschaft zu Ortschaft und f\u00fchrte im Zickzackkurs Richtung Bremen.<\/p>\n<p>Kilometerlange Abschnitte mit Kopfsteinpflaster, versandete Wege und wie am Tag zuvor eine steife Brise Gegenwind, machten diese Etappe zur ersten Geduldsprobe. Wenigstens war es wieder mal ein regenfreier Tag und mit Temperaturen um die 20\u00b0C vom Wetter her angenehm.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1972 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/19-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/19-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/19-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/19-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/19.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ca. 30 km vor dem Etappenziel machte ich eine kurze Rast, um meine Kr\u00e4fte zu sammeln, die Kette zu \u00f6len und die weitere Fahrtrichtung herauszubekommen. Da ich wegen den Umwegen von dem Hamburg-Bremen-Radweg abgelassen und mich entschlossen hatte den restlichen Weg per Landstra\u00dfe zu bew\u00e4ltigen, musste ich die weitere Route \u00fcber die einzelnen Ortschaften erkunden. Hier kam ein langhaariger, blonder, junger Mann mit einem alten klapprigen Fahrrad, best\u00fcckt mit 2 Bierk\u00e4sten, gef\u00fcllt mit Rucksack und T\u00fcten, die mit unz\u00e4hligen Kabelbindern am Lenker und Gep\u00e4cktr\u00e4ger befestigt waren, vorbei. Da er mit Badehose und Badelatschen bekleidet war, vermittelte er den Eindruck, dass er vom Badesee oder aus dem Schwimmbad kommen w\u00fcrde. Dies sollte sich jedoch im Verlauf der Geschichte nicht best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Da auch hier die Landstra\u00dfen einen parallel verlaufenden Fahrradweg hatten, f\u00fchrte ich meine Route auf direkterem Wege zu den n\u00e4chsten Ortschaften fort. Kurz darauf kam mir der eben genannte Radfahrer wieder in mein Blickfeld und da er ein gem\u00fctliches Tempo fuhr, auch schnell n\u00e4her. Auf seiner H\u00f6he gr\u00fc\u00dften wir uns und kamen schnell ins Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Er stellte sich als Jeremias vor. Er erz\u00e4hlte mir, dass er auf dem Weg nach Amsterdam sei, weil er dort einen Job habe. Da er Geld sparen m\u00fcsse, habe er den Weg per Rad gew\u00e4hlt. Er w\u00e4re sich nur nicht sicher, ob das Fahrrad durchhalten w\u00fcrde, da es \u201ckomische Ger\u00e4usche\u201c machen w\u00fcrde. Nach einem kurzen Blick sah ich, dass die Kette v\u00f6lligst trocken und rostig war. Die Ger\u00e4usche neben dem abgebrochenem Schutzblech und dem sonstigem \u00fcberholungsbed\u00fcrftigem Zustand des Rads nur von dort kommen konnten. Also blieben wir an der n\u00e4chsten Kreuzung stehen und ich \u00f6lte ihm die Kette und sonstige bewegliche Teile mit meinem Kettenspray. Als wir unsere Tour fortsetzten, h\u00f6rte sich das ganze gar nicht mehr so schlimm an und ich glaubte selber wieder, dass er die Strecke mit dem Fahrrad durchhalten k\u00f6nnte.<br \/>\nAuf den weiteren Weg erz\u00e4hlte er, er komme eigentlich aus Australien, seine Mutter sei aber D\u00e4nin, so habe er die doppelte Staatsb\u00fcrgerschaft und wollte eine zeitlang in Europa leben. Im Winter w\u00fcrde er arbeiten und das verdiente Geld sparen, damit er im Sommer ohne viel Arbeiten zu m\u00fcssen davon leben kann. So w\u00fcrde er immer mal die Stadt wechseln und oftmals mit Couchsurfing eine gute Bleibe finden, wo er immer mal ein paar N\u00e4chte verbringen kann. Zur Not habe er ein Zelt, worin er \u00fcbernachten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Ich erz\u00e4hlte ihm meine Geschichte und wir redeten \u00fcber Gott und die Welt. So vergingen die letzten 30km wie im Flug und ich sp\u00fcrte kaum den Schmerz, der sich durch den stundenlangen Kampf gegen den Gegenwind in meiner rechten Wade breit machte.<\/p>\n<p>So kamen wir in dem 10km vor Bremen gelegenen Borgfeld an. Jeremias und ich verabschiedeten uns herzlichst, da er in der Hoffnung eine Schlafm\u00f6glichkeit zu finden bis Bremen durchfahren wollte.<\/p>\n<p>Eine Jugendherberge war nur in entgegengesetzter Richtung, so wurde eine Pension gesucht und gl\u00fccklicherweise schnell gefunden. Da mir nur ein Fahrradstellplatz im Au\u00dfenbereich angeboten werden konnte, war ich erleichtert, ein Zimmer mit Balkon ergattern zu k\u00f6nnen. Kurzer Hand schleppte ich mein Bike die Treppe hoch durch mein Zimmer und deponierte es in sicherer H\u00f6he auf dem Balkon. Das Zimmer war zwar auch wieder deutlich teurer als eine Jugendherberge, aber mir blieb in diesem Fall keine gro\u00dfe bzw. andere Wahl.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1973 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/20-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/20-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/20-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/20-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/20.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1974 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/21-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/21-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/21-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/21-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/21.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Trotz der Strapazen an diesem Tag ging ich optimistisch ins Bett. Es ist erst der zweite Tag vorbei, knapp 320km sind trotz den erschwerten Bedingungen geschafft und der Wind war auf diesen Strecken voraussehbar. Mit dem Wind kann es nur besser werden, umso weiter man ins Landesinnere vordringt. Zumindest dachte ich es hier noch, aber mehr im Laufe meiner Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch wenn es in den letzten 2 Tagen nicht viel mehr als flaches Land, ewige Maisfelder und riesige Kuhweiden zu sehen, und rund um den Bauernh\u00f6fen Schweineg\u00fclle in der Nase lag, faszinierte mich diese Weitl\u00e4ufigkeit und diese Ruhe auf dem Land. Vielleicht ist es auch die Sehnsucht nach Ruh. Sind wir nicht alle ein St\u00fcck weit reiz\u00fcberflutet nach einer gewissen Zeit, ohne Urlaub und Ruhe einfach gestresst vom Alltag?<\/p>\n<p><b><strong>Daten:<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>160,45 km<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>7:55;54 h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Geschw. 20,20 km\/h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>481HM<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Steig 1%<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>Max.-Steig 13%<\/strong><\/b><\/p>\n<h4>Tag 3 Borgfeld &gt; Bremen &gt; Porta Westfalica<\/h4>\n<p>Mit demselben Optimismus wie ich ins Bett gegangen bin, war ich an diesem Morgen aufgestanden und wieder gegen 7:00Uhr zum Fr\u00fchst\u00fccken gegangen. Gegen 8:00Uhr sollte die Tour mit dem Ziel \u201cRinteln\u201c weitergehen. Meine Wade war wieder schmerzfrei, jedoch sollte es ganz anders kommen, als der Optimismus am Abend zuvor und am Morgen jemals vermuten lassen konnte.<\/p>\n<p>Der Kellner brachte mir noch extra K\u00e4se, Wurst und Br\u00f6tchen, die ich mir f\u00fcr die Fahrt belegen sollte und packte mir zus\u00e4tzlich 2 Eier ein die ich als St\u00e4rkung mitnehmen musste. Gut gelaunt startete ich meine Tour und fuhr zun\u00e4chst nach Bremen rein. Vorbei am Hauptbahnhof, der \u00e4hnlich und riesig wie ein imposantes Schloss auf mich wirkte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1975 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/22-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/22-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/22-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/22-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/22.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ein St\u00fcck weiter fiel mir ein Schild ins Auge, wie ich es noch nie in Deutschland, wenn \u00fcberhaupt jemals irgendwo, gesehen habe. An einer n\u00e4chsten roten Ampel, an der ich stehen bleiben musste, sprach ich einen Passanten an, ob es nicht generell verboten sei Waffen zu tragen und dass ich solche Schilder noch nie zuvor gesehen hatte. Dieser erkl\u00e4rte, dass \u201cum die Ecke\u201c die Hells-Angels zuhause w\u00e4ren und es hier \u00f6fters mal zu Auseinandersetzungen kommen w\u00fcrde und deshalb w\u00e4re das nochmal mit dieser Beschilderung bekr\u00e4ftigt. Ok, wieder was gelernt und es ging mit dem selben Optimismus zufrieden weiter. Von dem Muskelkater im Oberk\u00f6rper, von der schmerzenden Wade, war nichts mehr zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1976 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/23-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/23-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/23-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/23-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/23.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Da ich Bremen nur durch die \u201cBremer Stadtmusikanten\u201c und die Stadt selber noch gar nicht kannte, nahm ich mir auch hier ein wenig Zeit und betrachtete mir die Innen- bzw. Altstadt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1977 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/24-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/24-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/24-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/24-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/24.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ich wollte hier jedoch nicht so viel zeit wie in Hamburg verbringen und setzte meine Fahrt nach kurzem Aufenthalt fort. Der Weserradweg war schnell gefunden und die Beschilderung, zumindest in der Stadt, war in Ordnung. So konnte ich Bremen schnell hinter mir lassen und ich freute mich auf diesen unvorhersehbaren Tag.<\/p>\n<p>Anfangs f\u00fchrte der Weg wie im Vorfeld im Internet beschrieben an der Weser entlang, und ich freute mich auf einen sch\u00f6nen abwechslungsreichen Tag. Die ersten 10-15km sollte es auch so werden. Da mir auch hier wieder der Wind die volle Frontseite gab, wurde schnell klar, dass ich wieder gegen den Wind k\u00e4mpfen musste. Der Weg f\u00fchrte mal kurzzeitig von der Weser weg, um einen Campingplatz oder andere Hindernisse zu umfahren, f\u00fchrte jedoch wieder in die N\u00e4he vom Wasser und lies stets einen Blick auf den Fluss zu.<\/p>\n<p>Dies sollte sich jedoch schlagartig ab da \u00e4ndern, wo der Weserradweg komplett von dem Fluss weg f\u00fchrte und sich durch das Wesertal s\u00fcdlich von Bremen schl\u00e4ngelte. So spulte ich Kilometer f\u00fcr Kilometer kreuz und quer durch das Bremer Vorland ab. K\u00e4mpfte wieder gegen den Wind, aber entfernte mich keineswegs von Bremen. Neben dem machte die Beschilderung ein regelrechtes Suchspiel nach dem richtigen Weg. Schon sichtlich genervt, aber immer noch frohen Mutes, dr\u00fcckte ich meine Kraft im Kampf gegen den Wind in die Pedale.<\/p>\n<p>Immer und immer wieder war die Beschilderung entweder zugewachsen, verbogen oder gar nicht mehr vorhanden. Und so musste man manchmal raten wo denn der Weg jetzt weiter gehen k\u00f6nnte. Hin und wieder musste ich umdrehen, weil ich mich f\u00fcr den falschen Weg entschieden hatte und gar nichts mehr weitergehen sollte. Also wieder zur\u00fcck und den n\u00e4chsten Weg folgen.<\/p>\n<p>Nachdem ich knapp 60km im Zickzackkurs durch Feld, Weiden und D\u00f6rfer zur\u00fcckgelegt hatte, kam ich an einem Verkehrsschild mit der Aufschrift \u201cBremen 25km\u201c vorbei. Dies sollte das erste Mal dazu beitragen, die mentale Belastungsgrenze auszureizen. Ich kam durch unz\u00e4hlige kleine D\u00f6rfer, aber immer diese, wo es keinen B\u00e4cker, Metzger oder irgendeine Einkaufsm\u00f6glichkeit gab. Ich war froh, die bereitgestellten Br\u00f6tchen im Rucksack zu haben. Aber die feste Nahrung f\u00fcllte immer noch nicht den Wasserhaushalt im K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Nach weiteren unz\u00e4hligen Kilometer kam ich in einem Ort mit einer gr\u00f6\u00dferen Landstra\u00dfe und an einer kleinen B\u00e4ckerei vorbei. Hier konnte ich mich zun\u00e4chst mit ausreichend Fl\u00fcssigkeit eindecken und entschloss mich den Weserradweg zu verlassen, und mich wieder an den Landstra\u00dfen zu orientieren. Es war aufgrund der vorhandenen Radwege zwar nicht so schlimm, jedoch zerrte der stetige starke Gegenwind und die sinnlos vergeudeten Kilometer auf dem Zickzackkurs am Gem\u00fct. Dazu kam, dass diese st\u00e4ndige gleiche flache Landschaft mit Maisfelder, Kuhweiden und Schweineg\u00fclle in der Luft keinerlei Abwechslung und damit keinerlei Ablenkung brachte.<\/p>\n<p>Noch dazu kam, dass im stetigen Kampf gegen den Wind das linke Knie schmerzte. Ich ging von einer normalen \u00dcberlastung aus, aber es war zu sehen, dass das Knie langsam aber sicher anzuschwellen begann. Durch die automatische Schonhaltung die man annimmt, beschwerte sich auch bald die Achillessehne.<\/p>\n<p>So fuhr ich weiter von Dorf zu Dorf, immer Richtung S\u00fcden und wurde w\u00fctender und w\u00fctender und fragte mich, was ich hier \u00fcberhaupt mache. Ich begann diese scheinbar sinnlose Idee dieser Tour zu verfluchen, trat aber immer und immer weiter in die Pedale um ans Ziel zu kommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1978 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/25-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/25-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/25-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/25-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Hab ich mich jetzt verirrt? Husum???<\/p>\n<p>Irgendwann kam ich an einer bekannten Drogerie-Kette vorbei. Da es weit und breit entweder keine oder eine geschlossene Apotheke zu sehen gab, holte ich mir das altbewerte Pferdebalsam und hoffte nach Eigenbehandlung auf Linderung der Schmerzen.<\/p>\n<p>Ein St\u00fcck weiter machte mich ein wohl v\u00f6lligst verbl\u00f6deter alter Mann rasend.<\/p>\n<p>Da die au\u00dferhalb der Ortschaften separaten Fahrradwege innerhalb der Ortschaften \u00fcber meist gepflasterten und holprigen Gehsteige f\u00fchrten, befuhr ich mit meinen 6Bar gef\u00fcllten Reifen die normalen Stra\u00dfen. Irgendwann \u00fcberholte mich dieser alte Mann haarscharf mit seinem Auto. Es war offensichtlich, dass dieser mit Absicht bereits w\u00e4hrend dem \u00dcberholvorgang r\u00fcberzog und mir den Weg abschneiden wollte.<\/p>\n<p>Da dieser Vorgang an meinen ohnehin blanken Nerven nagte, zeigte ich ihm den Vogel. Was diesen alten Herren wohl so sehr beeindruckt haben musste, das es ihm den Anlass gab eine Vollbremsung hinzulegen. Seine Beifahrerin, wohl seine Frau, \u00f6ffnete die T\u00fcr ein Spalt. Der Alte, ich nenn ihn jetzt mal Sack, schrie wie ein Irrer aus dem Auto raus. Ich schob mein Fahrrad bis auf T\u00fcrh\u00f6he, um die Konversation zu suchen. Diese wurde jedoch sofort zugeschlagen und der alte Sack schrie mit drohender Haltung im Auto weiter. Also stieg ich mit dem Gedanken weiterzukommen wieder auf mein Fahrrad und wollte diese Art Aufregung gar nicht \u00fcber mich ergehen lassen. Nachdem der alte Sack mich mit kuriosen Bremsman\u00f6vern erfolglos zu provozieren versuchte, nahm er wohl auch seinen eigentlichen Weg wieder auf und verschwand.<br \/>\nHier m\u00f6chte ich dann nochmals erw\u00e4hnen, dass ich bereits an diesem dritten Tag immer wieder sture, egoistische und resignierte Menschen begegnet bin. Manche hat man freundlich angesprochen und nach dem Weg gefragt. Die Einen haben einen einfach links liegen lassen und sind weiter gegangen, andere kamen einem auf einem nahezu leeren Fahrradweg entgegen, wenn man einfach nur gr\u00fc\u00dft wird weg oder starr geradeaus geschaut. Wenn das der Wandel der Gesellschaft ist, wo soll es dann mal hinf\u00fchren?<\/p>\n<p>So kurbelte ich mich von Kilometer zu Kilometer und fragte mich immer wieder, warum man sich das \u00fcberhaupt selber zumutet. Warum man sich in seinem Urlaub auch noch schinden muss. Anstatt das in unz\u00e4hligen Berichten erw\u00e4hnte Freiheitsgef\u00fchl kam ganz und gar nicht auf, eher das Gef\u00fchl der Einsamkeit.<\/p>\n<p>Eins war trotz alledem in meinem Hinterkopf, und zwar das Aufgeben nicht zu meiner Lebenseinstellung geh\u00f6rt. Ich suchte immer die Fehler bei dem verfluchten dritten Tag, wo immer mal was zwickt und nicht ganz so rund l\u00e4uft.<\/p>\n<p>So sollte ich an diesem Tag das erste Mal nicht mein Etappenziel \u201cRinteln\u201c erreichen und war nach rund 7Std und 165km mit Porta-Westfalica froh, \u00fcberhaupt so weit gekommen zu sein, zufrieden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1979 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/26-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/26-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/26-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/26.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Das Wetter meinte es trotz den Strapazen auch am dritten Tag wieder gut mit mir und ich kam trocken bei angenehmen Temperaturen \u00fcber die Tour. Zu guter letzt fand ich eine nette Jugendherberge, bisschen abseits und mitten im Wald, wo ich bei einem gem\u00fctlichen Bier meine mentale Kraft wieder auftanken konnte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1980 aligncenter\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/27-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/27-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/27-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/27-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/27.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><b><strong>Daten:<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>165,43 km<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>7:10;08 h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Geschw. 23,00 km\/h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>259HM<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Steig 2%<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>Max.-Steig 9%<\/strong><\/b><\/p>\n<h4>Tag 4 Porta Westfalica &gt; Bad Arolsen (Twistesee)<\/h4>\n<p>Nach einer lauten, \u00fcber mir die Mitbewohner meinten nachts im Zimmer Fu\u00dfball spielen zu m\u00fcssen, und unruhigen Nacht, wurde ich morgens wach und h\u00f6rte es, wie es drau\u00dfen regnete.<\/p>\n<p>Trotz alledem war ich etwas erholt und ging mit neuem Enthusiasmus zum Fr\u00fchst\u00fcck. Der Regen ging in ein Nieselregen \u00fcber. Ich packte meinen Rucksack in den Regensack und startete meine Tour mit dem Ziel Korbach. Bereits nach wenigen hundert Metern h\u00f6rte es ganz und gar auf zu regnen und ich konnte meine Tour im Trockenen und 28\u00b0C Tagestemperatur fortsetzen.<\/p>\n<p>Direkt zum Start der Tour sollte es erst mal bergauf gehen. Landschaftlich war es mit dichtem Buchenwald schon mal eine willkommene Abwechslung. Nach den ersten Kilometern sollte es nach einem flacheren St\u00fcck weiter bergauf gehen. Und jetzt wurde mir klar, dass das flache Gel\u00e4nde vorerst mal hinter mir liegen w\u00fcrde. Knackige Steigungen und schnelle Bergabfahrten waren Teil der ersten Kilometer.<br \/>\nIn Eisbergen musste ich \u00fcber eine Br\u00fccke, um die Weser zu \u00fcberqueren. Hier schaute ich einen Augenblick das rege Treiben der Kanufahrer\/innen zu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1981 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/28-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/28-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/28-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/28.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>So sollte es mit den Berg und Talfahrten zun\u00e4chst bis Rinteln weiter gehen. Da es nicht mehr \u00fcberall Radwege neben den Land- und Bundestrassen gab, musste ich es wie im Vorfeld geplant in Kauf nehmen, die Stra\u00dfen zu benutzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1982 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/29-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/29-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/29-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/29-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/29.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>So ging es h\u00fcgelig weiter Richtung Extertal. Ab da sollten mehrere kilometerlange Steigungen, um die ein bis zwei Prozent, und weiterhin kr\u00e4ftiger Gegenwind an der Kraft saugen. Aber mental und muskul\u00f6s gest\u00e4rkt konnte mir diese Prozedur nix anhaben und ich kurbelte mich zun\u00e4chst Steigung f\u00fcr Steigung in Richtung Blomberg, weiter nach Warburg. Von dort aus weiter nach Volksmarsen, mit dem Endziel Korbach. In Volksmarsen plante ich noch eine kleine Rast. Diese Rast wurde durch eine Gruppe \u00e4ltere Personen zu einer ungeplanten l\u00e4ngeren Pause, da wir ins Gespr\u00e4ch kamen und sie ihre Begeisterung f\u00fcr meiner Tour mit hunderten von Tipps in Tourenvorschl\u00e4ge und \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten rund um den Edersee kund tun wollten.<\/p>\n<p>In Wetterburg sollte mich den bereits von Volksmarsen aus beobachtete Wetterumschwung nicht wirklich \u00fcberraschen und es begann zu regnen. Da es dem Himmel nach zu sch\u00e4tzen keine Besserung mehr geben sollte, gab ich f\u00fcr diesen Tag auf und steuerte die erste Pension an.<\/p>\n<p>Diese entwickelte sich auch zu einem Gl\u00fccksgriff, wo ich relativ g\u00fcnstig schlafen und sehr gut essen konnte.<\/p>\n<p>Im Verlauf des Abendessens betrat ein Mann in einer altert\u00fcmlichen Uniform, nein ich muss mich nach seiner Aussage berichtigen, in einem \u201cGewand\u201c, originalgetreu aus dem drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg, das Gasthaus. Da sich seine Gespr\u00e4che interessant anh\u00f6rten, suchte ich nach dem Essen ein Platz an der Theke und kam so ganz schnell ins Gespr\u00e4ch mit ihm.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1983 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/30-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/30-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/30-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/30.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Der Wirt nannte ihn immer beim Spitznamen, dieser ist mir leider entfallen. Jedenfalls kam der nette Herr einmal als LKW-Fahrer berufsbedingt viel durch die Welt, lebte aber auch mehrere Jahre im Ausland. So kam es neben ein paar Bierchen zu einem langen und konstruktivem Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Die st\u00f6rte den Wirt wohl derma\u00dfen, dass er immer und immer wieder nervende und f\u00fcr meinen Gespr\u00e4chspartner eher provokante Einw\u00e4nde in das Gespr\u00e4ch werfen musste. Da wir uns daran nicht weiter st\u00f6ren lassen wollten und den Wirt mehr oder weniger ignorierten, schloss dieser kurzerhand das Lokal und stoppte so die Konversation.<\/p>\n<p>Was einerseits sehr schade, aber vielleicht auch f\u00fcr die anstehende Weiterfahrt besser sein sollte.<\/p>\n<p>Ich denke aber auch, dass es vielleicht einfach ein Zeichen des Neides oder der Missgunst war. Warum muss man ein Gespr\u00e4ch so lange st\u00f6ren und dann gar abbrechen, weil man vielleicht selber nichts erlebt und nichts Konstruktives beitragen kann? Weil man einfach zu dumm ist und sich nicht einzubringen wei\u00df?<\/p>\n<p>Irgendwie um diesen Regenguss froh, war ich nach einer guten Unterhaltung zufrieden ins Bett gegangen. Au\u00dferdem hatte ich einen abwechslungsreichen Tag hinter mir und schlie\u00dflich nur noch 15km bis zu dem eigentlichen Tagesziel Korbach.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1984 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/31-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/31-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/31-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/31-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/31.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><b><strong>Daten:<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>140,33 km<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>6:04;55 h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Geschw. 23,10 km\/h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>918HM<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Steig 2%<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>Max.-Steig 10%<\/strong><\/b><\/p>\n<h4>Tag 5 Bad Arolsen &gt; Battenberg Dodenau<\/h4>\n<p>Da ich in Hatzfeld zum Essen eingeladen war, sollte es heute nur einen kurzen Trip geben.<br \/>\nMeines Erachtens w\u00e4re der Trip jedoch so kurz geworden, dass ich Vormittags schon in Dodenau, im empfohlenen Hotel angekommen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Also entschloss ich mich einen Umweg um den Edersee in Kauf zu nehmen. So machte ich mich nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck, bei zwar bew\u00f6lktem Himmel, aber trockenem Wetter erst mal runter an den Twistesee.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1985 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/32-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/32-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/32-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/32-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/32.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem ich den Twistesee zur H\u00e4lfte umrundet hatte, begab ich mich auf den vom Wirt empfohlenen Radweg Richtung Korbach. Die Waldwege waren noch sehr nass und so sah der Rahmen des Fahrrads nach kurzer Zeit entsprechend aus, ziemlich mit Dreck bespitzt. Im Verlauf der Fahrt klarte es auf und die Sonne lies sich immer \u00f6fter blicken. In Korbach steuerte ich erstmal einen Waschpark an, um mein Bike zu reinigen.<\/p>\n<p>Mit frisch gewaschenen und ge\u00f6lten Bike machte ich mich auf einer alten Bahntrasse Richtung Edersee. Da die Bahntrasse nicht direkt zum Edersee f\u00fchrte, musste ich nach einigen Kilometern abbiegen und einen ausgewiesenen Radweg zum begehrten See fahren. Da ich aus der Richtung Ederquelle zum See kam, wurde gleich sichtbar wie leer der See wirklich war. Aus Rundfunk und Medien war bereits bekannt, dass der Edersee aus verschiedenen Gr\u00fcnden kaum Wasser habe. Dass der See so leer gelassen war, dass man erst mal kilometerweit nur ein ausgetrocknetes Seebett sah, war mir nicht bewusst.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1986 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/33-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/33-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/33-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/33-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/33.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem ich den See auf der Seite des Schloss Waldeck bis zur Staumauer umrundet hatte, setzte ich mich in die Sonne, genoss die W\u00e4rme, einen Kaffee und eine leckere Curry-Wurst. Nach einer Stunde Pause machte ich mich auf der gegen\u00fcberliegenden Seite auf Wald- und Wanderwegen am Seeufer entlang, Richtung Ederkopf nach Dodenau.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1987 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/34-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/34-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/34-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/34-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/34.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ich freute mich auf das Wiedersehen mit meiner Bekannten und ihrer Kleinen und war gespannt, was mich an diesem Abend erwarten w\u00fcrde. Da ich wieder die Richtung gewechselt hatte, musste ich zumindest au\u00dferhalb des Waldes gegen den Wind ank\u00e4mpfen. Mit dem Wetter hatte es Petrus bisher ja wirklich gut gemeint, aber den Wind hatte er seit Beginn der Tour nicht einmal abgestellt. Und so musste ich durchgehend gegen den Wind ankommen.<\/p>\n<p>Schon seit Beginn der Tagesetappe freute ich mich \u00fcber das abwechslungsreiche Hessenland und es machte wieder richtig Freude mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Das flache Land im Norden war mit seinen Maisfelder, Rinder- und Kuhweiden und Schweineg\u00fclle in der Luft nicht so spannend und f\u00f6rderte gerade an dem dritten Tag die sogenannte Bike \u2013 Depression. Die kann gerade bei Einzelfahrern und langweiliger Landschaft und der dazu noch zerm\u00fcrbende Gegenwind auftreten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1988 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/35-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/35-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/35-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/35-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/35.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Aber so sollte es an diesem Tag nicht sein und gutgelaunt umradelte ich den restlichen Edersee zum Fluss Eder. An dem Fluss ging ein richtig sch\u00f6ner Wald- und Wanderweg aus Schotter und abwechslungsreicher Radweg entlang. Hier beschloss ich schon als N\u00e4chstes den ausgewiesenen Ederradweg in meine Zukunftsplanung aufnehmen, und wenn es ein paar sch\u00f6ne Herbsttage geben sollte, umzusetzen.<\/p>\n<p>In Frankenberg angekommen, sah ich das einige schwarze Wolken aufzogen. Es war aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht so klar, ob ich diese Wolken und den mitgebrachten Regen abbekommen sollte. Da ich gut in der Zeit lag und Lust auf einen Kaffee hatte, steuerte ich eine Tankstelle an. Ich hatte gerade einen Kaffee gekauft und f\u00fcllte meine Wasserflaschen, da \u00f6ffneten sich die Wolken und lie\u00dfen f\u00fcr die n\u00e4chste viertel Stunde scheinbar alles Wasser was sie gespeichert hatten, auf einmal regnen.<\/p>\n<p>Ich hatte den Kaffee noch nicht ganz geleert, da lachte die Sonne schon wieder vom Himmel. Nach einem Augenblick, als das Wasser nicht mehr auf den Stra\u00dfen stand, machte ich mich zur\u00fcck auf den Radweg, und in Richtung Hatzfeld\/Dodenau.<\/p>\n<p>Die restliche Tour verlief trocken und ohne unerwartete Vorf\u00e4lle. So kam ich gegen 17:00Uhr zur geplanten Zeit in Dodenau an. Das Hotel war schnell gefunden und das Fahrrad von der Besitzerin sicher verstaut. Ich sprang erwartungsvoll und gespannt unter die Dusche.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1989 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/36-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/36-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/36-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/36-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/36.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Kurz darauf kam Patricia mit Ihrer Tochter Leonie, um mich abzuholen. So verbrachten wir drei einen sch\u00f6nen, lustigen und bezaubernden Abend. Leider ging der Abend viel zu schnell vor\u00fcber, aber ich genoss nach den 5 Tagen die vertraute Gesellschaft und spielte mit dem Gedanken doch ein Tag l\u00e4nger bleiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nachdem mich Patricia am sp\u00e4teren Abend zur\u00fcck zum Hotel brachte, sah ich durch das Fenster, dass noch mehrere Personen in der Gaststube sa\u00dfen. Also entschloss ich mich zur Feier des Tages mir noch ein, zwei Bierchen zu g\u00f6nnen. Hier h\u00e4tte ich mir den Verlauf des weiteren Abend bzw. der Nacht nicht ertr\u00e4umen lassen.<\/p>\n<p>Mit der Gruppe kam ich schnell ins Gespr\u00e4ch. Es handelte sich um eine 8 Mann starke Gruppe aus Bottrop, die sich aus dem Sportverein kannten. Der J\u00fcngste von Mitte 30 bis zum \u00c4ltesten mit stolzen 85 Jahre, sollten mehrere Generationen vertreten sein.<\/p>\n<p>So wurde die eine und andere Runde ausgegeben und eine lustige und vergn\u00fcgte Gesellschaft rundeten den ohnehin sehr sch\u00f6nen Abend ab. Ehe ich mich versah schlug es 4 Uhr in der Fr\u00fch und der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Alkoholkonsum machte sich auch bemerkbar. So stolperte ich in mein Bett und \u00e4rgerte mich fast, dass ich es mit dem Alkohol \u00fcbertrieben hatte. Ich entschuldigte es aber auch da dieser Abend durch Patricia und Leonie ohnehin ein besonderer Abend war. Au\u00dferdem w\u00fcrde die lustige Gesellschaft mit dem Bottroper Trupp in dieser Konstellation nicht mehr zusammen kommen. Nachdem k\u00f6nnte ich ja auch Mal ein oder zwei Stunden sp\u00e4ter starten.<\/p>\n<p><b><strong>Daten:<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>132,78 km<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>6:11;28 h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Geschw. 21,40 km\/h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>747 HM<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Steig 2%<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>Max.-Steig 13%<\/strong><\/b><\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4>Tag 6 Battenberg \/ Dodenau &gt; Wiebaden<\/h4>\n<p>Gegen acht Uhr \u00f6ffneten sich meine Augen mit schweren Lidern. Mein Kopf drehte und mir war schlecht. Ich musste mich erstmal sammeln. Man was war ich verkatert. Ich schleppte mich ans Waschbecken, wusch mir das Gesicht mit kaltem Wasser und stellte fest, dass ich genauso schlecht aussah, wie ich mich f\u00fchlte.<\/p>\n<p>Trotz allem gab es heute ein Ziel &gt; Bad Camberg<\/p>\n<p>Ich packte mein Rucksack und ging zum Fr\u00fchst\u00fcck, ein Teil von der Bottroper Truppe sa\u00df schon am Tisch. Sie wunderten sich, da sie dachten ich w\u00e4re schon \u00fcber alle Berge. Wir tauschten uns noch kurz aus. Ich schob mir 2 Br\u00f6tchen rein aber die Cornflakes mussten leider stehen bleiben, die gingen nicht mehr in mich rein.<\/p>\n<p>Also verabschiedete ich mich und machte mich auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit an der frischen Luft verschwanden die Kopfweh und ich f\u00fchlte mich nicht mehr gar so verkatert.<\/p>\n<p>Als erstes ging es auf der Landstra\u00dfe parallel zur Eder nach Hatzfeld. Kurz vor Hatzfeld links ab in den Wald. Ich schaute den Wald hoch und sah schon was mich erwarten w\u00fcrde, ein sch\u00f6ner nicht einzusch\u00e4tzender Berg, nicht wissend wie lang und wie steil er sein wird. Es sollte verdammt lang und stellenweise verdammt steil werden. Als ich oben angekommen war sollte von dem Kater nichts mehr zu sp\u00fcren sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1990 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/37-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/37-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/37-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/37-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ich meisterte die erste Herausforderung besser als gedacht. Oben angekommen, warnte ein Schild auf die Abfahrt mit 18% Gef\u00e4lle. Aber auch die rasante Abfahrt wurde gemeistert und ich kam heil am Fu\u00dfe des Berges an und verlie\u00df den Wald. Erst hier merkte ich wie windig es auch an diesem Tag sein sollte. Und Nein, die Windrichtung war immer noch die gleiche, und ich bekam wieder die volle Breitseite ab.<\/p>\n<p>Also kurbelte ich mich \u00fcber Wallau nach Dillenburg. Trotz Wind und weitaus bergigerem Gel\u00e4nde, kam ich gut voran. Im Inneren merkte ich jedoch die Heimatn\u00e4he und die Gedanken gingen hin und wieder Richtung Sofa. Abzubiegen und nach Hause zu radeln, w\u00e4re jetzt das Einfachste. 1,5 \u2013 2 Std, dann k\u00f6nnte ich zu Hause sein. Aber NEIN, ich hatte ja ein Ziel, und das sollte an diesem Tag Bad Camberg und am Ende der Reise Z\u00fcrich sein.<\/p>\n<p>Also ging es weiter und weiter Richtung S\u00fcden, Anstiege nach oben, Abfahrten wieder nach unten. Hier war deutlich zu merken, dass ich ein guten Tritt bekommen, mich an die Tour gew\u00f6hnt und mit der Tour mental arrangiert hatte.<\/p>\n<p>Nach 60km Prozedur mit Steigungen bis 10% und dem verdammten Gegenwind der einem die Kraft wie Pudding aus den Beinen zog, kam ich in Dillenburg an. Da mein Magen knurrte und sich leer anf\u00fchlte, entschloss ich mich, hier eine kurze Mittagspause zu verbringen.<\/p>\n<p>Nach der Pause folgte ich weiter dem Radweg R8 \u00fcber Driedorf, Mengerskirchen und Hadamar nach Limburg. Hier lief der Radweg \u00fcberwiegend parallel oder gar auf der Landstra\u00dfe entlang.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1991 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/38-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/38-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/38-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/38.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1992 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/39-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/39-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/39-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/39-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/39.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Durch den oben abgebildeten Torbogen in Limburg angekommen, nahm ich mir vor, mich nicht lange aufzuhalten und folgte dem Radweg durch die Innenstadt weiter nach Bad Camberg. Es lief an dem Tag, trotz der vorangegangenen Prozeduren, unerwartet gut, und es machte wie am Tag zuvor riesen Spa\u00df durch die abwechslungsreiche Landschaft zu radeln. So kam ich weit aus fr\u00fcher in Bad Camberg an.<\/p>\n<p>Da sich die n\u00e4chste Jugendherberge in Wiesbaden befand und ich viel fr\u00fcher als erwartet in Bad Camberg angekommen war und mich noch fit genug f\u00fcr weitere 30-40km f\u00fchlte, entschloss ich mich, nach einer Pause noch die Etappe bis Wiesbaden auf mich zu nehmen.<\/p>\n<p>Also hielt ich mich, mit Blick auf dem gro\u00dfen Feldberg, zun\u00e4chst auf dem Radweg \u00fcber Idstein nach Eppstein. In Eppstein fragte ich nach dem besten und schnellsten Weg nach Wiesbaden.<\/p>\n<p>Hier sollte die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung des Tages auf mich warten. Ich wurde auf der Bundesstra\u00dfe \u00fcber die \u201cPlatte\u201c nach Wiesbaden geschickt. Die ersten Steigungen waren noch gut zu bew\u00e4ltigen, aber da der Berg kein Ende nehmen wollte, der Wind immer noch voll ins Gesicht blies und es immer sp\u00e4ter wurde, fing ich das erste Mal seit 2 Tagen an, vor mich hin zu fluchen. Da der Verkehr auf der Bundesstra\u00dfe zunahm, entschloss ich mich auf einen Waldweg auszuweichen. Dieser entwickelte sich auf der anderen Seite vom Berg zu einer kilometerlangen rasanten Abfahrt auf einer Schotterpiste.<\/p>\n<p>Verkaterter Start, qu\u00e4lende Abschnitte und dieser miese Gegenwind, wer h\u00e4tte es da gedacht, dass ich an diesem Tag einen neuen Etappenrekord raus fahren sollte? Anstatt Bad Camberg nach rund 185km und 8:45h und knapp 2000HM mit einem weiterem regenfreiem Tag in Wiesbaden gelandet. Noch dazu war die Jugendherberge in einen ganz modernem Standart. Nachdem ich mein Bike sicher unterbrachte und mein Zimmer bezog, sollte nach dem allt\u00e4glichen Ablauf mit Trikot waschen etc ich nicht mehr alt werden und schlief tief und fest ein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1993 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/40-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/40-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/40-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/40.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p><b><strong>Daten:<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>184,34 km<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>8:45;39 h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Geschw. 21,00 km\/h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>1997 HM<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Steig 3%<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>Max.-Steig 18%<\/strong><\/b><\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4>Tag 7 Wiesbaden &gt; Karlsruhe Etappenrekord!<\/h4>\n<p>Gut erholt und ausgeschlafen stand ich an diesem Morgen in der sch\u00f6nen Jugendherberge auf.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Fr\u00fchst\u00fccks beobachtete ich eine relativ junge Lehrerin, die sich mit einem Teil ihrer Schulklasse an dem Tisch gegen\u00fcber befand. Weil ein Teil ihrer Sch\u00fctzlinge sich wohl nicht an die Regeln gehalten hatte und Nachts im Haus unterwegs waren, tat sie sehr \u00fcbertrieben beleidigt. Ich verfolgte am\u00fcsiert die verschiedenen Gespr\u00e4che und musste immer wieder grinsen wenn sie sagte, dass Niemand an diesem Tag etwas besonderes erwarten d\u00fcrfe, da sie sich nicht benommen h\u00e4tten. Da sie schon ansehnlich und h\u00fcbsch war, wirkte sie arrogant und von sich eingenommen. Selbst der Kollege, der noch versuchte auf sie einzureden, dass diese \u201cStreiche\u201c sicherlich auch von ihr gemacht wurden und sie es nicht so eng sehen solle, konnten Sie nicht beruhigen.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck machte ich mich alsbald auf den Weg. Ein bestimmtes Tagesziel hatte ich mir nicht f\u00fcr diesen Tag gesetzt, da ich nicht einsch\u00e4tzen konnte, ob der Rheintalweg genauso ein Reinfall, wie der Weserradweg geben sollte. Ich schnitt noch mal die Wiesbadener Innenstadt an, hielt mich an den Bahnhof, und radelte Richtung Mainz und so zum Rhein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1994 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/41-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/41-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/41-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/41-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/41.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wie immer stellte sich die Beschilderung in den St\u00e4dten kompliziert dar, aber am Rhein entlang konnte man sich ja nicht wirklich verfahren. Nach dem Vortag mit knapp 2000HM sollte das flache Rheintal ohne bemerkenswerte H\u00f6henmeter richtig gut laufen und ich konnte eine gute Durchschnittsgeschwindigkeit herausfahren. So ging es an Gro\u00df Gerau \/ Trebur vorbei nach Mannheim.<\/p>\n<p>Ab Mannheim war die Beschilderung dann wieder eine Katastrophe. Hier kann man die hessischen Radwegplaner doch loben!<\/p>\n<p>Da sich der Radweg hinter Mannheim teilt und man sowohl \u00fcber Heidelberg, als auch \u00fcber Heppenheim fahren kann, w\u00e4hlte ich die landschaftlich abwechslungsreichere Variante \u00fcber Heidelberg. Diese Entscheidung sollte sich jedoch zu einem Fiasko entwickeln. Pl\u00f6tzlich waren nur noch etliche Radwege beschildert, nur der eigentliche Rheintalweg war weg! Keine Beschilderung mehr weit und breit!<\/p>\n<p>Da blieb mir wieder mal nichts anderes \u00fcbrig, als mich an gr\u00f6\u00dfere Ortschaften zu halten. Ich richtete mich zun\u00e4chst an Walldorf und von dort aus zur\u00fcck an den Rhein. Da mir die Schildersuche auf die Nerven ging, hielt ich mich nur noch an den Rhein und radelte entweder auf, oder an den Hochwasserschutzd\u00e4mmen entlang. Da mir wieder mal der Gegenwind das Leben schwer machen wollte, hielt ich mich die meiste Zeit unterhalb der D\u00e4mme auf, um in deren Windschatten fahren zu k\u00f6nnen. Der Rhein schl\u00e4ngelt sich zwar mehr als der eigentliche Radweg, aber diese Umwege habe ich hier gerne in den Kauf genommen.<\/p>\n<p>Damit die Fahrt nicht allzu langweilig und langwierig schien, setzte ich mit einer alten F\u00e4hre mit einem ganz simplen Kettenantrieb auf die andere Seite des Ufers, um dort einige Kilometer runterzuspulen. Sp\u00e4ter fuhr ich \u00fcber eine Br\u00fccke zur\u00fcck auf die richtige Seite. Bei knapp 30\u00b0C und leicht bedeckten Himmel, kam die gro\u00dfe \u00dcberraschung. Tagesziel wurde mit einem neuen Etappenrekord nach rund 9 Stunden und 217km Karlsruhe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1995 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/42-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/42-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/42-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/42-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/42.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1996 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/43-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/43-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/43-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/43-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/43.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Nach einer ca. 10km langen, schnurstracken Piste durch den Wald, war die Jugendherberge in Karlsruhe schnell gefunden. Sie war im Gegensatz zu der Wiesbadener Herberge eher schlicht. Hier sollte ich zum ersten Mal in einem 4-Bett-Zimmer n\u00e4chtigen. Da ich gegen 20:30Uhr alles geregelt und mein getragenes Trikot in der Waschmaschine hatte, fand ich es schon merkw\u00fcrdig, dass meine drei Zimmerkollegen bereits im Bett lagen. Einer stellte sich als Sebastian vor, machte ein Praktikum in Karlsruhe, lag jedoch nur so fr\u00fch im Bett, um zu chatten. Die anderen beiden, Vater und Sohn, kamen aus Belgien und fuhren ebenfalls mit dem Fahrrad den kompletten Rhein, vom Ursprung Richtung Nordsee ab. Sie teilten mit, dass sie t\u00e4glich um die 100km fahren und sich danach eine Unterkunft suchen w\u00fcrden.<br \/>\nNebendem wurde der Fahrradkeller erst ab 23:00Uhr verschlossen. Erst nach mehrmaligen Dr\u00e4ngen machte der Herbergsvater den Keller fr\u00fcher zu. Da die Jugendherberge in einer dunklen Ecke und da sich offensichtlich nicht nur in der Herberge untergebrachte Jugendliche um das Geb\u00e4ude aufhielten, kam mir der unverschlossene Stellplatz alles andere als sicher vor.<\/p>\n<p>Nachdem meine W\u00e4sche halbwegs trocken aus dem Trockner kam, ging ich ebenfalls zu Bett. Was blieb mir auch anderes \u00fcbrig, die beiden schliefen schon und der andere tippte unaufh\u00f6rlich auf seine Tastatur.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1997 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/44-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/44-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/44-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/44-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><b><strong>Daten:<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>217,12 km<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>9:16;37 h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Geschw. 23,40 km\/h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>435 HM<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Steig 1%<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>Max.-Steig 7%<\/strong><\/b><\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4>Tag 8 Karlsruhe &gt; Lahr \/ Schwarzwald &gt; Villingen Schwenningen<\/h4>\n<p>Gegen 4:00Uhr wurde ich schon wieder wach, so wach, dass ich h\u00e4tte meine Tour fortsetzen k\u00f6nnen. So drehte ich mich bis 7:00Uhr von einer Seite auf die Andere und wir standen gemeinsam auf.<\/p>\n<p>Sebastian traf ich beim Fr\u00fchst\u00fcck wieder und wir unterhielten uns gut und lange. L\u00e4nger als geplant, startete ich meinen neuen Tag sp\u00e4ter als gedacht. Was aber nicht weiter schlimm sein sollte. Es kam so und so ganz anders als vermutet.<\/p>\n<p>Es ging wieder zur\u00fcck an den Rhein und immer weiter Richtung S\u00fcden. Aber was sollte an diesem Tag immer weiter hei\u00dfen? Es dauerte nicht lange, da kamen wieder die ersten Industriegebiete. ab hier sollten sie nun st\u00e4ndig kommen und ich musste immer und immer wieder Umwege in Kauf nehmen, um sie zu umfahren. Der Gegenwind begr\u00fc\u00dfte mich ebenfalls schon nach den ersten Metern.<\/p>\n<p>Nicht schon wieder dieser Gegenwind! K\u00f6rperlich war ich in einer sehr guten Verfassung, Knie uns Achillessehne schmerzten nur noch sporadisch und Kraft war auch gen\u00fcgend da. Aber dieser st\u00e4ndige Kampf gegen den Wind saugte am Gem\u00fct und saugte einem mental aus.<\/p>\n<p>Dazu kam diese stets gleichbleibende Landschaft. Zur rechten Hand der Hochwasserschutz, zur linken Hand Mais, Feld und Wiese. Ab und an Hecken und paar B\u00e4ume und alle paar Kilometer das n\u00e4chste Industriegebiet, welches umfahren werden wollte.<\/p>\n<p>Um Abwechslung in die Fahrt zu bringen, die langsam der Langeweile und Einsamkeit zum Opfer fallen sollte, nutzte ich die n\u00e4chste F\u00e4hre um franz\u00f6sischen Boden unter die R\u00e4der zu bekommen. Wenigstens ein neuer Gedanke, etwas Neues f\u00fcr den Kopf und f\u00fcr das Gem\u00fct. Dies sollte zumindest f\u00fcr die ersten Kilometer etwas gut tun.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1998 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/45-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/45-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/45-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/45-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/45.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Die Industriegebiete wie auf der deutschen Seite war ich los, hin und wieder kam mal eine Sandgrube und eine Verladeanlage, aber nicht gro\u00df zu umfahren, sondern meist nur mal unter den F\u00f6rderanlagen durch, wo die Schiffe mit beladen wurden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1999 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/46-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/46-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/46-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/46.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Aber was war dazwischen? Nix, absolut gar nix. Es waren Abschnitte \u00fcber viele Kilometer dabei, wo keine Menschenseele zu sehen war. Ein super asphaltierter Radweg mitten zwischen Hochwasserschutz, B\u00e4ume, Str\u00e4ucher, Wiesen und Felder. Durch die ausbleibenden Industriegebiete war es noch weniger abwechslungsreich, als auf deutscher Seite. Ich war einsam, kein Mensch zusehen, alleine im Kampf gegen den Wind. Niemand der das Leid mit einem teilen wollte.<\/p>\n<p>Mitten im Nix kam ein kleiner Campingplatz und eine F\u00e4hrstation, die au\u00dfer Betrieb war. Da an dem Campingplatz ein kleiner Imbisswagen stand, an dem gerade ein kleiner dicker Mann Tische und St\u00fchle aufbaute, entschloss ich mich erst mal einen Kaffee zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Als ich an dem Imbisswagen ankam, entwickelte sich dieser als sehr schmuddelig und ich beschr\u00e4nkte die Pause auf einen Kaffee. Der Mann, ebenfalls etwas schmuddelig, gab sich nicht besonders freundlich nachdem er bemerkte, dass ich deutscher war.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2000 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/47-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/47-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/47-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/47-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/47.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Da es ja nicht die M\u00f6glichkeit gab an das andere Ufer zu gelangen, blieb mir nichts anderes \u00fcbrig, als weiterzuradeln. Die Kilometer sollten sich ziehen, ein Blick auf die Uhr, ein Blick auf den Tacho, wieder nicht weiter gekommen, alles schien zu stehen. Ich kurbelte und kurbelte gegen den als mittlerweile als Erzfeind angesehenen Wind an und vom Gef\u00fchl stand ich still.<\/p>\n<p>Irgendwann sollte eine F\u00e4hre erreicht werden. Mit der Hoffnung andere Gedanken in den Kopf zu bekommen, wechselte ich zur\u00fcck auf die deutsche Seite. Aber auch hier sollte es nicht mehr gelingen, der Tag war nicht mehr zu retten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2001 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/48-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/48-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/48-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/48-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2002 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/49-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/49-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/49-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/49-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/49.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Basel waren noch ungef\u00e4hr 100km entfernt. Ca. 130km hatte ich an diesem Tag schon runter, 100km die eigentlich kein Problem darstellten. Aber an diesem Tag sollten 100km unerreichbar vorkommen und ich hatte die Nase voll vom Rhein, vom Gegenwind, von der Landschaft und das ganz gleich ob auf franz\u00f6sischem, oder auf deutschem Grund.<\/p>\n<p>Ich schaute mir die Landkarte an und suchte nach Alternativrouten. \u00dcberlegte \u00fcber Freiburg zu fahren. Nur eins war klar, dann erwarteten mich H\u00f6henmeter. Mir kam Villingen-Schwenningen in den Blick, das w\u00fcrde ein riesen Umweg mit ebenfalls vielen H\u00f6henmeter bedeuten. Also k\u00f6nnte ich genauso nach Basel weiter fahren. Aber nein, um an den Rhein weiterzufahren hatte ich keine Nerven mehr. Der Rhein, den ich dank dem Hochwasserschutz selten gesehen hatte, hat mich mental ausgesaugt. Ich wollte mein Ziel erreichen und ich zweifelte nicht daran in Z\u00fcrich anzukommen. Aber ich wollte keinen Meter mehr an dem Rhein entlang, zumindest solange sich nicht die Landschaft \u00e4ndert, die mit ihrer Langeweile einen Teil dazu beigetragen hatte.<\/p>\n<p>Nachdem ich durch die Innenstadt von Kehl fuhr, \u00fcberlegte ich mir zun\u00e4chst etwas aus dem Rheintal zu fahren. Einfach um eine Landschaft mit mehr Abwechslung zu erleben. So kam ich neben kleineren Ortschaften durch Offenburg und Friesenheim nach Lahr \/ Schwarzwald.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2003 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/50-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/50-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/50-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/50.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Aber f\u00fcr diesen Tag war ich nicht mehr zu motivieren und ich schaute wieder nach Alternativrouten. Obwohl es mir zun\u00e4chst schwer fiel, entschloss ich mich 100km nach Basel mit dem Zug zu \u00fcberbr\u00fccken. Auch wenn aufgeben nicht zu meinem Lebensmotto geh\u00f6rt. Ein Aufgeben war es ja in dem Sinn nicht, daf\u00fcr hatte ich ja schon mehrere freiwillige und unfreiwillige Umwege in Kauf genommen und die Kilometerleistung von einem direktem Weg war auch schon erf\u00fcllt. Man versuchte sich die Situation sch\u00f6n zu reden.<\/p>\n<p>Am Bahnhof angekommen schilderte ich dem Bahnbediensteten meine Geschichte und dass ich 100km \u00fcberbr\u00fccken wollte, alternativ aber auch Villingen-Schwenningen schon mal anvisiert hatte. Sein Tipp war ganz klar Villingen. Neben dem teilte er mit, dass in Basel eine Messe lief und es ohnehin schwierig sein sollte, ein Zimmer zu bekommen. Und wenn, zu unbezahlbaren Preisen. Ich schaute mir noch mal die Karte an und entschied mich ohne lange zu \u00fcberlegen f\u00fcr Villingen. Dazu kam, dass es in Villingen eine Jugendherberge gab und in Basel und Umgebung eben keine. Nach einem netten Gespr\u00e4ch suchte mir der Bahnbedienstete eine g\u00fcnstigste und trotzdem relativ schnelle Verbindung raus. Als ich auf dem Weg zum Bahnsteig war, \u00f6ffnete er noch mal das Fenster um mein Bike zu begutachten und fragte wie viel Pannen und vor allem Platten ich bisher gehabt h\u00e4tte. Ich konnte ihm stolz eine pannefreie Tour bieten. Er fragte mich noch \u00fcber die Bereifung aus und verabschiedete mich mit den besten W\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Das H\u00f6henmeter auf mich zu kommen w\u00fcrden, war mir egal und ich freute mich auf eine neuen Abschnitt. Vor allem auf einen Abschnitt mit einer abwechslungsreicheren Landschaft.<\/p>\n<p>Rund 2 Stunden sp\u00e4ter und nach Einbruch der Dunkelheit kam ich in der Jugendherberge an. Platz hatten sie noch genug und so war ein Einzelzimmer ganz weit oben unter dem Dach gesichert. Die Jugendherberge war durch verschiedene Bauabschnitte irgendwie verwinkelt und die Besitzer machten auch einen merkw\u00fcrdigen Eindruck. Durch die verwinkelte Bauweise, der Lage am Stadtrand und irgendwie das Gesamtbild, lie\u00dfen diese irgendwie auf ein Spukschloss schlie\u00dfen und es machte einen ganz merkw\u00fcrdigen Eindruck auf mich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2004 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/51-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/51-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/51-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/51.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Als ich mein Trikot in die Waschmaschine stopfte und mir die F\u00fc\u00dfe vertrat, sprach mich ein junger Kerl an. Er fragte, ob ich auch mit dem Fahrrad unterwegs w\u00e4re. Er erz\u00e4hlte, dass sie zu zweit eine Tour durch den Schwarzwald machen w\u00fcrden und das n\u00e4chste und letzte Ziel der Titisee w\u00e4re. So fachsimpelten wir einen Augenblick und sein Kollege kam hinzu. So schilderte jeder seine Erfahrungen und die aktuelle Tour.<br \/>\nNachdem die Waschmaschine durchgelaufen war, verabredeten wir uns zum Fr\u00fchst\u00fccken und ich erklomm die Treppe nach oben unter das Dach.<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4>Tag 9 Villingen &gt; Schaffhausen &gt; Z\u00fcrich<\/h4>\n<p>Nach einer erholsamen Nacht und dem morgendlichen Ritual, wie Rucksack packen ging ich frohen Mutes zum Fr\u00fchst\u00fcck. Wir a\u00dfen zusammen und unterhielten uns neben dem gemeinsamen Hobby \u00fcber alle m\u00f6glichen Themen.<\/p>\n<p>9:00Uhr hatte ich mir als Startzeit gesetzt.<\/p>\n<p>So ging es zwar etwas versp\u00e4tet los, aber ich fuhr gut gelaunt durch Villingen. Als ich in der Stadt auf meiner Karte nach der richtigen Richtung schaute, sprach mich eine Frau mit 2 kleinen Kindern an und fragte ob sie mir weiterhelfen k\u00f6nne. Nachdem ich den Kindern einige neugierige Fragen beantwortet hatte, erkl\u00e4rte sie mir den Weg. So fand ich schnell den richtigen Radweg und kam schnell aus Villingen raus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2005 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/52-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/52-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/52-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/52.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Wie es zu erwarten war, lie\u00dfen die ersten H\u00f6henmeter nicht lange auf sich warten. Doch genoss ich ab dem ersten Moment an jede Abwechslung, jeden Berg, jede Abfahrt, einfach jede Ver\u00e4nderung die sich mir bot. So kurbelte ich mich kleinere und gr\u00f6\u00dfere Anstiege hinauf, rollte Abfahrten hinunter und freute mich auf das Ziel Schaffhausen. Schaffhausen sollte f\u00fcr diesen Tag Etappenziel sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2006 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/53-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/53-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/53-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/53-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/53.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Diesmal ohne Gegenwind kam es mir vor als wolle Petrus die Strapazen wieder gut machen. Rund um mich herum war der Himmel bedeckt und mit teils schwarzen Regenwolken best\u00fcckt. Aber ich fuhr immer unter blauem Himmel. Mit jedem Kilometer stieg meine Euphorie und es machte sich viel st\u00e4rker als bisher, ein Gef\u00fchl von Freiheit in mir breit.<\/p>\n<p>So lies die n\u00e4chste kilometerlange Steigung nicht lange auf sich warten. Ich stieg aus dem Sattel und kurbelte mich diese Herausforderung \u201cZollstra\u00dfe\u201c mit teils 10% Steigung nach oben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2007 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/54-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/54-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/54-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/54-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Auch dieser Berg war problemlos zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2008 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/55-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/55-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/55-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/55-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/55.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Es lief gut an diesem Tag, es war nichts mehr zu sp\u00fcren von dem mentalen Loch am Vortag. Was die Abwechslung ausmacht, ich h\u00e4tte mir es niemals tr\u00e4umen lassen. Das nicht jeder Tag ein rosiger Tag sein w\u00fcrde wusste ich vorher. Doch dass ich auf dieser Tour erleben sollte wie es ist an die mentale Grenze zu gelangen, das hab ich nicht gewusst. Im Nachhinein war es aber Wert, auch diese Erfahrung zu durchleben.<\/p>\n<p>So kam ich auf dem Bergkamm an und passierte zun\u00e4chst die deutsche, dann die schweizer Zollstation, um dann wieder dem Berg hinunter nach Beggingen zu rollen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2009 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/56-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/56-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/56-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/56-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/56.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2010 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/57-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/57-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/57-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/57.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>In Beggingen suchte ich zun\u00e4chst ein Schild, welches die Richtung nach Schaffhausen anzeigen sollte. Da keins zu finden war, suchte ich nach einem Menschen, den ich danach fragen konnte. Da es gerade Mittagszeit war, sollte es gar nicht so einfach sein. Keine Menschenssele war auf den Stra\u00dfen zu sehen.<\/p>\n<p>Mitten im Ort sa\u00df ein \u00e4lterer Herr im Vorgarten und lass Zeitung. Also hielt ich an und fragte nach der gesuchten Richtung. Der \u00e4ltere Herr grinste und fragte: \u201eWie moagsten foahre, mit dem Foahrroad?\u201c Als ich das bejahte, sagte er weiter: \u201e Doa moagst nit hoch foarn!\u201c und deutete auf den n\u00e4chsten Berg, der aus dem Dorf verdammt nach H\u00f6henmetern aussah.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2011 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/58-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/58-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/58-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/58-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/58.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ich bedankte mich f\u00fcr die Auskunft und teilte mit, dass mir ja nichts anderes \u00fcbrig bliebe als mit dem Fahrrad dort dr\u00fcber zu fahren. Er wies mich noch darauf hin, dass nicht alle Wege asphaltiert w\u00e4ren und ich damit rechnen m\u00fcsse, auch mal ein St\u00fcck schieben zu m\u00fcssen. Das blieb mir jedoch erspart, und ich konnte, auch wenn die Abfahrt auf der anderen Seite des Berges holprig wurde, ohne abzusteigen diesen Berg bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2012 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/59-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/59-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/59-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/59-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/59.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Der Ausblick und die H\u00f6he der Wolken lie\u00dfen auf sich schlie\u00dfen, dass ich auf eine H\u00f6he von ca. 900m\u00fcNN einige Meter nach oben fahren musste. Aber wer hoch kommt, darf bekannter Weise auch wieder nach unten, und es erwartete mich eine kilometerlange, teils holprige und rasante Abfahrt. Aber hiernach erwartete mich mein eigentliches Endziel: Schaffhausen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2013 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/60-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/60-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/60-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/60.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2014 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/61-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/61-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/61-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/61.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>In der Stadt lockte ein Stand mit frisch gebratenen W\u00fcrsten, den ich direkt ansteuerte. Leider wollte der Verk\u00e4ufer keine Euro. Wo ich ihm mitteilen wollte, dass ich erst Geld tauschen m\u00fcsse, da ich keine SF h\u00e4tte, versprach ich mich und sagte DMark. Der Verk\u00e4ufer lachte laut und sagte: \u201e Die h\u00e4ttest wohl gern wieder\u201c und verspottete wohl mit gutem Recht die europ\u00e4ische W\u00e4hrung. \u201eZahlen d\u00fcrfst f\u00fcr alle die nix hoarm!\u201c lachte er.<\/p>\n<p>Er zeigte mir die n\u00e4chste Bank und so hatte ich schnell ein paar Euro getauscht und konnte mir eine Bratwurst f\u00fcr sage und schreibe 6,50SF (ca.5,00\u20ac) kaufen.<\/p>\n<p>Ich schob mein Bike durch die Innenstadt und schaute mir, bis ich am Rhein ankam, die engen Gassen an. Da die Tour an diesem Tag super lief, war es gerade mal 12:30Uhr.<\/p>\n<p>Ich war auf den viel versprochenen Rheinfall gespannt und machte mich auf den Weg. Der Radweg direkt am Rhein entlang, mit einer Landschaft wie ich sie ja nun gar nicht vom Rhein in Erinnerung hatte, und mit diesem in Verbindung bringen konnte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2015 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/62-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/62-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/62-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/62-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/62.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>An der Fliesgeschwindigkeit des Rheins konnte man erkennen. dass es nicht mehr weit sein konnte. Man h\u00f6rte bereits leise das Rauschen des Wasserfalls.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2016 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/63-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/63-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/63-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/63-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/63.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Vom Gef\u00fchl war ich hier schon angekommen, rund 1400km f\u00fcr diese Laune der Natur! Bei strahlendem Sonneschein mein letztes Etappenziel vor dem rund 60km entfernten Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Ich rollte noch einen kleinen Berg hinunter und befand mich unterhalb des Rheinfalls. \u00dcberw\u00e4ltigt von der Sch\u00f6nheit der Natur, \u00fcberw\u00e4ltigt es (fast) geschafft zu haben, war ich den Tr\u00e4nen nahe. Ich setzte mich erst mal auf eine Mauer und genoss den Anblick. Durch den Kopf gingen mir verschiedene Momente der Tour. Die sch\u00f6nen Momente, die ganzen Leute, die ich kennenlernen durfte, die Strapazen, und auch der Vortag, als ich noch den Rhein und seine langweilige Landschaft durchfuhr. Dazu den Wind, der mich vom ersten bis zu diesem Tag qu\u00e4lte, und bis aufs letzte verfluchte.<\/p>\n<p>Aber dann, dann war alles verziehen. Ich war erf\u00fcllt mit einem Gl\u00fccksgef\u00fchl und wusste, dass das eine Leistung war, wo ich manchmal selber dran zweifelte es zu schaffen. Aber jetzt war ich hier, rund 60km vor dem Endziel! So entschloss ich mich auch noch dieses an diesem Nachmittag zu erreichen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2018 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/65-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/65-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/65-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/65.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Ich fragte jemanden, ob er mich fotografieren k\u00f6nnte. Denn auf diesem Foto, was ein weiteres Beweisfoto werden sollte, wollte ich in dem Trikot stecken, was immer als Beweisst\u00fcck diente.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2017 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/64-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/64-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/64-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/64-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/64.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Im Anschluss machte ich mich auf den Weg zu einer Trinkwasserquelle, um meine Trinkflaschen zu f\u00fcllen. Hier begegnete ich einem Engl\u00e4nder mit seinem Rennrad. Er hatte die Tour noch vor sich. Er erz\u00e4hlte mir, dass er gerade von Z\u00fcrich kam, da er dort seine Tochter besucht h\u00e4tte. Jetzt wolle er den kompletten Rhein bis zur M\u00fcndung abfahren. Er zeigte mir auf seiner Karte noch den g\u00fcnstigsten Weg nach Z\u00fcrich. Wir tauschten noch Erfahrungen aus und verabschiedeten uns mit den unterschiedlichen Zielen, mein letztes und sein rund 1000km entferntes. Ich hatte es hinter mir, er hatte noch alles vor sich. Wir w\u00fcnschten uns eine gute Zeit und radelten in die unterschiedlichen Richtungen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2019 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/67-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/67-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/67-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/67.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Gef\u00fchlt sollte auch die letzte Etappe nicht lange dauern und ich radelte bei sch\u00f6nstem Wetter die letzten Kilometer der Tour. Der 9. Tag war geschafft, die Tour war geschafft! Rund 1500km lagen hinter mir!<\/p>\n<p><b><strong>Daten:<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>136,13 km<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>7:04;46 h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Geschw. 19,20 km\/h<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>1203 HM<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>D.-Steig 4%<\/strong><\/b><br \/>\n<b><strong>Max.-Steig 14%<\/strong><\/b><\/p>\n<h4>Z\u00fcrich<\/h4>\n<p>Gegen 18:00Uhr erreichte ich Z\u00fcrich. Um zun\u00e4chst die Heimfahrt zu organisieren und die n\u00f6tige Fahrkarte und Zug zu buchen, steuerte ich erst mal den Z\u00fcricher Hauptbahnhof an.<\/p>\n<p>Der Bahnhof war voll mit Menschenmassen, die eilig, gestresst und gereizt hin und her liefen. Ich ging erst mal zu einem Infostand und fragte den Sacharbeiter nach einer Verbindung und den zu erwartenden Fahrpreis. Dieser konnte mir jedoch keine Auskunft geben, da er keine Preis\u00fcbersicht in seinem Computer hatte. So verwies er mich an den Fahrkartenschalter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2020 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/68-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/68-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/68-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/68-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/68.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Nach ungef\u00e4hr 20 Minuten Wartezeit konnte ich an den Schalter herantreten und mein Anliegen vortragen. Da diese nicht f\u00fcr internationale Fahrkarten zust\u00e4ndig waren, wurde ich hier jedoch erneut abgewiesen und zu dem Reisezentrum geschickt. Da ich ein Fahrrad dabei h\u00e4tte, k\u00f6nnte sie den Fahrradstellplatz nicht buchen.<\/p>\n<p>Also ging ich in das Reisezentrum um festzustellen, dass es ebenfalls v\u00f6lligst \u00fcberf\u00fcllt war. So entschloss ich mich, am n\u00e4chsten Morgen um die Fahrkarte zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2021 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/69-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/69-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/69-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/69-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/69.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Da ich ja auch noch meine Unterkunft f\u00fcr diese Nacht sichern musste, kam mir der Infostand wieder in den Sinn. Dort angekommen, wurde ich erneut abgewiesen und in das Touristen-Center geschickt. Also ging es in der letzten halben Stunde wie auf manchen Radwegen im Zickzackkurs durch den Bahnhof.<\/p>\n<p>Am Touristen-Center angekommen, war ich zumindest hier auf Anhieb an der richtigen Stelle und bekam mit der Adresse die Information, dass die gesuchte Jugendherberge ca. 3 km entfernt sei und f\u00fcr diese Nacht auch noch Betten frei w\u00e4ren.<\/p>\n<p>So setzte ich mich wieder auf mein Rad und kurbelte mich zur Jugendherberge. Als ich nach dem gew\u00fcnschten Zimmer fragte, sollte ich erfahren, dass sie restlos ausgebucht w\u00e4ren und keine Betten mehr frei h\u00e4tten. Da fiel mir erst mal das Lachen aus dem Gesicht, denn ich sah schon ein teures Hotelzimmer auf mich zu kommen.<\/p>\n<p>Sehr freundlich und hilfsbereit nach einer L\u00f6sung zu suchen, schaute die junge Dame noch mal im Computer nach und stellte fest, dass ein Gast noch nicht erschienen sei. Die Betten werden bis 19:00 Uhr freigehalten und wenn man trotz Buchung nicht erscheint, weitergegeben. Fairerweise wollte sie jedoch noch die 15 Minuten bis 19:15Uhr warten, es k\u00f6nnte ja immer mal was dazwischen kommen und man m\u00fcsste auch diesem Gast eine Chance geben. Also setzte ich mich vor die Herberge und wartete bis 19:20Uhr.<\/p>\n<p>Erfreulicherweise ist der ausgebliebene Gast wirklich nicht erschienen und ich konnte das letzte Bett in einem 4er-Zimmer belegen. So ging ich auf das Zimmer um zu duschen, mein Bett herzurichten und zu sehen mit wem ich es in dieser Nacht zu tun haben w\u00fcrde. Nebenbei meldete ich mich bei Svenja um ihr mitzuteilen, dass ich heil in Z\u00fcrich angekommen war. Wir verabredeten uns f\u00fcr sp\u00e4ter und ich erfuhr, dass ihre Schwester Anne ebenfalls da w\u00e4re.<\/p>\n<p>Nachdem ich alles hergerichtet hatte und frisch geduscht und bereit f\u00fcr die Verabredung da stand, war von den Zimmergenossen immer noch niemand zu sehen. Also machte ich mich auf den Weg zu Svenja und Anne.<\/p>\n<p>Dort angekommen erfuhr ich, dass Svenja am n\u00e4chsten Tag Geburtstag hatte. So verbrachten wir einen sch\u00f6nen Abend, tranken mit Svenjas Bekannten ein paar Bierchen und warteten die Mitternacht ab, um Svenja zu gratulieren.<\/p>\n<p>Mit einem schlechtem Gewissen kam ich gegen 2:00 \u2013 2:30Uhr zur\u00fcck zur Jugendherberge. Ich war der Meinung, dass es wohl nicht so nett w\u00e4re, wenn man sich nicht mal vorstellen konnte und wildfremd Nachts die Ruhe von Mitmenschen st\u00f6ren m\u00fcsse. Aber hier sollte es auch mal wieder anders als gedacht kommen.<\/p>\n<p>Ich schlich mich leise in das Zimmer und kleidete mich in einem Vorraum um. Um nicht das Licht anschalten zu m\u00fcssen leuchtete ich den Weg mit meinem Mobiltelefon aus und versuchte so leise wie m\u00f6glich auf das Hochbett zu kommen.Ich steckte das Handy ein und kletterte die Leiter hoch, oben angekommen st\u00fctzte ich mich nach vorne ab. Aber was war denn in meinem Bett?<\/p>\n<p>Das Licht ging an und ein Mann indischer Herkunft lag in meinem Bett und brummelte etwas vor sich hin, drehte sich um und schlief weiter. Der Inder dachte im Vorfeld wohl, dass ein frisches Bett angenehmer w\u00e4re und tauschte einfach den Schlafplatz.<\/p>\n<p>Na klasse, das letzte Bett und jetzt liegt noch ein Inder darin. Zwei Betten waren noch frei, in dem 4. lag, unbekannter Herkunft, ein weiterer junger Mann, der mir mit 2-3 Worten Englisch und Zeichensprache beibrachte, dass der 4. Mann das untere Bett habe, aber auch noch unterwegs sei.<br \/>\nAlso ging ich zur Rezeption und trug mein Problem vor. Der diensthabende junge Mann regte sich mich geballter Faust und den Worten \u201ediese Inder!!\u201c auf.<\/p>\n<p>Nach kurzem \u00dcberlegen blieb mir nichts anderes \u00fcbrig, als jetzt das leere Bett neu zu beziehen und mich in dieses zu legen. Mit frischer Bettw\u00e4sche begab ich mich wieder ins Zimmer. Ver\u00e4rgert nahm ich jetzt auch keine R\u00fccksicht mehr und bezog mein Bett bei voller Beleuchtung.<\/p>\n<p>Ich war nicht lange eingeschlafen, da knallte es in dem Zimmer. Die T\u00fcr flog auf und der 4. Mann, mit einigen Promille im K\u00f6rper, \u201cversuchte\u201c so leise wie m\u00f6glich sein Bett zu finden. Hierbei nahm er erst mal jede Bettecke und den Tisch mit. Fand aber dann sein Schlafplatz und es kehrte wieder Ruhe ein.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen sollte ich mit der n\u00e4chsten anderen Kultur in Konflikt geraten.<\/p>\n<p>Ich setzte mich an einem Tisch in den gro\u00dfen Fr\u00fchst\u00fccksraum. Da ich mir irgendwann noch etwas zu Essen nachholen wollte, lies ich mein Tablett stehen und holte mir noch etwas Corn-flakes. Als ich zur\u00fcck kam, war mein Tablett an die Stirnseite geschoben und der Tisch war mit einer chinesischen Gruppe belagert. Da der gr\u00f6\u00dfte Teil des Essensaales und so einige Tische leer waren, empfand ich es als Frechheit und wollte meinen Platz auch nicht ohne weiteres r\u00e4umen. So verscheuchte ich den Chinesen der auf meinem Platz sa\u00df und nahm diesen wieder ein.<\/p>\n<p>Dann kam der Kulturschock!<br \/>\nIch habe das erste Mal in meinem Leben mit Chinesen an einem Tisch gegessen. Das kann man ehrlich gesagt keinem w\u00fcnschen und keinem zumuten. Es wurde lauthals geschmatzt, geschl\u00fcrft und gesabbert. Wenn dabei irgendwelche angekauten Essenreste aus dem Mund fielen, wurde es einfach wieder nachgeschoben. Ich bin eigentlich durch meinem Beruf in solchen Sachen abgestumpft und schmerzfrei, war aber an diesem Tag bedient und lies angewidert mein Tablett auf dem Tisch und ging.<\/p>\n<p>Ich checkte aus, nahm meinen Rucksack auf den R\u00fccken und radelte bei strahlend blauem Himmel zum Hauptbahnhof. Diesmal sollte es ganz schnell gehen. Ich bekam meine Fahrkarte und eine Verbindung ab 15:00 Uhr. Meinen Rucksack deponierte ich beim Gep\u00e4ckservice damit ich f\u00fcr diesen Tag den Ballast los war. So hatte ich einige Stunden in Z\u00fcrich und konnte mir einen ruhigen Tag machen. Der Himmel gab her, was er versprach und lies die Temperatur auf 32\u00b0C ansteigen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2022 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/70-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/70-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/70-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/70.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Ich wollte eine weitere Bekannte an ihrem Arbeitsplatz besuchen und dort einen Kaffee trinken. Leider hatte sie an diesem Tag frei, war aber auch selber Schuld, h\u00e4tte mich ja vorher Mal melden und mit ihr verabreden k\u00f6nnen. Den Kaffee trank ich trotzdem und unterhielt mich mit einer \u00e4lteren Frau, die lange in Deutschland lebte und \u201cdamals\u201c in Frankfurt a.M. heiratete.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2023 alignright\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/71-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/71-225x300.jpg 225w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/71-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/71.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Im Anschluss rollte ich zur\u00fcck an den Z\u00fcrichsee. Da es auf die Mittagszeit zuging, wurde es immer w\u00e4rmer. So spazierte ich, das Fahrrad schiebend, am Ufer entlang, bis ich ein nettes Pl\u00e4tzchen zum Verweilen gefunden hatte. Ich setzte mich an den See und sah mir die Alpen im Hintergrund an. Zufrieden mit mir und der Tour lies ich die Zeit einfach an mir vorbeistreichen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2024 alignleft\" src=\"http:\/\/cyclotourers.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/72-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/72-300x225.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/72-768x576.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/72-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Nachmittags suchte ich Starbucks auf, holte mir einen leckeren Chai-Frape\u00b4, spazierte Richtung Innenstadt und schaute mir die engen Gassen von Z\u00fcrich\u00b4s Altsstadt an. So schlenderte ich hin und her, bis die Zeit langsam da war, um zur\u00fcck zum Bahnhof zu gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1616 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/cyclotourer.de\/?attachment_id=2025'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/73-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/cyclotourer.de\/?attachment_id=2026'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/74-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/cyclotourer.de\/?attachment_id=2027'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/75-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<h4>R\u00fcckblick<\/h4>\n<p>Jetzt sind ziemlich genau nach der Ankunft in Z\u00fcrich 2 Wochen vergangen.<\/p>\n<p>Langsam hat es sich rumgesprochen was man \u201cgeleistet\u201c hat. Man wird oft befragt und bekommt die Anerkennung ausgesprochen. Klar war es eine Tour, die nicht jeder einfach mal so macht. Klar ist auch, dass eine Menge Kilometer zusammen gekommen sind und diese trotz diesem verdammten Gegenwind zu bew\u00e4ltigen waren.<\/p>\n<p>Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass ich es nie bereuen werde diese Tour angegangen und durchgezogen zu haben. Vergessen sind zum gr\u00f6\u00dften Teil die Strapazen und verziehen sei es dem Wind. Er hat mit zwar das Leben schwer gemacht, aber er hat mich noch lange nicht zur Aufgabe gezwungen.<\/p>\n<p>In Vergessenheit werden niemals die sch\u00f6nen Momente, und vor allem auch nicht die unz\u00e4hligen Menschen gehen, die mit Rat und Tat zur Seite standen, denen man begegnet ist, und ins Gespr\u00e4ch kam. Auch nicht diese, die einem die n\u00e4chsten Kilometer zeigten oder erkl\u00e4rten und anzusehen war, dass sie einem gerne weiter geholfen haben.<\/p>\n<p>Es gab einige nette und liebenswerte Menschen mit denen man einfach ins Gespr\u00e4ch kam und sich austauschte, die Geschichten anh\u00f6rte, die eigene erz\u00e4hlte und auch manche kritische Diskussion f\u00fchren konnte.<\/p>\n<p>Es traten noch mal zwei besonders liebenswerte Menschen in mein Leben. Eine Person denkt \u00e4hnlich wie ich, die zweite konnte man nicht ganz \u00fcberzeugen und so werden sich jetzt, 2 Wochen sp\u00e4ter, die Wege wieder trennen. Aber was es ausmacht ist der Moment. In diesem Moment war ich gl\u00fccklich und wird immer ein besonderen Stellenwert in meinem Leben behalten.<\/p>\n<p>Manchmal dachte ich zu Facebook-Zeiten sollte man doch den Freundeskreis vergr\u00f6\u00dfern, sich auch dort kennenlernen. Jetzt bin ich froh, dass es niemals so \u201cintim\u201c wurde und man sich f\u00fcr diese Zeit begegnete und nur noch das, was man m\u00f6chte, in Erinnerung beh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die Tour bescherte Momente mit Strapazen, mit dem unaufh\u00f6rlichen Kampf gegen den Wind. Steigungen und die mentale Herausforderung am Rhein. Jeder Kampf, jede Herausforderung, jedes Mal, wenn man zu fluchen begann und sich fragte, was man sich \u00fcberhaupt antut. Alle diese Momente st\u00e4rkten das Vertrauen in sich selbst und zeigten einem, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur m\u00f6chte.<\/p>\n<p>So blicke ich auf einen erf\u00fcllten Urlaub zur\u00fcck und w\u00fcnsche mir, dass mein n\u00e4chster genauso spannend und herausfordernd wird. Man hat nach langer Zeit wieder gesehen wie sch\u00f6n die Natur sein kann, fragt sich immer wieder warum man es in seinem Alltag nicht mehr erkennt, und sich diese eigentlich wunderbare Welt zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Mir ist es genau vier Mal passiert, dass am Wegesrand 2 grau\/wei\u00dfe Tauben aufgestiegen und als Paar davon geflogen sind. Aufgefallen war, dass sie jedes Mal die gleiche Farbe hatten. Es war zwei Mal in kritischen Momenten, wo ich mir nicht sicher war, ob ich auf dem richtigen Weg sei und es waren 2 Mal besondere Momente, wo ich besonders zufrieden war. Jedes Mal erf\u00fcllte mich ein Gef\u00fchl auf den richtigen Weg zu sein.<\/p>\n<p>An dieser Stelle mag ich Gott f\u00fcr die Kraft danken, dass er mich auf der Tour besch\u00fctzt und vor Unf\u00e4llen oder anderem Unheil bewahrt hat.<\/p>\n<p>Ich danke aber auch nochmals allen Menschen die mir im Vorfeld der Tour mit Rat und Tat zur Seite standen! Die mir sinnvolle Tipps geben konnten, immer an mein Vorhaben glaubten und mir Mut zu sprachen.<\/p>\n<p>Aber ich danke auch den Menschen die meine Tour zu Hause am Computer verfolgten und mit kleinen Kommentaren immer wieder den Anreiz gaben, die n\u00e4chste Etappe in Angriff zu nehmen.<\/p>\n<h4>Daten insgesamt:<\/h4>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"32\">Tag<\/td>\n<td width=\"57\">km<\/td>\n<td width=\"67\">Zeit<\/td>\n<td width=\"107\">Durchschn.-km\/h<\/td>\n<td width=\"83\">H\u00f6henmeter<\/td>\n<td width=\"108\">Durchschn.-Steig %<\/td>\n<td width=\"75\">max. Steig. %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">1.<\/td>\n<td width=\"57\">155,57<\/td>\n<td width=\"67\">6,26<\/td>\n<td width=\"107\">24,10<\/td>\n<td width=\"83\">482,00<\/td>\n<td width=\"108\">1,00<\/td>\n<td width=\"75\">4,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">2.<\/td>\n<td width=\"57\">160,45<\/td>\n<td width=\"67\">7,56<\/td>\n<td width=\"107\">20,20<\/td>\n<td width=\"83\">481,00<\/td>\n<td width=\"108\">1,00<\/td>\n<td width=\"75\">13,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">3.<\/td>\n<td width=\"57\">165,43<\/td>\n<td width=\"67\">7,10<\/td>\n<td width=\"107\">23,00<\/td>\n<td width=\"83\">259,00<\/td>\n<td width=\"108\">2,00<\/td>\n<td width=\"75\">9,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">4.<\/td>\n<td width=\"57\">140,33<\/td>\n<td width=\"67\">6,50<\/td>\n<td width=\"107\">23,10<\/td>\n<td width=\"83\">918,00<\/td>\n<td width=\"108\">2,00<\/td>\n<td width=\"75\">10,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">5.<\/td>\n<td width=\"57\">132,78<\/td>\n<td width=\"67\">6,11<\/td>\n<td width=\"107\">21,40<\/td>\n<td width=\"83\">747,00<\/td>\n<td width=\"108\">2,00<\/td>\n<td width=\"75\">13,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">6.<\/td>\n<td width=\"57\">184,34<\/td>\n<td width=\"67\">8,45<\/td>\n<td width=\"107\">21,00<\/td>\n<td width=\"83\">1.997,00<\/td>\n<td width=\"108\">3,00<\/td>\n<td width=\"75\">15,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">7.<\/td>\n<td width=\"57\">217,12<\/td>\n<td width=\"67\">9,16<\/td>\n<td width=\"107\">23,40<\/td>\n<td width=\"83\">435,00<\/td>\n<td width=\"108\">1,00<\/td>\n<td width=\"75\">7,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">8.<\/td>\n<td width=\"57\">145,49<\/td>\n<td width=\"67\">6,45<\/td>\n<td width=\"107\">21,40<\/td>\n<td width=\"83\">220,00<\/td>\n<td width=\"108\">1,00<\/td>\n<td width=\"75\">9,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">9.<\/td>\n<td width=\"57\">136,13<\/td>\n<td width=\"67\">7,05<\/td>\n<td width=\"107\">19,20<\/td>\n<td width=\"83\">1.203,00<\/td>\n<td width=\"108\">4,00<\/td>\n<td width=\"75\">14,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">10.<\/td>\n<td width=\"57\">40,81<\/td>\n<td width=\"67\">4,17<\/td>\n<td width=\"107\">9,50<\/td>\n<td width=\"83\">196,00<\/td>\n<td width=\"108\">3,00<\/td>\n<td width=\"75\">14,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\"><\/td>\n<td width=\"57\">1.478,45<\/td>\n<td width=\"67\">71,00<\/td>\n<td width=\"107\"><\/td>\n<td width=\"83\">6.938,00<\/td>\n<td width=\"108\"><\/td>\n<td width=\"75\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flensburg &gt; Z\u00fcrich 1500km H\u00f6hen und Tiefen Wie alles begann (Im Moment plane ich meinen (Sommer-)Urlaub 2011) Mein Vorhaben ist ganz kurz beschrieben, eine kleine [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":55,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[121],"tags":[140,141],"class_list":["post-1616","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-touren","tag-flensburg-zuerich","tag-quer-durch-deutschland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1616"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1616\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2029,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1616\/revisions\/2029"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/55"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/cyclotourer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}