{"id":1610,"date":"2013-05-25T19:33:07","date_gmt":"2013-05-25T19:33:07","guid":{"rendered":"http:\/\/cyclotourers.de\/?p=1610"},"modified":"2016-10-17T19:45:28","modified_gmt":"2016-10-17T19:45:28","slug":"der-main-radweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cyclotourer.de\/?p=1610","title":{"rendered":"Der Main-Radweg"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\">Main-Radweg<\/h1>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Der einsame Kampf gegen den Wind<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/487618_10151608501684496_495767779_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-261\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/487618_10151608501684496_495767779_n-300x224.jpg\" alt=\"487618_10151608501684496_495767779_n\" width=\"600\" height=\"448\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Copyright by Marco Schindler<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Fernweh<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Vorplanung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Anreise<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Start an der Rotmainquelle<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Der einsame Kampf gegen den Wind<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6. Endspurt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7. R\u00fcckblick<\/strong><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">1. Fernweh<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit l\u00e4ngerem schwebte der Gedanke in mir eine \u201cNeue Tour\u201c zu starten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da es letztes Jahr, u.a. auch wegen dem l\u00e4ngeren Namibia-Urlaub, zeitlich bedingt nicht in den Rahmen passte, kam in mir schon seit einigen Wochen die Sehnsucht nach einem neuen Abenteuer auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geplant ist zwar im September die Elbe-Tour, von Prag entlang der Moldau bis zur M\u00fcndung in die Elbe, von dort aus weiter durch das Elbsandsteingebirge vorbei an Dresden und Hamburg bis hoch nach Cuxhaven.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber da es mir bis dahin noch zu lange dauerte, schob ich mir mit etwa 600km eine etwas k\u00fcrzere Strecke von Creu\u00dfen im Bayrischen Fichtelgebirge bis nach Mainz, ein. Kurz gesagt, ich wollte mit dem Fahrrad den Main entlang fahren, von Quelle bis zur M\u00fcndung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gestartet wurde wie gesagt an der Quelle des \u201croten Main\u201c in Creu\u00dfen, von dort nach Steinhausen wo sich der \u201crote\u201c und der \u201cwei\u00dfe Main\u201c vereinen und weiter auf dem Mainradweg \u00fcber Bamberg, Schweinfurt, W\u00fcrzburg, M\u00fchlheim bis nach Wiesbaden \/ Mainz-Kastel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber 600km sollte sich landschaftlich eine reizvolle Kulisse darstellen. Reizvoll sollte mit Sicherheit auch der versp\u00e4tete Fr\u00fchling mit seiner nat\u00fcrlichen Farbenvielfalt sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geplant wurde bis auf die Anreise nach Creu\u00dfen wie immer nichts, \u00dcbernachtungen sollten spontan entschieden werden. Eventuell wollte ich mir noch eine pers\u00f6nliche Herausforderung einbauen. Morgens sollte die rote Mainquelle besucht und von dort aus die Tour gestartet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich sollte diese Tour auch einen positiven Nebeneffekt haben. Am 02.Juni fand die Deutsche MTB-Meisterschaft im Rahmen des Hunsr\u00fcck-Marathons in Rhens statt. Da ich mich mit dem Ziel unter den TOP-10 ins Ziel zu kommen angemeldet hatte, sollte der Main mein pers\u00f6nliches Trainingslager werden und erhoffte mir mit den anstehenden Kilometern eine gute konditionelle Grundlage zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hoffte meine alten \u201cWeggef\u00e4hrten\u201c w\u00fcrden mich wie bei meiner Flensburg-Z\u00fcrich-Tour \u00fcber FB begleiten und mich so mit ihren Beitr\u00e4gen motivieren. Verfolgen konnte man mich \u00fcber kleine Blogs die ich Abends ins Netz gestellt hatte. Und ich vermutete mal, es w\u00fcrde im Nachhinein auch wieder diesen kleinen Reisebericht geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also hoffte ich auf gutes Wetter, eine pannenfreie Fahrt ohne Kettenriss oder Speichenbruch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gestartet wurde am 18.05.2013 mit der Bahn nach Creu\u00dfen, am selben Tag wollte ich die Mainquelle besuchen und am n\u00e4chsten Tag die Tour starten\u2026.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Main-Radkarte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-260\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Main-Radkarte-300x109.jpg\" alt=\"Main-Radkarte\" width=\"600\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Main-Radkarte-300x109.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Main-Radkarte.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">2.Vorplanung<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Vorplanung zur Main-Tour, zumindest das bisschen was geplant werden sollte, war nun fast abgeschlossen. Es gab noch ein paar Kleinigkeiten zu organisieren bzw. einzukaufen. Im Gro\u00dfen und Ganzen war bis auf das Packen des Rucksacks alles abgeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Thema Packen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Gegen\u00fcberstellung hatte ich noch mal die Liste von der Deutschlandtour Flensburg \u2013 Z\u00fcrich ausgegraben und listete hier noch mal stichpunktartig auf, auf was ich dieses Mal verzichten wollte und was ich ben\u00f6tigen konnte.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Flensburg \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &gt; Z\u00fcrich Main-Radweg<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zum Radeln: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Zum Radeln:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2x Trikot \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; 2x Trikot (zum wechseln)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2x Funktionsunterhemden \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; 1x Funktionsunterhemden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2 Radhosen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0&#8211; 1x Radhose<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1 lange Radhose \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0&#8211; 1 lange Radhose (noch nicht sicher)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1 w\u00e4rmere Windjacke \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; 1x Softshell-Jacke lang<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1 Regenjacke \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0&#8211; 1 Regenjacke<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Fahrradschuhe \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0&#8211; 1 Fahradschuhe<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2P Funktionssocken &#8211; 3P Funktionssocken<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1 Funktionsshirt &#8211; &#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcr abends: F\u00fcr abends<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2 T-Shirts &#8211; &#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1 Outdoor-Hose &#8211; 1 Outdoor-Hose<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2P Socken &#8211; &#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 3 U-Hosen &#8211; 3 U-Hosen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1 Langarmshirt &#8211; &#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2 kl Handt\u00fccher &#8211; 1 kl. Handtuch<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Badelatschen &#8211; Badelatschen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Werkzeug: Werkzeug:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Multitool &#8211; Multitool<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2x Ersatzschlauch &#8211; 1x Ersatzschlauch<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2x Kettenschl\u00f6sser &#8211; 2x Kettenschl\u00f6sser<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Panzertape &#8211; Panzertape<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Kabelbinder &#8211; Kabelbinder<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Kl. Schraubendreher &#8211; &#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1 Dose Kettenspray &#8211; 1 Dose Kettspray<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Luftpumpe &#8211; Luftpumpe<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcr die Verpflegung: F\u00fcr die Verpflegung:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 8 P\u00e4ckchen Energygel &#8211; 5 Energiegel<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 8 Riegel &#8211; 5 M\u00fcsliriegel<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erste Hilfe \/ K\u00f6rperpflege: Erste Hilfe \/ K\u00f6rperpflege:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Vaseline &#8211; &#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Bephantenhol &#8211; &#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Mobilat &#8211; Voltaren<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Probep\u00e4ckchen Duschgel (Gewichtseinsparung) &#8211; 3x Probep\u00e4ckchen Duschgel<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Zahnb\u00fcrste u. co &#8211; Zahnb\u00fcrste u. co<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;\u00a0<strong>Gewichtseinsparung von ungef\u00e4hr 1 \u2013 1,5 kg<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich wollte ich in M\u00fchlheim mit dem Zug starten. Da das Bayern-Ticket von Aschaffenburg mit einem Fahrpreis von 22,-\u20ac (ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte) jedoch wesentlich g\u00fcnstiger ist, werde ich meine Tour am 18.05. am Bhf Aschaffenburg beginnen. Die Fahrdauer wird mit zwei Umsteigebahnh\u00f6fen um die 4,5 Stunden betragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich gegen 12 Uhr in Creu\u00dfen angekommen bin, werde ich die ersten Bike &#8211; Kilometer in Angriff nehmen und die in etwa 8 km entfernte \u201crote\u201c Mainquelle ansteuern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach werde ich wohl meine Unterkunft, Brau- u. Landgasthof K\u00fcrzend\u00f6rfer in Creu\u00dfen wo ich ein Einzelzimmer f\u00fcr 35,-\u20ac incl. Fr\u00fchst\u00fcck ergattern konnte, aufsuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Creu\u00dfen als T\u00f6pferstadt bekannt ist, werde ich mir wenn es die Zeit noch zul\u00e4sst ein wenig Kultur geben, ansonsten bei einem Haustrunk den Abend gem\u00fctlich ausklingen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Sonntag der 19.05 ist dann Start der ersten Tagesetappe. Ziel 200km\u2026.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach gibt es wie gewohnt keine Planung mehr, wir werden sehen was ich abends zu berichten habe. 200km? Mehr oder weniger? Unterkunft ja oder nein? Wir werden sehen\u2026!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin selber gespannt was mich auf dieser Tour erwarten wird, was ich erleben werde. Ob der Main mich genauso langweilen und mental auslutschen wird wie die Etappen am Rhein, oder ob die wechselnde Landschaft und die Natur die Eint\u00f6nigkeit eines Flusses wieder wett machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir werden es sehen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also bleibt mir nur noch die Hoffnung auf sch\u00f6nes trockenes Wetter mit angenehmen Temperaturen, ca. 600km ohne Plattfu\u00df, Ketten- oder Speichenbruch<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">3. Anreise<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl die Wetterprognose nicht die gr\u00f6\u00dfte Hoffnung auf eine trockene Tour machte, packte ich mein Rucksack nach dem oben aufgelisteten Plan. Bei dem einen oder anderen Bekleidungsst\u00fcck haderte ich ob es ben\u00f6tigt wird oder ob ich noch ein Teil mehr mitnehmen sollte. Letztendlich entschied ich mich aber an meinem Packplan festzuhalten. Schlie\u00dflich wollte ich nur 3 Tage unterwegs sein und ein Gewicht um die 5 kg empfand ich als passabel. Den einzigen Nachteil sah ich an diesem Pfingstwochenende, dass auf dem Sonntag ein Feiertag folgte und gleich an 2 Tagen die Gesch\u00e4fte geschlossen sein sollten. So sollte es schwierig werden falls was ben\u00f6tigt werden sollte es kaufen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So verlud ich noch schnell mein auf \u201cTour\u201c umgebautes MTB-Bike und lies mich p\u00fcnktlich zum Aschaffenburger Bahnhof bringen. Da ich ausreichend Zeit mitbrachte holte ich mir noch ein frischen Kaffee und ein mit dicken Streuseln belegten Apfelkuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Zug fuhr p\u00fcnktlich in den Bahnhof ein. Da ich der Einzige mit einem Fahrrad am Bahnsteig stand machte ich mir schon mal um ein Platzproblem keine Sorgen. Bis jetzt viel mir auch noch nicht auf, dass ich ein Fahrradticket am Schalter h\u00e4tte dazu buchen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01048.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-147 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01048-300x224.jpg\" alt=\"DSC01048\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einer sichtlich genervten Schaffnerin folgend stieg ich dem Fahrradabteil zu. Der Grund ihres Unmutes wurde nun ersichtlich. Das Abteil war mit 7 Punks belagert, die nach einer durchzechten Nacht jetzt wohl auf der Heimreise waren. Teils auf dem Boden, teils auf den Klappsitzen abh\u00e4ngend und versuchten coole Spr\u00fcche zu reisen. Die Schaffnerin raunte sie an, dass sie, falls mehr Radfahrer zusteigen w\u00fcrden, das Abteil zu r\u00e4umen h\u00e4tten. Die Fahrt ging recht ruhig vor\u00fcber. Zwischendurch stieg noch ein Biker zu. Die Punks r\u00e4umten zwar nicht das Abteil, r\u00fcckten aber brummelnd weiter zusammen um den n\u00f6tigen Platz zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein erster Umsteigebahnhof wurde p\u00fcnktlich erreicht. Jetzt sollte es von W\u00fcrzburg nach N\u00fcrnberg gehen. Hier standen schon mehrere Radfahrer mit ihren Velos am Bahnsteig. Da dieser Zug jedoch mehrere Fahrradabteilungen hatte, verteilten sich die Fahrg\u00e4ste in dem Zug. Als ich mein gew\u00e4hltes Abteil betrat stand ein Bike gesichert an der Wand. Ich stellte meins vorsichtig dazu und sicherte es soweit, dass es die Zugfahrt kratzerfrei und heile \u00fcbersteht. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-263 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-12-224x300.jpg\" alt=\"photo (12)\" width=\"224\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-12-224x300.jpg 224w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-12-768x1028.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-12-765x1024.jpg 765w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-12-1200x1607.jpg 1200w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-12.jpg 1936w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/a>In letzter Minute stieg noch eine Gruppe mit mehreren Fahrr\u00e4dern dazu, R\u00fccksicht kannten sie mit ihren in die Jahre gekommenen Drahteseln keine und knallten ein Bike nach dem\u00a0anderen vor unsere gesicherten Fahrr\u00e4dern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ich schon einige Minuten im Zug wartend verbrachte nahm ich als erste St\u00e4rkung mein gekauften Apfelkuchen in Angriff. Als der Zug anfuhr schaute ich noch mal nach und stellte fest, dass der Bremshebel von einem Bike auf dem Oberrohr von meinem Rahmen kratzte. Da einer von den Typen meinen anges\u00e4uerten Gesichtsausdruck bemerkte, kam dieser gleich an und wollte die Situation mit einer Plastikt\u00fcte, die er zwischen den Bremshebel und meinen Rahmen klemmte, retten. Da schon ein dicker Kratzer zu sehen und ich in einer Plastikt\u00fcte keine gro\u00dfe Polsterung sah, nahm ich den Pappdeckel von meinem Apfelkuchen und verhinderte, indem ich diesen dazwischen klemmte, schlimmeres.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da in den ohnehin schon vollen Zug bei den weiteren Bahnh\u00f6fen immer mehr G\u00e4ste einstiegen, r\u00e4umte ich f\u00fcr einen \u00e4lteren Herren meinen Platz und stellte mich in den Gang. Eine Sitzreihe weiter sa\u00dfen zwar zwei junge M\u00e4dels, die mit ihren Taschen zwei weitere Sitzpl\u00e4tze blockierten. Aber schon mit ihrer arroganten Art machten sie nicht den Anschein die R\u00fccks\u00e4cke unter die Bank zu schieben um Platz zu machen. Beim n\u00e4chsten Bahnhof stiegen zwar wieder ein paar Leute aus, jedoch kamen auch hier \u00e4ltere Generationen dazu. Also r\u00e4umte ich wieder meinen ergatterten Sitzplatz, den eine \u00e4ltere Dame dankend und sichtlich \u00fcberrascht in Anspruch nahm. So verbrachte ich die Zugfahrt bis zum n\u00e4chsten Umsteigebahnhof im Stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach gut 2 Std stehend, kamen wir in N\u00fcrnberg an. Da das Entladen der ganzen Bikes etwas Zeit in Anspruch nahm, eilte ich vom Bahnsteig 4 zum Bahnsteig 16. Am Bahnsteig angekommen, hatte ich doch noch mehr Zeit als erwartet. Mit dem fr\u00fchen zustieg in den bereits eingefahrenen Zug, hatte ich den richtigen Riecher. Wieder war ich einer der ersten die das Fahrradabteil betraten. Mein Bike sicher abgestellt, suchte ich mir einen Platz in Sichtweite und hoffte, dass ich nicht wieder aus Gutm\u00fctigkeit die Fahrt im Stehen verbringen musste. Diesmal traf die R\u00fccksichtslosigkeit einer Fahrradgruppe einen Rennradfahrer. Wir stiegen zeitgleich in den Zug und stellten unsere Fahrr\u00e4der an die gegen\u00fcberliegenden W\u00e4nde. Da ich meins vor einigen anderen stellte, war die Sperrzone erreicht und es konnte kein weiteres dazugestellt werde. Anders bei dem Rennrad, da knallte einer sein ohnehin schweres Tourenbike inklusive vollgepackte Satteltaschen sch\u00f6n auf sein Karbon-Rahmen, worauf der Rennradfahrer laut schimpfend aufsprang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da immer mehr Radfahrer zusteigen wollten, jedoch absolut kein Platz mehr f\u00fcr weitere Bikes vorhanden war, wurden sie von dem Schaffner mit den Worten \u201eSicherheit geht vor\u2026\u201c auf den n\u00e4chsten Zug verwiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So hatte ich Gl\u00fcck, denn ich war einer der ersten und hatte somit mein Sitzplatz gesichert. Bis hier wusste ich ja genauso wenig wie der Schaffner, dass ich \u00fcberhaupt kein Ticket f\u00fcr mein Bike hatte. Zumindest wurde das von den zwei vorangegangenen Schaffnerinnen ignoriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die abgewiesenen Radreisenden eine lautstarke Diskussion mit dem Schaffner f\u00fchrten, betrat dieser nach Abfahrt auch etwas anges\u00e4uert das Abteil. Nach einigen Fahrg\u00e4sten kam ich an die Reihe: \u201eFahrkarte, bitte!\u201c Ich hielt ihm mein Computerausdruck hin, dann kam die \u00dcberraschung! \u201eWo ist ihr Veloticket?\u201c \u201e\u00c4hm ja\u2026\u201c Ich entschuldigte mich h\u00f6flich bei ihm und schilderte, dass ich aufgrund der Buchungsoptionen im Internet keine Fahrkarte f\u00fcr Fahrr\u00e4der dazu buchen konnte. Da die vorangegangenen Schaffnerinnen auch nichts bem\u00e4ngelten bin ich davon ausgegangen, dass es so seine Richtigkeit habe. Der Schaffner lies Milde walten und verkaufte mir ein Fahrrad-Ticket ohne weitere Strafaufschl\u00e4ge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Vierersitz teilte ich mit 3 weiteren \u201cTourenbiker\u201c. Insgesamt waren sie eine Gruppe von 4 M\u00e4nner und 2 Frauen. Die Route war fast identisch. Sie hatten vor nicht an der Quelle, sondern in Bayreuth zu starten. Ziel sollte auch Mainz sein. \u201eNur nicht ganz so schnell\u2026\u201c In Bayreuth w\u00fcrden noch 2 Freunde dazukommen, dann w\u00fcrden sie die Tour gem\u00fctlich in Angriff nehmen, da sie sich \u00fcber eine Woche eingeplant h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie erz\u00e4hlten, dass sie schon einige Fl\u00fcsse in Deutschland abgefahren w\u00e4ren, und dass sie sich jedes Jahr wieder auf eine neue Tour freuen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ich eine Station vor Bayreuth, in Creussen, aussteigen musste, verabschiedeten wir uns herzlich und w\u00fcnschten uns gegenseitig ein gutes Gelingen. \u201eWir sehen uns irgendwo am Main\u201c waren die letzten Worte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0818.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-264 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0818-300x224.jpg\" alt=\"IMG_0818\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0818-300x224.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0818-768x574.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0818-1024x765.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0818-1200x896.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Bahnhof zog ich mir erstmal meine Fahrradhose an und schaute in meinem Smartphone, in welcher Richtung mein bereits gebuchtes Gasthaus lag. Jedoch wollte dieses, au\u00dfer die Stra\u00dfe und den Ort Creu\u00dfen, nichts genaues ausspucken. Also rollte ich zun\u00e4chst erstmal den Berg runter in den Ort. Hier entdeckte ich das erste Mal den roten Main, als kleiner Bach. Da neben der Br\u00fccke ein Getr\u00e4nkemarkt lag, f\u00fcllte ich meine Getr\u00e4nkeflaschen und fragte bei der Gelegenheit nach dem Weg zum Gasthaus. Hier stellte ich das erste Mal fest, dass das Gasthaus nicht wie im Internet beschrieben in Creu\u00dfen, sondern im ca. 8km entfernten Lindenhardt lag. Da es gerade kurz nach 12 Uhr war, beschloss ich zun\u00e4chst die Rotmainquelle zu besuchen und danach nach meiner Unterkunft zu suchen. Laut Beschreibung der netten Verk\u00e4uferin und einem Landwirt, sollte Lindenhardt nicht weit von der Mainquelle liegen. Der Landwirt bot mir an, mich samt Bike mit zur Quelle zu nehmen, da sein Hof nicht weit davon liegen w\u00fcrde. \u201eSo musst net den Berg hoch strampeln\u2026\u201c lachte der nette Herr. Ich lehnte jedoch dankend ab und fuhr in die mir gezeigte Richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ging zun\u00e4chst ein St\u00fcck Landstrasse aus Creu\u00dfen raus, 2 km weiter rechts in einem Feldweg, durch ein kleines Waldst\u00fcck, durchs Feld. Nach ein paar Kilometern mit leichten Steigungen wieder in ein Wald. Ab da zog die Steigung stetig an, der Weg schl\u00e4ngelte sich H\u00f6henmeter f\u00fcr H\u00f6henmeter aufw\u00e4rts. Hier traf ich eine Familie auf Wanderurlaub, sie fragten mich wieviel km\/h ich fahren w\u00fcrde und stellten wohl fest, dass ich auf zwei R\u00e4dern, auch nicht viel schneller den Berg hoch kam, als sie zu Fu\u00df. An einer Kreuzung ging es links ab und nach einer kurzen Abfahrt zeigte ein Schild in einen Trampelpfad zur Rotmainquelle. Da der Untergrund mit Wurzeln gespickt und sehr feucht war, schob ich mein Bike die 200Meter. Mehrere B\u00e4nke und Tische zeigten, dass ich an meinem ersten Ziel angekommen war. Die Rotmainquelle in der Fr\u00e4nkischen-Schweiz auf 581 m.\u00fc.NN.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01051.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-148\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01051-300x224.jpg\" alt=\"DSC01051\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01053.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-150 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01053-300x224.jpg\" alt=\"DSC01053\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a>Da es noch fr\u00fch am Mittag war, schaute ich mir die Quelle an, setzte mich auf einen Stein und w\u00e4rmte mich an dem doch nicht ganz so warmen Tag an den Sonnenstrahlen. Ich genoss die Ruhe, lauschte der Natur, den V\u00f6geln und blickte in den frischen gr\u00fcnen Wald, der nach diesem langen Winter noch am Aufbl\u00fchen war. Ich schaute dem Rinnsal der Quelle hinterher und staunte, dass sich dieser nach wenigen Kilometern doch schon zu einem kleinen Bach entwickelte. Ich \u00fcberlegte, ob ich das Zimmer absagen und die Tour jetzt noch starten sollte. Ich schaute auf die Uhr, und versuchte einzusch\u00e4tzen, wieviele Kilometer ich an diesem Tag noch schaffen und welchen Ort ich noch erreichen w\u00fcrde. Verwarf aber den Plan, da ich auch mal ein paar Stunden Ruhe nach den letzten stressigen Tagen gebrauchen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01057.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-153 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01057-224x300.jpg\" alt=\"DSC01057\" width=\"224\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einiger Zeit kam auch die Wanderfamilie an. Scheinbar war ich doch um einiges schneller. Jedoch war es nun mit der Ruhe vorbei und ich entschloss mich Richtung Gasthaus aufzumachen. Mein Smartphone zeigte mir die Richtung und ich rollte fast durchgehend bis nach Lindenhardt. Erstaunt und erfreut das der kleine Ort doch so nah an der Mainquelle lag rollte ich genau auf das markante Blockhaus, indem sich das Gast- und Brauhaus befindet zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Einchecken, rief die sehr nette und hilfsbereite Besitzerin ihren Mann an, der mein Bike sicher in das Getr\u00e4nkelager einschloss. Erst auf dem R\u00fcckweg ins Gasthaus bemerkte ich, dass ich mit meine grobstolligen MTB-Schuhe, wo sich durch den Trampelpfad die Sohlen mit Erde und Schlamm zugesetzt hatten, meine Spuren in Form von Erdst\u00fccken im ganzen Gasthaus hinterlassen hatte. Ich entschuldigte mich und bot an, die Erde selber aufzukehren, welches die Bedienung jedoch abwehrte und sich selber die M\u00fche machte. Ich zog meine Schuhe aus um sie drau\u00dfen abzuklopfen und ging in Str\u00fcmpfen erst mal auf mein Zimmer. Nachdem Duschen legte ich mich kurz aufs Bett und schlief tief und fest ein. Jetzt war ich mir sicher, dass es die richtige Entscheidung war, den Start nicht vorzuziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Mittagschl\u00e4fchen sonnte ich mich auf der Terrasse. Im Anschluss lies ich den fr\u00fchen Abend in gem\u00fctlicher Atmosph\u00e4re, mit leckerem Hausbr\u00e4u und einem sch\u00f6nem Schnitzel ausklingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01059.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-154\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01059-300x224.jpg\" alt=\"DSC01059\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a>\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0827.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-266\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0827-224x300.jpg\" alt=\"IMG_0827\" width=\"148\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>15,58 km<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1,00 Std<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>15,04 km\/h \/ Durchschnitt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>239 HM<\/strong><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">4. Start an der Rotmainquelle<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">P\u00fcnktlich um 7:00Uhr klingelte der Wecker, Fr\u00fchst\u00fcck war f\u00fcr 7:30Uhr angesagt. Ich packte meinen Rucksack wieder zusammen und ging nach unten. Fr\u00fchst\u00fcck war nach bayrischer Art reichlich und mit frischer Wurst vom Metzger sehr geschmackvoll. Entsprechend meines Tagesziels von 200km, schuf ich mir die erste n\u00f6tige Grundlage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich wollte ich, da ich die Quelle ja schon besichtigt hatte, direkt nach Creu\u00dfen und von dort dem Main-Radweg folgen. Das hatte ich jedoch im Laufe der letzten Stunde \u00fcber den Haufen geworfen und mein Plan sah nun wie folgt aus: Gem\u00fctlich hoch zur Rotmainquelle fahren damit die Muskeln ein wenig warm werden, von dort aus auf dem Main-Radweg durchstarten. Ziel? Ungewiss, wie immer bei meinen Touren!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01060.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-155 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01060-300x224.jpg\" alt=\"DSC01060\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a>Ich lie\u00df mein Bike wieder aus dem Getr\u00e4nkelager befreien und verabschiedete mich dankbar von den Besitzern des Gasthauses. Die Zimmer, das Ambiente, sowie das Selbstgebraute kann ich an dieser Stelle nur empfehlen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schnallte ich meinen Rucksack auf den R\u00fccken und radelte gem\u00fctlich den Berg wieder hoch zur Quelle. Der strahlendblaue Himmel versprach einen sonnigen, warmen Tag. \u00dcber das Wetter oder was mich das Wetter betreffend heute noch erwarten k\u00f6nnte machte ich mir keine Gedanken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sollte nicht lange dauern da kam ich auch schon an der kleinen Abzweigung zur Quelle an. Wenn ich am Tag zuvor 300Meter weiter gefahren w\u00e4re, h\u00e4tte ich mir den Trampelpfad und die dreckigen Schuhe sparen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also blieb ich noch mal kurz stehen, schaute auf das Rohr aus dem die Quelle flo\u00df, drehte mich kurz um und schaute dem Rinnsal nach. Ich warf ein St\u00f6ckchen in das Wasser und sagte vor mich hin: \u201eCa. 600km, drei Tage, wir sehen uns an der M\u00fcndung!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01055.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-152 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01055-224x300.jpg\" alt=\"DSC01055\" width=\"224\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich setzte mich wieder auf mein Bike, strampelte die kurze Abfahrt vom Vortag wieder hoch und bog in Richtung Creu\u00dfen ab. Jetzt ging es ja bis Creu\u00dfen fast nur abw\u00e4rts. Auf den ersten Kilometern brauchte man nicht in die Pedale zu drehten und man konnte sich rollen lassen. So kam ich recht z\u00fcgig auf die Landstra\u00dfe, rollte runter nach Creu\u00dfen und blieb kurz auf der ersten Br\u00fccke stehen. Erstaunlich wie schnell sich der Rinnsal nach knapp 8km zu einem Bachlauf entwickelt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01064.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-157 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01064-224x300.jpg\" alt=\"DSC01064\" width=\"224\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich machte mich z\u00fcgig weiter, der Main-Radweg war neben zwei weiteren Radwegen Richtung Bahnhof ausgewiesen. Da zun\u00e4chst keine Schilder zu sehen waren, folgte ich der Landstra\u00dfe bis hinter dem Bahnhof. Hier zeigten die Beschilderungen der zwei Radwege weg von der Landstra\u00dfe. Der Weg war mit einem wei\u00dfem Schild mit einem gro\u00dfem \u201cM\u201c, der zweite als Fichtelgebirgs-Radweg ausgezeichnet und f\u00fchrten hier auf ein Trampelpfad \/ Singletrail.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass beide Wege ebenfalls nach Bayreuth gehen. Von der Beschilderung des Main-Radwegs war jedoch weit und breit nichts mehr zu sehen. So dachte ich mir, dass die Wege vielleicht parallel verlaufen. Dies ist ja bei vielen Rad- und Wanderwegen keine Seltenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies sollte sich leider nicht best\u00e4tigen und ich landete auf einem Weg, wo eher grobstollige MTB-Reifen angebracht gewesen w\u00e4ren. So qu\u00e4lte ich mich mit meinen d\u00fcnnen Tourenreifen durch schlammige und wurzelreichen Passagen, sowie mit kurzen steilen Anstiegen und Abfahrten. Nach gef\u00fchlten 10km, die jedoch nicht l\u00e4nger als 2 km waren, kam ich zun\u00e4chst wieder auf ein asphaltiertes St\u00fcck Stra\u00dfe. Nach jedem schwierigen Teil wurde mir klarer, dass ich definitiv nicht richtig sein konnte, denn welcher Radwegplaner w\u00fcrde eine \u00e4ltere Gruppe \u00fcber solche Wege f\u00fchren wollen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ich aber auch keine Lust hatte wieder umzukehren und der weitere Weg ja vielversprechend aussah, folgte ich von nun an dem gro\u00dfen \u201cM\u201c. So ging es auf Asphalt einen kleinen Anstieg hoch und auf einem Schotterweg \u00fcber einen kleinen Bauernhof. Der Weg f\u00fchrte direkt durch eine Scheune. Auf dem folgenden Wiesenweg ging es zu weitere kleine Bauernh\u00e4uschen. Auf der Wiese sa\u00dfen einige H\u00fchner, die erst vom Weg gescheucht werden wollten, bevor ich auf diesen weiterfahren konnte. \u201eNaja, wenigstens ist hier noch die Welt in Ordnung\u201c dachte ich mir, und setzte meinen Weg fort. Hier sollte ich eine weitere Erkenntnis bekommen. Es gibt wirklich noch Landstra\u00dfen in Deutschland die kleine Ortschaften verbinden, die nicht asphaltiert sind. Nach einer Abfahrt kam ich wieder an den Main. Jedoch war auch hier weit und breit kein Schild vom eigentlichen Main-Radweg zu sehen. Also folgte ich weiter dem \u201cM\u201c und dem \u201cFichtelgebirgs-Radweg\u201c mit dem Ziel Bayreuth.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg f\u00fchrte wieder weg vom Main und ging auf einem geschotterten Forstweg steil aufw\u00e4rts in den Wald. So strampelte ich einige H\u00f6henmeter hinauf um festzustellen, dass der ausgewiesene Weg doch noch eine Steigerung als \u00dcberraschung parat hatte. Wieder f\u00fchrte die Beschilderung weg von dem geschotterten Forstweg und sollte auf einem weiteren Single-Trail weiterf\u00fchren. Mit einem Stollenreifen w\u00e4re es vielleicht ein Traum gewesen, aber so musste ich passen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0842.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-267 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0842-300x224.jpg\" alt=\"IMG_0842\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0842-300x224.jpg 300w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0842-768x574.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0842-1024x765.jpg 1024w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0842-1200x896.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kehrte zur\u00fcck auf den Forstweg und trat weiter in die Pedale, um den schier niemals enden wollenden Berg zu erklimmen. Oben ging es aus dem Wald hinaus, \u00fcber zahlreiche Wiesen und Felder in einen kleinen Ort namens Emtmannsberg. Da der Ausblick atemberaubend war, entdeckte ich den Rotmain, sowie Bayreuth. Mein Gedanke war, dass ich vorerst mal den Landstrassen bis Bayreuth folgen werde. Von dort aus w\u00fcrde ich sicherlich wieder auf den Main-Radweg sto\u00dfen. So hielt ich mich \u00fcber Schamelsberg nach Neunkirchen am Main. Hier fiel mir auf, dass immer mehr Radfahrer den Weg kreuzten. Und siehe da, der Mainradweg war wieder da. So sollte es auch nicht mehr lange dauern und ich passierte das Ortsschild von Bayreuth.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01075.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-163\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01075-300x224.jpg\" alt=\"DSC01075\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a>\u00a0 \u00a0 \u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01076.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-164\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01076-224x300.jpg\" alt=\"DSC01076\" width=\"224\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bayreuth sollte nicht mein Ziel sein und 200km wollten erreicht werden So hielt ich mich nicht lange auf und suchte wieder einmal die Beschilderung des Radwegs. Am Main angekommen, wurde sie schnell gefunden und ich konnte wieder in die Pedale treten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wetter spielte mit. Mit einer Temperatur betrug um die 20\u00b0C und bot optimale Bedingungen f\u00fcr eine Radtour. Da sich der Main durch die Mainaue schl\u00e4ngelte, war der Radweg nicht direkt am Main entlang, sondern verlief gradlinig ein St\u00fcckchen vom Fl\u00fcsschen entfernt. Aber immerhin war der Main in Sichtn\u00e4he und die Beschilderung vorhanden. Es ging weiter an den Ortschaften Altenplos, Altdrossenfeld, Langenstadt, sowie Lanzenreuth, Oberzettlitz und Unterzettlitz vorbei. Ich kam z\u00fcgig voran und konnte bald den Zusammenfluss des roten und des weissen Mains bei Steinhausen, in der N\u00e4he von Kulmbach, erreichen. Hier legte ich nach 63 km mit 418 erklommenen H\u00f6henmetern nach 2:43 Stunden die erste kleine Pause ein. Ich rechnete nach, wie lange ich in etwa brauchen k\u00f6nnte bis ich die 200km vollbracht h\u00e4tte. L\u00e4ngere Pausen waren bis auf die Mittagspause, nicht eingeplant.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01079.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-166\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01079-300x224.jpg\" alt=\"DSC01079\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gro\u00dfe Zeit wollte ich hier nicht verschwenden und radelte weiter. Was fehlte war wieder mal die Beschilderung des Radweges. So ging es erstmal ein ganzes St\u00fcck den wei\u00dfen Main entlang. Jedoch Fluss aufw\u00e4rts in entgegengesetzter Richtung. Als ich mir immer unsicherer wurde, ob ich nicht h\u00e4tte ein St\u00fcck zur\u00fcck fahren m\u00fcssen, fragte ich einen heimisch aussehenden Radfahrer der sich auszukennen schien. Er lachte und erz\u00e4hlte, dass die Beschilderung immer wieder geklaut, oder von Wandalen abgerissen w\u00fcrde. Nach kurzem Smalltalk folgte ich die von ihm genannte Route und fand schnell die Beschilderung wieder. Auf dem falschen Weg war ich ja dieses mal zum Gl\u00fcck nicht. Schnell merkte ich, dass die st\u00e4ndige Suche nach der Beschilderung auf die Nerven ging. 5Sterne Radweg\u2026 so nennen sie diesen Radweg, bis jetzt w\u00fcrde ich ihm vielleicht drei geben, mehr hat er in meinen Augen nicht verdient.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei strahlendem Sonnenschein und voller Freude f\u00fchrte der Weg weiter durch Mainleus, Maineck, Mainklein, sowie s\u00e4mtliche weitere kleine Ortschaften. Immer weiter entlang, an dem immer breiter werdenden Fl\u00fcsschen. Optimistisch das Tagesziel zu erreichen spulte ich die ersten 100km runter und legte am Marktplatz in Lichtenfels eine gr\u00f6\u00dfere Mittagspause ein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01084.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-171 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01084-300x224.jpg\" alt=\"DSC01084\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die weitere Route, sowie ein m\u00f6gliches Endziel einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, holte ich mein Smartphone wieder hervor. Bamberg war mir als grobe Richtung noch in Erinnerung. Also lud ich die Landkarte auf das Display. Aber hier wollte mir die Technik einen Streich spielen. Sie zeigte mir einen Standort an, mit dem ich ja nun gar nicht gerechnet h\u00e4tte. S\u00fcdlich von Ghana!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0845.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-268 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0845-200x300.png\" alt=\"IMG_0845\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0845-200x300.png 200w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0845.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwo musste ich mich verfahren haben! Es war nur ein Wunder, dass ich keine nassen F\u00fc\u00dfe hatte. Lachend lud ich erneut die Karte und fand mich auf deutschem Boden wieder. So setzte ich meine Fahrt mit dem n\u00e4chsten Ziel Bamberg fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch hier sollte ich mich t\u00e4uschen lassen und musste einen weiteren Umweg in Kauf nehmen. In Hallstadt gabelte sich der ausgewiesene Radweg und ich nahm, mit dem Gedanken, dass der Main durch Bamberg flie\u00dft, die verkehrte Richtung auf. Kurz danach fand ich die Beschilderung des Main-Radwegs nicht mehr. Mit dem Gedanken, dass ich diesen in Bamberg wieder finden w\u00fcrde, hielt ich mich zun\u00e4chst an die Innenstadt. Ich radelte wieder an das Mainufer und stellte fest, dass ich nicht mehr an dem Main, sondern an dem Main-Donau-Kanal war. Also, wieder einmal die falsche Richtung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich schaute erneut auf mein Smartphone und stellte fest, dass der Main schon viel fr\u00fcher abbog, und ich in Hallstadt die falsche Richtung eingeschlagen hatte. Da mir die Abbiegung noch gut in Erinnerung war, musste ich wieder zur\u00fcck nach Hallstadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was war aber nur am Himmel los? Es zogen schnell immer mehr schwarze Wolken, von der Sonne war nicht mehr viel zu sehen. In der Ferne h\u00f6rte man leises Donnern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_08541.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-270 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_08541-224x300.jpg\" alt=\"IMG_0854\" width=\"224\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_08541-224x300.jpg 224w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_08541-768x1028.jpg 768w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_08541-765x1024.jpg 765w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_08541-1200x1607.jpg 1200w, https:\/\/cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_08541.jpg 1936w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ich mich \u00fcber mich selber \u00e4rgerte \u00fcbersah ich das n\u00e4chste Schild. Nun verpasste ich die letzte Br\u00fccke. Wenn ich zur anderen Uferseite gefahren w\u00e4re, h\u00e4tte ich nicht einmal nach Hallstadt zur\u00fcck gemusst. Abgesehen von dem Umweg, w\u00e4re ich hier schon wieder auf dem richtigen Weg gewesen. Ich fuhr jedoch erst mal am Main entlang zur\u00fcck in ein Industriegebiet. Dieses entpuppte sich als Sackgasse und es ging ebenfalls nicht weiter. War die Luft raus f\u00fcr heute? Reichte die Konzentration nicht mehr aus um auf dem richtigen Weg zu bleiben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also wieder zur\u00fcck und immer weiter in Richtung Hallstadt. Der Himmel bedeckte sich mehr und mehr, die ersten Tropfen fielen vom Himmel. Da die Wolken von der entgegengesetzten Seite aufzogen, hatte ich hier noch die Hoffnung, dass ich dem Regen ein St\u00fcck weit davon radeln k\u00f6nne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Kreuzung, wo ich falsch abgebogen war, nahm ich nun den richtigen Weg. Noch etwa 35km, dann war das Tagesziel erreicht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz darauf \u00f6ffneten jedoch die Wolken ihre Schleusen und lie\u00dfen scheinbar alles Wasser auf einmal ab. Um Unterschlupf zu suchen, sprintete ich unter eine Bahnbr\u00fccke. Hier hatte sich bereits ein weiterer Radler vor dem Unwetter gerettet. Es kam ein heftiges Gewitter auf, bei dem die Blitze in unmittelbarer N\u00e4he um uns einschlugen. Ein starker Sturm zog dazu auf und peitschte den Regen unter die Br\u00fccke. Es wurde so dunkel, das man nicht meinen sollte, dass es eigentlich noch Tag war. Laut tosend prasselten der Regen und das Gewitter nieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wasser sammelte sich immer mehr unter der Br\u00fccke, so, dass wir uns auf Steine stellen mussten, damit die ohnehin nassen Schuhe nicht noch voll Wasser laufen w\u00fcrden. Rund um uns herum zuckten die Blitze nieder und lautes Donnern lies einen zusammenzucken. Es dauerte nicht lange bis sich in den Ortschaften um uns herum die Feuerwehrsirenen einschalteten. Die ausr\u00fcckenden Feuerwehren waren an den unz\u00e4hligen Martinsh\u00f6rnern zu erkennen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0857.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-271 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_0857-224x300.jpg\" alt=\"IMG_0857\" width=\"224\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir mussten \u00fcber eine Stunde unter der Br\u00fccke verweilen, bis das Unwetter halbwegs nachlassen wollte. Trotz einer \u00fcbergezogenen Jacke war ich durchgefroren und nass. Fr\u00fcher als erwartet und ohne mein Tagesziel von 200km erreicht zu haben, entschloss ich mich die Tour f\u00fcr diesen Tag zu beenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um mir eine Unterkunft zu suchen, verabschiedete mich von meiner Bekanntschaft. Zur\u00fcck in Hallstadt, war die Feuerwehr bereits im Gro\u00dfaufgebot unterwegs um vollgelaufene Keller auszupumpen. Da der n\u00e4chste Regenguss kam, suchte ich Unterschlupf in einer Tankstelle. Hier traf ich auf einen Motorradfahrer der ebenfalls von Kopf bis Fu\u00df nass war. Mit frischem Kaffee w\u00e4rmte ich mich zumindest erst einmal innerlich ein wenig auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem der Regen wieder nachgelassen hatte, erkundigte ich mich nach einer Unterkunft. Ich sehnte mich nach einer hei\u00dfen Dusche. Das Hotel lag nur wenige hundert Meter entfernt und war schnell gefunden. Die Besitzer waren ein \u00e4lteres P\u00e4rchen, die ebenfalls damit besch\u00e4ftigt waren, ihren Keller trocken zu legen. \u201eIch habe die Feuerwehr angerufen, aber die haben so viel zu tun, dass das kann noch 3 Stunden dauern kann\u2026\u201c waren ihre Worte. Ich checkte ein, verstaute mein Fahrrad sicher in einer Autogarage und ging auf mein Zimmer. Um die K\u00e4lte aus meinen K\u00f6rper zu bekommen, duschte ich hei\u00df und ausdauernd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt kam aber das gr\u00f6\u00dfte Problem. Wie bekam ich meine ganzen Klamotten wieder trocken? Was im Rucksack war, war zwar noch trocken, aber Wechselschuhe hatte ich nicht. Die ich anhatte brauchte ich um etwas Essen zu gehen. Die Jacken, zumindest die Softshell mit langen Armen und die Hose brauchte ich am n\u00e4chsten Tag. Die Heizk\u00f6rper, die das Trocknen beschleunigen k\u00f6nnten, zeigten jedoch keine Funktion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schuhe waren zum Gl\u00fcck schnell getrocknet, zumindest so, dass man sie wieder anziehen konnte. Aber mit den restlichen Klamotten war ich zun\u00e4chst \u00fcber eine Stunde besch\u00e4ftigt, sie mit dem F\u00f6n halbwegs vorzutrocknen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da es im Hotel nichts zu Essen gab, machte ich mich zu Fu\u00df auf dem Weg, um im Ort etwas Nahrhaftes zu finden. Da in der Ortschaft jedoch nichts passendes zu finden war, blieb mir nichts anderes \u00fcbrig als in eine Stehpizzeria einzukehren. Da diese eine ausgezeichnete Pizza backten, war es nicht weiter schlimm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit vollem Magen und m\u00fcde ging ich zur\u00fcck zum Hotel und fiel todm\u00fcde in mein Bett. Zumindest war die Unterkunft in Ordnung und das Bett gem\u00fctlich genug, um schnell einen tiefen festen Schlaf zu finden. Auch wenn dieses etwas teurer als geplant war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>167,37 km<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6,56 Std<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>24,00 km\/h \/ Durchschnitt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>675 HM<\/strong><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">5. Der einsame Kampf gegen den Wind<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 6:00 Uhr klingelte an diesem Tag mein Wecker. Mein Motto heute? P\u00fcnktlich los fahren und das Defizit von etwa 35km zu dem eigentlichen Tagesziel aufholen! Der erste Blick aus dem Fenster versprach zwar keinen Sonnenschein, aber zumindest war es von oben her trocken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gab ein nicht ganz so \u00fcppiges Fr\u00fchst\u00fcck wie am Vortag. Es war dennoch ausreichend und st\u00e4rkte mich f\u00fcr die erste Etappe an diesem Tag. Der Muskelkater machte sich auch noch nicht breit. Aber wie ich es zuvor gewohnt war, beginnt dieser meist erst am dritten Tag zu zwicken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich mein Bike aus der Garage holte, lies ich mich nicht lange aufhalten und machte mich auf den Weg. Um den R\u00fcckstand vom Vortag aufzuholen, setzte ich mir nochmals ein Tagesziel von mindestens 230km. Der Main-Radweg hat etwa 600km. Wie viele Kilometer es mit den Umwegen, die man unter anderem wegen der schlechten Beschilderung immer wieder in Kauf nehmen musste, tats\u00e4chlich waren, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01091.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-175 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01091-300x224.jpg\" alt=\"DSC01091\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst f\u00fchrte mich mein Weg wieder aus Hallstadt raus. Unter der Br\u00fccke durch, unter der ich mich gestern retten konnte, auf einem Feldweg bis zu der Br\u00fccke die mich \u00fcber den Main f\u00fchren sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ich mich verfahren hatte, \u00e4rgerte mich immer noch. H\u00e4tte ich diesen Umweg nicht machen m\u00fcssen, w\u00e4re ich den Wolken und dem Unwetter noch ein ganzes St\u00fcck voraus gewesen. Aber was sollte man Tr\u00fcbsal blasen. Ich hatte einen neuen Tag und ein neues Ziel vor Augen. Wo es mich am Abend hinziehen w\u00fcrde, war ja wie immer unbekannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz nach dem Start, erreichte ich die M\u00fcndung Main \/ Main-Donau-Kanal. So konnte ich den Main \/ Donau-Kanal hinter mir lassen und aus meiner Erinnerung streichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01098.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-179\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01098-300x224.jpg\" alt=\"DSC01098\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a>\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01100.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-181\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01100-300x224.jpg\" alt=\"DSC01100\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dank der Beschilderung war es jetzt sicher, wie weit der Main noch flie\u00dfen sollte, n\u00e4mlich 384 km. Aber Main-Kilometer sind ja nicht gleich dem Radweg, also rechnete ich mit 400km. Umwege wegen dem bekannten Beschilderungsproblem waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bedacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dicke braune Schlammschichten, abgeknickte \u00c4ste und Ger\u00f6ll auf dem Radweg, machten das Ausma\u00df des Unwetters immer wieder sichtbar. Solange ich an dem bewaldeten bzw. bewachsenen St\u00fcck der ersten Etappe bis Eltmann fuhr, lies der Wind, der an diesem Morgen aufkam, noch nicht viel von sich sp\u00fcren. Sobald ich jedoch auf eine freie Fl\u00e4che kam, bot mir dieser die volle Frontseite. Ein stetiger Kampf gegen die B\u00f6en begann. Es war schwierig ein Tempo \u00fcber 25-26km\/h zu halten und es erforderte immer wieder einen starken Druck auf die Pedale.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01103.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-184 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01103-300x224.jpg\" alt=\"DSC01103\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine ganze zeitlang verlief der Radweg parallel zur Bundesstrasse B26 von Bamberg Richtung Schweinfurt. Irgendwann sah ich in meinem Augenwinkel, dass irgendetwas auf der Stra\u00dfe lag was nicht in das Bild passte. Also bremste ich ab um nachzusehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte richtig gesehen und eine riesige Kr\u00f6te sa\u00df mittig auf einer Fahrspur. Da ich das Tier nicht seinem Schicksal \u00fcberlassen wollte entschloss ich mich, dieses von der Stra\u00dfe zu retten. Zun\u00e4chst kamen aber erst ein paar Autos. Ich dachte daran sie anzuhalten, damit sie das Tier nicht platt fuhren, aber sie waren schnell, dass es so oder so keinen Sinn mehr gemacht h\u00e4tte. So dachte ich: \u201eMein Freund wenn du jetzt ein kleines St\u00fcck weiter springst, bist du mindestens doppelt so breit, wie du ohnehin schon bist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kr\u00f6te hatte Gl\u00fcck und die Autos erwischten sie nicht. Sie blieb aber auch ruhig sitzen und jeder Fahrer hielt die Spur. Da ich das riesige Vieh nicht in die Hand nehmen wollte, brach ich mir einen Zweig ab und versuchte die Kr\u00f6te vom Asphalt zu jagen. Erst nach mehrmaligen anschieben, machte sie sich mit gro\u00dfen Spr\u00fcngen \u00fcber den Gr\u00fcnstreifen und dem Radweg an den Waldrand. Gerettet!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01104.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-185\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01104-300x224.jpg\" alt=\"DSC01104\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a>\u00a0 \u00a0 \u00a0<a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01106.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-187\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01106-300x224.jpg\" alt=\"DSC01106\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich machte mich wieder auf meine Reise und strampelte stetig gegen den Wind an. Zum Gl\u00fcck kamen nicht viele H\u00f6henmeter dazu, welche in diesem Moment doppelt soviel Kraft gekostet h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kraftraubend trat ich fest in die Pedalen. Wollte der Wind, der kr\u00e4ftig Flussaufw\u00e4rts wehte noch mal nachlassen? Mit meinem Ziel vor Augen wollte ich mich nicht klein kriegen lassen. Vorbei an kleinen Ortschaften ging es weiter bis ich in Sand am Main ankommen sollte. Hier f\u00fchrte der Weg an dem Sander Baggersee mit einem gro\u00dfen Campingplatz vorbei. Wieder einmal war die Beschilderung verloren und die falsche Richtung eingeschlagen. So endete die kleine Landstrasse an der B70 wo ein Schild \u201cRadfahren Verboten\u201c eine Weiterfahrt untersagte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder zur\u00fcck, vorbei an dem Campingplatz, in den Ortskern von Sand. Mitten in der Ortschaft war das gesuchte Schild wiederzufinden. Der Gegenwind und die Beschilderung reizten das Gem\u00fcht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder einmal f\u00fchrte der Main-Radweg im Zickzack-Kurs durch die Ortschaft um auf die Mainbr\u00fccke zu sto\u00dfen da der Weg auf der anderen Flussseite weiter gehen sollte. Die Fahrt sollte jedoch nicht direkt am Main weiter gehen, sondern f\u00fchrte zun\u00e4chst in den Ortskern von Zeil am Main. Hier kamen wieder ein paar H\u00f6henmeter hinzu. Lediglich der sch\u00f6ne Ortskern sollte eine kleine Belohnung f\u00fcr das mittlerweile angeschlagene Gem\u00fcht darstellen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-274 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-15-224x300.jpg\" alt=\"photo (15)\" width=\"224\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein St\u00fcckchen weg vom Main f\u00fchrte der Weg hier erstmal auf eine Anh\u00f6he. Am Ortsausgang von Zeil blieb ein altes Feuerwehrauto stehen, um den Stra\u00dfenverkehr aufzuhalten. Ich dachte erst an irgendwelche Reinigungsarbeiten von dem Unwetter. Es kam aber eine kleine Truppe mit Fahnen und einer Stange auf dem ein Lautsprecher montiert war. Ich fragte einen von den Feuerwehrleuten was denn das f\u00fcr eine Truppe w\u00e4re. Er gab mir zu verstehen das es keine \u201cTruppe\u201c sondern eine Pilgerwanderung w\u00e4re. Ununterbrochen kr\u00e4chzte eine Stimme aus den Lautsprecher mit dem gleichem Satzanfang: \u201eDer Herr ist mit uns\u2026.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01108.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-188 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01108-300x224.jpg\" alt=\"DSC01108\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Anh\u00f6he zeigten die schnell drehenden Windkraftr\u00e4der die St\u00e4rke des Windes. So k\u00e4mpfte ich mich weiter \u00fcber den Berg in das nahegelegene Ha\u00dffurt. Dort angekommen schl\u00e4ngelte sich der Radweg wieder durch den Ortskern. Danach zur\u00fcck an den Main und ich konnte meinen einsamen Kampf gegen den nicht enden wollenden Wind fortf\u00fchren. So kam ich unter anderen an den Ortschaften W\u00fclfingen, Forst und Schonungen vorbei. In Schweinfurt angekommen beschloss ich meine ausgelaugten Energiereserven bei einer vorgezogenen Pause aufzuf\u00fcllen. Um diese Uhrzeit war jedoch nur eine Cafe, wo ich beim Betreten von der Belegschaft v\u00f6lligst ignoriert wurde, ge\u00f6ffnet. Das Cafe war zwar zu diesem Zeitpunkt gut besucht, aber scheinbar sollte ich mit meinem Fahrrad-Outfit nicht in das Bild der G\u00e4ste passen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich machte mich in der Stadt weiter erfolglos auf die Suche. Am Marktplatz traf ich auf eine kleine Rad-Gruppe, die das Leid mit mir teilen wollten und ebenfalls keine Einkehrm\u00f6glichkeit gefunden hatten. In der Hoffnung an der Mainpromenade etwas Passendes zu finden, setzte ich meine Tour fort. Trotzdem sollte ich keinen Erfolg haben und st\u00e4rkte mich mit einem M\u00fcsliriegel und einem Protein-Gel, damit ich weiter kr\u00e4ftig in die Pedale treten konnte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01116.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-194 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01116-300x224.jpg\" alt=\"DSC01116\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schnell hatte ich Schweinfurt verlassen. Bergrheinfeld wurde passiert und der Main-Radweg f\u00fchrte ein St\u00fcck weg vom Main. Wieder musste ich sinnlose Umwege im Zickzack-Kurs in Kauf nehmen und das nur, weil der Weg nicht eine Bundesstrasse kreuzen sollte, sondern diese eine etwas entfernte Unterf\u00fchrung zu unterqueren sollte. Nun war ich in Garstadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dorf kam ich an einem kleinen Weingut vorbei, die ein Hoffest am Start hatten. Also bremste ich ab, kehrte um, und betrat den gro\u00dfen Innenhof. Ich entdeckte einen gro\u00dfen Grill! Wenn das nicht mal ein Zufall war!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sch\u00f6ne gro\u00dfe Steaks und Bratw\u00fcrste lagen auf dem Rost. Mit einer eisgek\u00fchlten Cola f\u00fcllte ich mein Zuckerhaushalt, f\u00fcllte meine 2 Getr\u00e4nkeflaschen und wartete geduldig, dass ein Steak fertig wurde. Immer mehr Radfahrer, die wohl das gleiche Pech mit ihrem Fr\u00fchst\u00fcck hatten, fanden sich ein und waren \u00fcber diese Einkehrm\u00f6glichkeit erfreut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So sollte es nicht lange dauern und der Grill war bis auf die letzte Wurst leer gegessen. Ein Kaffee mit einem sch\u00f6nem St\u00fcck Kuchen rundeten den Speiseplan ab. Zufrieden und mit neuen Reserven machte ich mich zur\u00fcck auf den Main-Radweg. Weiter in meinem pers\u00f6nlichen Kampf gegen den Wind mit den Kilometern die noch vor mir lagen. Das Ziel, die verlorenen Kilometer vom Vortag wieder einzuholen, hatte ich schlie\u00dflich noch vor Augen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-275 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-18-300x224.jpg\" alt=\"photo (18)\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt sollte mir das bewachsene Mainufer etwas Schutz vor dem Wind bieten. Es rollte und ich konnte eine ganz gute Durchschnittsgeschwindigkeit herraus holen. Erstmals konnte an diesem Tag \u00fcber mehrere Kilometer auf eine Tourengeschwindigkeit um die 30 km\/h kommen. Lange konnte ich das Tempo diesmal aber auch wieder nicht halten. Dieses Mal war eine gro\u00dfe Familie Schuld, die hinter einer Kurve und mitten auf einer Kreuzung Halt machten. Nicht aber, wie man es sich eigentlich w\u00fcnschen sollte am Wegesrand, sondern mitten auf dem Weg. Sie machten sich so breit, dass ein Durchkommen nicht mehr m\u00f6glich war. Ich klingelte einmal kurz auf um mein Kommen anzuk\u00fcndigen. Erschrocken zuckte eine der Frauen zusammen und fing sofort an mich zu beschimpfen, wie ich die Leute so erschrecken k\u00f6nne es eine Frechheit w\u00e4re so penetrant zu klingeln. Ich habe einmal geklingelt!? Hallo? Stand ich mitten auf dem Weg und blockierte diesen? Hatte ich jetzt etwas falsch gemacht nur weil ich mich durch ein kurzes Klingeln ank\u00fcndigte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich meine Geschwindigkeit wieder gefunden hatte, kam ich schnell in die n\u00e4chste Ortschaft namens Wipfeld. Hier sollte mal wieder das Mainufer gewechselt werden, jedoch nicht \u00fcber eine Br\u00fccke, sondern mit einer kleinen F\u00e4hre.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-276 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-19-300x224.jpg\" alt=\"photo (19)\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach und nach trafen auch hier zuvor \u00fcberholte Radwanderer ein, um mit der F\u00e4hre die Uferseite zu wechseln. Schnell wurde ein Gespr\u00e4ch entwickelt. Nachdem ich befragt wurde wie weit ich denn m\u00fcsste, erz\u00e4hlte ich das mein Ziel am n\u00e4chsten Tag Mainz, also die Rheinm\u00fcndung sein sollte. \u201eSo weit werden wir es wohl nicht schaffen\u2026\u201c sagte eine Dame aus der Gruppe und fragte weiter wie schnell ich denn fahren w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich deutete als erstes auf die vollgepackten Radtaschen. Das ist der kleine gro\u00dfe Unterschied, ich habe um die 5kg, Sie haben bestimmt 20-30kg. Welches sie auch best\u00e4tigten. Ich sagte: \u201eSehen sie, wenn ich dieses Gewicht mit mir schleppen w\u00fcrde, dann w\u00fcrde ich wohl auch nicht viel mehr Kilometer schaffen. Au\u00dferdem, die sch\u00f6ne Landschaft bekomm ich ja mit, aber die Sehensw\u00fcrdigkeiten lasse ich gerne aus. Lachend packte ein Herr sich an den Bauch und sagte: \u201eDie 5 kg hab ich unter meinem T-Shirt versteckt, dazu kommt das Gep\u00e4ck!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir unterhielten uns \u00fcber die mangelnde Beschilderung des Radwegs und so waren die Minuten bis die F\u00e4hre angelegt und uns \u00fcber den Main geschippert hatte, auch schnell \u00fcberbr\u00fcckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Uhr hatte gerade mal 9:30 Uhr geschlagen und der Tag war noch ziemlich jung. Aber f\u00fcr die paar Stunden auf dem Bike empfand ich ihn schon sehr erlebnisreich. Es blieb die Hoffnung, dass der Wind irgendwann im Laufe des Tages nachlie\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schnell setzte ich mich von der Gruppe ab und der Weg f\u00fchrte \u00fcber eine kleine Landstrasse wenige Kilometer von dem Main weg. Zun\u00e4chst f\u00fchrte der Radweg durch die Mainschleife Volkach. Das Maintal wurde enger und f\u00fchrte zwischen hohe Weinberge hindurch. Der Main gabelte sich in seinen eigentlichen Flusslauf einem begradigten St\u00fcck f\u00fcr die Binnenschifffahrt, dem Mainkanal. Der Mainradweg f\u00fchrte hier weiter an dem nat\u00fcrlichen Flusslauf \u00fcber Nordheim am Main und Sommerach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor Sommerach sollte mich der Radweg wieder auf eine Geduldsprobe stellen. Er f\u00fchrte auf eine T-Kreuzung, oberhalb am Weinberg f\u00fchrte ein Feldweg weiter und unterhalb die Landstrasse. Das Schild des Main-Radwegs zeigte geradeaus in das Weinfeld. Wo sollte es denn nun weiter gehen? Oberhalb auf dem Feldweg oder auf der Landstrasse? Ich entschied mich f\u00fcr den Weinberg. Ein paar Kilometer weiter endete dieser zwar wieder, f\u00fchrte jedoch ebenfalls auf die Landstrasse. Hier wurde erst der enge Rad- und Fu\u00dfweg sichtbar, der an der Landstrasse entlang f\u00fchrte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01125.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-199 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01125-300x224.jpg\" alt=\"DSC01125\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz drauf \u00fcberquerte ich die Dorfgrenze des sch\u00f6nen Ortes Sommerach. Die Umwehrung mit dicken Natursteinmauern deutete auf eine lange Geschichte des kleinen Weindorfs.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01126.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-200 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01126-300x224.jpg\" alt=\"DSC01126\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber eine Br\u00fccke ging es \u00fcber den Mainkanal. Der Weg blieb auf der linken Seite des Mains und f\u00fchrte in dass, durch das Kloster bekannte, Schwarzach am Main. Die Geschichte des Klosters geht zur\u00fcck bis ins Jahr 780 n.Chr. welches durch Fastrada, der dritten Frau von Karl des Gro\u00dfen, als Frauenkloster gegr\u00fcndet wurde. Nach dem verfall wurde das Kloster 1913 aus den \u00dcberresten neu aufgebaut.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01129.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-202 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01129-300x224.jpg\" alt=\"DSC01129\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer weiter k\u00e4mpfte ich gegen den Wind durch das Maintal. Kilometer f\u00fcr Kilometer f\u00fchrte mich der Main-Radweg n\u00e4her an mein Ziel. Immer wieder \u00e4rgerte ich \u00fcber die mangelnde oder schlechte Beschilderung. Der Himmel spielte mit, auch wenn es bew\u00f6lkt war und ab und zu schwarze dicke Wolken vor\u00fcber zogen. Dennoch blieb es bis auf vereinzelte Regentropfen trocken. Manchmal zeigte sich der Himmel in seinem sch\u00f6nsten blau. Die Temperaturen waren bei 20\u00b0C wieder optimal f\u00fcr meine Tour.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mainsondheim, Albertshofen, Kitzingen und weitere Ortschaften wurden hinter sich gelassen und Marktbreit, mit seinen sch\u00f6nen Fachwerkh\u00e4usern, durchfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Ochsenfurt angekommen, war die Beschilderung wieder einmal nicht eindeutig. F\u00fchrte der Weg nun \u00fcber die Br\u00fccke, oder den kurzen steilen Abgang runter ans Mainufer zur\u00fcck? Ich folgte einer Gruppe die dabei waren, ihre Fahrr\u00e4der den kleinen Berg hinabzuschieben. Wieder einmal eine Gruppe, die wohl nur an sich oder ihr Wohl bedacht waren. Nicht ganz schl\u00fcssig, ob sie nun rechts oder links abbiegen sollten, blieben sie mitten auf dem Weg stehen. Sie sammelten sich und versperrten den kompletten Pfad. Klingeln nutzte nichts und erst nach Rufen lie\u00dfen sie aufhorchen und machten im letzten Moment eine kleine Gasse frei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da auf einer Seite der Weg endete und nur ein Restaurant ihr Tagesmenu auf einer Tafel anpries, auf der anderen Seite der Weg auf einem Volksfest endete, sollte dieser doch \u00fcber die Br\u00fccke f\u00fchren. Ich drehte um und strampelte den Pfad wieder hoch. Vor der neuen gro\u00dfen Fu\u00df- und Radwegbr\u00fccke lockte eine Eisdiele. Da mittlerweile schon die Mittagszeit \u00fcberschritten war, kaufte ich mir ein sch\u00f6nes gro\u00dfes Eis. Ich schob mein Bike auf die Br\u00fccke, lehnte es an das Gel\u00e4nder und legte kleine Pause ein. Zu dem ohnehin windigen Tag erfasste eine Windb\u00f6e mein Rad und warf es, obwohl es sicher am Gel\u00e4nder lehnte, um. Mit pr\u00fcfendem Blick hob ich es wieder auf. Zum Gl\u00fcck fiel es nicht auf den Kettenspanner oder auf den Bremsgriff. Ein technisches Aus an einem Feiertag, w\u00e4re eine Katastrophe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf meinem Smartphone schaute ich auf die Karte. Ochsenfurt, in greifbarer N\u00e4he W\u00fcrzburg. So langsam kommt man in Gebiete, wo man sich, zumindest was die Entfernungen der Autobahnen angeht, wieder auskennt. Einsch\u00e4tzen wie weit ich an diesem Tage kommen sollte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht. W\u00fcrzburg war ist die n\u00e4chste gr\u00f6\u00dfere Stadt. Dort gab es eine Jugendherberge, in der man g\u00fcnstig \u00fcbernachten konnte. Aber wie viele Kilometer es bis dahin noch tats\u00e4chlich waren, wusste ich nicht. Die Beschilderung machte einen mit Entfernungsangaben auch nicht viel schlauer. Ich wusste nur, dass es gleich 15:15 Uhr war, noch relativ fr\u00fch an diesem kraftraubenden Tag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mainradweg f\u00fchrte auf der rechten Mainseite weiter. Es rollte wieder relativ gut. Abgesehen von dem stetigen kraftaufw\u00e4ndigen Kampf gegen den Wind. W\u00fcrzburg war dann doch schneller erreicht als erwartet, gegen 16:00 Uhr kam ich dort an. Der Himmel sah nicht mehr sehr vielversprechend aus, denn es zogen immer mehr schwarze Wolken auf. Sollte der Tag etwa wieder so enden wie der letzte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in W\u00fcrzburg ging der Radweg vorerst durch die Altstadt. Hier hatte es aber wenigstens einen Sinn. Ansonsten kam man nicht auf die Br\u00fccke, denn man musste wieder einmal die Mainseite wechseln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade an der Br\u00fccke angekommen, \u00f6ffneten wieder die Wolken ihre Schleusen. War das der zweite Tag der wegen eines Unwetters fr\u00fchzeitig beendet werden sollte?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01136.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-207 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01136-300x224.jpg\" alt=\"DSC01136\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Himmel sch\u00fcttete 15 Minuten dicke Regentropfen aus bis der Spuk wieder vorbei war. Sogar die Sonne lie\u00df sich immer wieder sehen. Nach der Zwangspause machte sich die M\u00fcdigkeit in mir breit. Der stetige Gegenwind zog einem mehr als erwartet, die Energie aus den Knochen. Aber es waren noch nicht die 200km geschafft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit meinem Ziel, 200km mindestens zu schaffen, setzte ich meine Tour auf der gegen\u00fcberliegenden Seite fort. Auch jetzt fand ich schnell wieder mein Tempo und es lief noch mal besser als erwartet. Die Natur wollte mich im Anschluss vielleicht mit diesem sch\u00f6nen Regenbogen am Horizont belohnen!?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01143.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-212 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01143-300x224.jpg\" alt=\"DSC01143\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits eine Stunde sp\u00e4ter sollte ich mein eigentliches Tagesziel von 200 km, fast erreicht haben. Die Temperatur fiel um ein paar Grad, aber das sollte mich nicht bremsen und ich empfand die 15\u00b0C eher noch als angenehm. Meine Softschell- Jacke hielt meinen Oberk\u00f6rper, die arbeitende Muskeln, meine Beine warm.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-277 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-20-223x300.jpg\" alt=\"photo (20)\" width=\"223\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab jetzt sagte ich mir, z\u00e4hlt jeder weitere Kilometer ins Plus. Noch einmal konnte ich mich an diesem Tag motivieren. Ein weiteres Mal sammelte ich meine Kr\u00e4fte und gab meinem K\u00f6rper mit einem P\u00e4ckchen Gel die n\u00f6tigen Kohlenhydrate. Immer weiter trat ich kr\u00e4ftig in die Pedale um n\u00e4her an mein Ziel, der Mainm\u00fcndung zu kommen. Die Landschaft zeigte sich wie seit dem Start von der sch\u00f6nsten Seite. Die anfangs breite Mainaue entwickelte sich immer mehr zu einem schmalen Flusstal. Nicht weit vom Main ging es steil aufw\u00e4rts. Mal waren die steilen H\u00e4nge mit Weinplantagen bepflanzt, mal felsig oder bewaldet. In dem Tal neben dem breiten Fluss kam man sich winzig vor. Vorbei ging es an vielen kleinen Burgen, die trotz des Verfalls, immer noch imposant auf den Bergk\u00e4mmen standen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-278 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-22-300x224.jpg\" alt=\"photo (22)\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich lud noch mal die Karte hoch um meinen Standort und ein m\u00f6gliches Ziel zu pr\u00fcfen. Ich entschied mich f\u00fcr Lohr am Main. Das sollte f\u00fcr den heutigen Tag mit dem kraftraubenden Wind gen\u00fcgen. Wie viele Kilometer ich bis dort hin zusammen bekommen w\u00fcrde, war noch nicht ganz klar. Aber, so dachte ich mir, hab ich mir ein letztes realistisches Tagesziel gesetzt. So konnte ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich trotz dem kurzem Regenguss in W\u00fcrzburg, vereinzelten kleinen nicht erw\u00e4hnenswerten Schauern und den Umwegen mein Tagesziel geschafft hatte. Und mehr sogar noch! Die eigentlichen 200km Tagesetappe wurden \u00fcbertroffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz vor Lohr sp\u00fcrte ich, dass die Luft ganz und gar raus war. Der Main hatte mich heute geschafft! Der endlose Kampf gegen den Wind raubte mir die Kraft vollends aus den Beinen. Es sollte f\u00fcr heute gen\u00fcgen, mit 235km hatte ich weit aus mehr geschafft als erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Direkt am Mainweg wiesen Schilder auf eine \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit hin. Ich bog ab und fuhr in einen kleinen Ort. Steinbach, wenige Kilometer vor Lohr, war an dem zweiten Tag der Tour das Etappenziel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Hotel war auch hier schnell gefunden. Zwar auch wieder etwas teurer als geplant, aber ich freute mich \u00fcber eine Unterkunft. Die dazugeh\u00f6rige Metzgerei versprach dazu noch ein leckeres Abendessen. Da ein Zimmer mit Etagendusche wesentlich g\u00fcnstiger war als ein Zimmer mit voller Ausstattung entschied, ich mich f\u00fcr das erstere. Es sollte auch nur f\u00fcr eine Nacht sein, um den n\u00f6tigen und erholsamen Schlaf zu finden. Hinter der Scheune lag ein Innenhof mit einem gro\u00dfen Schiebetor versperrt. Dahinter stand mein Bike neben unz\u00e4hligen weiteren Fahrr\u00e4dern sicher.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01152.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-219 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01152-300x224.jpg\" alt=\"DSC01152\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich meine Klamotten im Waschbecken ausgewaschen und auch hier wieder mit dem F\u00f6n vorgetrocknet hatte, begab ich mich ins hoteleigene Restaurant. Mit der Metzgerei hatte ich den richtigen Riecher und ein herzhaftes Menu stillte meinen Hunger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Nachbarstisch sa\u00dfen 2 P\u00e4rchen, die sich ebenfalls auf Radtour befanden. Wir kamen ins Gespr\u00e4ch und es entwickelte sich eine gem\u00fctliche und unterhaltsame Runde. Bei einem leckeren Keiler-Weizenbier lies ich den langen, anstrengenden Tag ausklingen. Hierbei machte ich meine Tageszusammenfassung. \u00dcber die erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit war ich erstaunt. Selten kam ich auf meine Tourengeschwindigkeit zwischen 28 und 32 km\/h und trotzdem erreichte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von \u00fcber 24km\/h.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-279 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-23-223x300.jpg\" alt=\"photo (23)\" width=\"223\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>228,02 km<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9,15 Std<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>24,60 km\/h \/ Durchschnitt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>450 HM<\/strong><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">6. Endspurt<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute wollte ich fr\u00fch starten, da ich nicht wusste, wie viele Kilometer mich heute noch erwarten w\u00fcrden. Eins war aber sicher, mein Tagesziel sollte mein Endziel sein. Mainz, die M\u00fcndung des Mains in den Rhein sollte das Finale werden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab 6:00 Uhr gab es Fr\u00fchst\u00fcck. Ich stellte meinen Wecker eine halbe Stunde fr\u00fcher und packte meinen Rucksack wieder zusammen. Ich lud die Karte auf mein Smartphone und versuchte anhand der zur\u00fcckgelegten und der vor mir liegenden Strecke einzusch\u00e4tzen, wie weit ich es noch haben w\u00fcrde. Schaffe ich das? Es sah noch verdammt weit aus. Entfernungen waren nur \u00fcber direkte Landstrassen und Autobahnen zu ermitteln, nicht aber die Entfernung des Radwegs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem herzhaften Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcllte ich die Trinkflaschen und startete an dem k\u00fchlen Morgen mit langer Hose. Dieser entledigte ich mich jedoch schon nach wenigen Kilometern in Lohr. So kalt f\u00fchlte es sich an diesem Tag nicht an. Der Wind hatte ein wenig nachgelassen und ich machte mir Hoffnung, dass dieser neue Tag nicht ganz so kraftraubend werden w\u00fcrde. Der Himmel war zwar erneut bedeckt, jedoch war bereits die Nacht trocken geblieben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01155.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-221 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01155-300x224.jpg\" alt=\"DSC01155\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Getrieben von meinem Ziel gab ich Druck auf die Pedale, fand schnell mein Tempo und kam gut voran. Mit dem Main und dem Radweg schl\u00e4ngelte ich mich durchs bayrische Land. Schnell waren die n\u00e4chsten Ortschaften erreicht. Immer wieder kam man an den altert\u00fcmlichen Burgen und Schl\u00f6sser, mal in einem bewohnbaren Zustand, mal halb verfallen, vorbei. Die meisten stehen Stolz und Nahe an steilen Abh\u00e4ngen. Welch eine Leistung die Erbauer doch einst gebracht haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01159.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-223 alignnone\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01159-300x224.jpg\" alt=\"DSC01159\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01164.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-226 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01164-300x224.jpg\" alt=\"DSC01164\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a>Immer wieder schaute ich auf die Beschilderung, wie weit die n\u00e4chste gro\u00dfe Ortschaft entfernt war. Ich trat weiter in die Pedale und kam meinem Gef\u00fchl nach sehr gut voran. Rothenfels und Marktheidenfeld wurden schnell hinter mit gelassen. Weiter schl\u00e4ngelte ich mich mit dem Main. Wertheim war schnell erreicht und durchfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Mondfeld musste die Mainseite wieder gewechselt werden. Hier brachte mich wieder eine kleine F\u00e4hre an das andere Flussufer. Eine kleine willkommene Abwechslung mit kurzer Verschnaufpause und ein sch\u00f6ner Blick auf eine alte Burgruine.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01175.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-232 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01175-300x224.jpg\" alt=\"DSC01175\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Flussseite wechselte auch der Ortsnamen, Stadtprozelten. Ohne mich lange aufzuhalten setzte ich meine Fahrt rechts vom Main fort. Ich suchte immer wieder nach einem Kilometer-Hinweis wie weit der Main noch bis zur M\u00fcndung fliesen w\u00fcrde. Vom Radweg aus konnte man die Schilder jedoch nicht einsehen und so blieb die Frage f\u00fcr lange Zeit offen. In Freudenberg sollte die Flussseite erneut \u00fcber eine Br\u00fccke wechseln.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01176.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-233 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01176-300x224.jpg\" alt=\"DSC01176\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Z\u00fcgig ging es voran und bereits gegen 10:30 Uhr erreichte ich Miltenberg. Trotz allem konnte ich kaum glauben, dass ich mein Ziel heute schon erreichen k\u00f6nnte. Auf der Karte lag Frankfurt noch in weiter Ferne. Von Frankfurt waren es noch mal 35km bis nach Mainz, die Strecke war mir bekannt. Weit schl\u00e4ngelte sich der Main noch auf der Karte und Aschaffenburg schien nicht in kurzer Zeit erreicht zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch lies ich mich nicht entmutigen und die lockere Bew\u00f6lkung und die sich immer wieder zeigende Sonne stimmten mich gut. Ich setzte mir zun\u00e4chst Aschaffenburg als Etappenziel. Seit W\u00fcrzburg f\u00fchrte auch der Radweg nicht mehr weg vom Main, um kleine Ortschaften zu durchkreuzen. Es gab keine Umwege um an Sehensw\u00fcrdigkeiten vorbeizukommen. Man konnte der Beschilderung besser folgen und Umwege mussten bis hier nicht in Kauf genommen werden. Es war eine Erleichterung und nicht so nervenaufreibend, wie die vergangenen 2 Tage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An Pause wollte ich noch nicht denken. Immer weiter wurde der n\u00f6tige Druck aufs Pedal gepresst, um immer weiter an das Ziel zu kommen. Kilometer f\u00fcr Kilometer mit dem Gedanken, dass der Main an diesem Tag bezwungen werde rollte ich immer weiter flussabw\u00e4rts.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-24.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-280 alignleft\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/photo-24-224x300.jpg\" alt=\"photo (24)\" width=\"224\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit jedem weiteren Kilometer, den mein Tacho anzeigte, konnte ich mich weiter motivieren. Es gab mir mental die Kraft und schenkte mir Glauben an das Ziel. Die Geschwindigkeit konnte wegen des ausbleibenden Gegenwinds immer wieder erreicht und gehalten werden. Immer weiter und weiter kurbelte ich das Tretlager, so dass ich um 13:30 Uhr in Aschaffenburg ankam. Eigentlich l\u00e4ngst f\u00e4llig f\u00fcr eine Pause, doch wollte ich hier noch keine Zeit vergeuden. Am Fluss gab es keine schnelle Einkehrm\u00f6glichkeit und der Hunger hielt sich auch noch in Grenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seligenstadt lag in greifbarer N\u00e4he, fast heimisches Gefilde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorbei ging es an Stockstadt. Die Flussseite wechselte bis Karlstein. Zur\u00fcck auf die linke Mainseite weiter bis Seligenstadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Uhr zeigte 14:30Uhr und so war es langsam Zeit, etwas in den Magen zu bekommen. Seligenstadt, fast heimisches Gefilde, lud mich mit seinen M\u00f6glichkeiten an die schnelle Mahlzeit zu kommen f\u00f6rmlich ein. Ich radelte in die naheliegende Innenstadt und f\u00fcllte mich mit ein paar Kalorien in Form von 2 Bratw\u00fcrsten. Nachdem meine Trinkflaschen die letzte F\u00fcllung bekommen hatten, machte ich mich zur\u00fcck an den Main.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klein Krotzenburg und Hainburg, immer k\u00fcrzer kamen mir die Entfernungen vor. Mit jeder durchfahrenen Ortschaft stieg die Motivation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hanau! Jetzt kannte ich den Weg nur zu gut. Aber jetzt kam auch das fraglichste St\u00fcck der Strecke, M\u00fchlheim! 3 Kilometer und ich w\u00e4re zu Hause. Sollte ich die letzten Kilometer auslassen? Ich k\u00f6nnte in einer halben Stunde auf dem Sofa liegen, von den letzten 3 Tagen ausruhen und die Glieder ausstrecken und entspannen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nein, das w\u00e4re nicht ich selbst! Das Ziel wurde in Mainz gesteckt. Ich w\u00fcrde mich selbst noch Monate \u00e4rgern, wenn ich jetzt abbrechen w\u00fcrde. Und nur noch ungef\u00e4hr 50km. Das ist jetzt auch noch zu schaffen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offenbach war ebenfalls schnell erreicht, auch wenn der Main noch einmal einen gro\u00dfen Bogen bei Rumpenheim machte. Nur was war jetzt auf einmal mit dem Himmel los? Es zogen mal wieder dicke, schwarze Wolken auf und ein Schauer ging nieder. Jetzt war mir das egal. Mein letzter Tag! In Mainz werde ich abgeholt und k\u00f6nnte vor der R\u00fcckfahrt im Auto meine Klamotten wechseln. Ich ignorierte also das k\u00fchle Nass vom Himmel und setzte meine Fahrt fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wetter meinte es aber auch heute noch mal gut mit mir und kurz vor Frankfurt lies sich sogar die Sonne blicken. Am Eisernen Steg legte ich nochmals eine kurze Pause ein. Hier liegt das D\u00f6ner-Schiff mit leckerer t\u00fcrkischer Limonade, die die Betreiber nach eigener Aussage nach \u201cOma\u00b4s Rezept\u201c herstellen. Nach 2 Bechern der k\u00f6stlichen Fl\u00fcssigkeit, kam der Endspurt. H\u00f6chst war als Etappe zu erreichen und danach war es nicht mehr all zu weit&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01195.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-247 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01195-300x224.jpg\" alt=\"DSC01195\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Himmel lockerte immer weiter auf und der Weg und meine Klamotten trockneten schnell wieder ab. Nur noch gro\u00dfe Wasserpf\u00fctzen erinnerten an dem kurzen Schauer. Meine Klamotten und mein Gesicht behielten jedoch braune Spritzer, die mich aber nicht weiter st\u00f6ren wollten. Heute werden die Radklamotten wieder mit einer Waschmaschine gereinigt. Ein kurzes durchwaschen am Waschbecken eines Hotels bleibt mir erspart, denn ich bin kurz vor meinem Ziel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt zog sich der Weg jedoch nochmals in die L\u00e4nge. Die Euphorie seit Hanau verschlang noch mal all meine Kraft. Der Industriepark H\u00f6chst musste umfahren werden. Dazu kam zwischen H\u00f6chst und Mainz trotz strahlend blauem Himmel, nochmal ein kr\u00e4ftiger Gegenwind auf. Langsam machten sich die zur\u00fcckgelegten Kilometer bemerkbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorbei ging es an Kelsterbach. Auf der anderen Mainseite die neue Start- und Landebahn des Frankfurter Flughafens, auf der steil die startenden Flugzeuge in den Himmel stiegen. Vorbei an Fl\u00f6rsheim, Falkenberg und Hochheim am Main. Nur noch wenige Kilometer trennten mich zum Ziel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt war ich am Mainuferweg in H\u00f6he Gustavsburg angekommen. Der letzte Kilometer! \u00dcber die Lesselallee zur Maaraue, vorbei am Freibad und den Sportanlagen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Uhr schlug 17:15Uhr, ich habe die M\u00fcndung, bei strahlendem Sonnenschein, wie geplant nach drei Tagen und insgesamt 631,12 km Main-Radweg erreicht!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01205.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-257 alignright\" src=\"http:\/\/www.cyclotourer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC01205-300x224.jpg\" alt=\"DSC01205\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>235,73 km<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9,36 Std<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>24,00 km\/h \/ Durchschnitt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>356 HM<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tag \u00a0 \u00a0km Zeit \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Durchschn.-km\/h H\u00f6henmeter Durchschn.-Steig max. Steig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a015,58 km \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 1,00 Std 15,04 km\/h 239,00 HM 3,00% 12,00%<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0167,37 km \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 6,57 Std 24,00 km\/h 675,00 HM 3,00% 12,00%<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 228,02 km 9,15 Std 24,60 km\/h 450,00 HM 2,00% 8,00%<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0235,73 km 9,63 Std 24,00 km\/h 356,00 HM 1,00% 11,00%<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">646,70 km 26,35 Std 1.720,00 HM<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne Anreisetag:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">631,12 km 25,35 Std 1.481,00 HM<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">7. R\u00fcckblick<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun sind seit der Ankunft an der Mainm\u00fcndung fast vier Wochen vergangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Wetter hatte ich riesiges Gl\u00fcck, denn ab dem n\u00e4chsten Tag sollte Dauerregen f\u00fcr die restliche Woche einsetzen. Dazu kam ein erneutes Jahrhunderthochwasser, wo zwar der Main nicht direkt betroffen war, aber ebenfalls durch den Dauerregen \u00fcber das Ufer trat. Eine Radtour entlang des Mains w\u00e4re somit nicht mehr m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz der Strapazen mit dem Gegenwind, sowie den Umwegen, sehe ich erfreut auf die Tour zur\u00fcck. Dieses Gl\u00fccksgef\u00fchl, welches sich in einem breit, macht wenn man an seinem Ziel angekommen ist, ist unbeschreiblich. Ersch\u00f6pft, aber gl\u00fccklich, schaut man auf sein Ziel und es war, als wenn einem ein ganz dicker Stein vom Herzen gefallen w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Main-Radweg wird durch verschiedenste Organisationen als 5 Sterne-Radweg angepriesen. Wenn man den Weg mit einer gem\u00fctlichen Reisegeschwindigkeit abf\u00e4hrt, die unz\u00e4hligen Sehensw\u00fcrdigkeiten anschaut, und die Natur dazu genie\u00dfen will, dann hat er bestimmt einen Stern mehr als durch meine Bewertung verdient.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man jedoch z\u00fcgig voran kommen mag, dann ist die Beschilderung nicht die allerbeste. Oft muss man Suchen, oder sogar R\u00e4tseln, wo es denn als n\u00e4chstes lang geht. Keine Frage, es gibt immer wieder die Idioten, die die Schilder abschrauben, um sie als \u201cErinnerung\u201c mitzunehmen, oder Wandalen, die nichts besseres zu tun haben als Schilder abzurei\u00dfen, verdrehen oder mit Farbe zu beschmieren. Dennoch erwarte ich als Radfahrer, dass ein Radweg der auf h\u00f6chstem Niveau angepriesen wird, instand gehalten und gelegentlich abgefahren wird um zu pr\u00fcfen, ob noch alles passt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischendurch war ich echt sauer, denn die Beschilderung kostete Nerven. Einige sinnlose Kilometer Umweg mussten in Kauf genommen werden. Dennoch ist mit Erreichen des Ziels einiges Verziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich schaue auf drei erlebnisreiche Tage zur\u00fcck! Wie im Bericht beschrieben, wurden wieder einige nette Menschen kennengelernt. Die wenigen r\u00fccksichtslosen Leute\u2026 sind schnell vergessen und man \u00e4rgert sich nur in dem kurzen Moment, wo man sie antrifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erreichte Ziel macht mich heute noch Stolz. 631 km in drei Tagen, manchmal wollte ich selbst nicht daran glauben. Der zweite Tag mit dem stetigen Kampf gegen den Wind lie\u00df mich fast an meinem Vorhaben zweifeln. Trotzdem hat er mich nicht klein bekommen, den Kampf hab ich f\u00fcr mich gewonnen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gew\u00fcnschte Trainingseffekt f\u00fcr die \u201cDeutsche MTB-Meisterschaft der Justiz\u201c war, trotz eines schlechteren Ergebnisses als ich mir erhofft hatte, zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine pers\u00f6nliche Bewertung f\u00fcr den Main-Radweg\u2026 leider nicht mehr als drei Sterne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der September r\u00fcckt langsam n\u00e4her. Zwei Optionen habe ich f\u00fcr eine neue Tour im Hinterkopf. F\u00fcr welche ich mich entscheide? Das machen wir wie immer kurzfristig\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Main-Radweg Der einsame Kampf gegen den Wind \u00a0 Copyright by Marco Schindler 1. Fernweh 2. Vorplanung 3. Anreise 4. Start an der Rotmainquelle 5. 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